{"Signatur": "GR_KG_001", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "0000-00-00", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_001_PKG-1995-12_0000-00-00.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/PKG_1995_12_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd609768fd14476a5cdd84b8cb945fa551a9b3d6301006f55b84f754f62f031bebb8e71edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd609768fd14476a5cdd84b8cb945fa551a9b3d6301006f55b84f754f62f031bebb8e71edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=PKG_1995_12", "Checksum": "07a6391500140e8ccf1c5cd8875c0f2f"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["PKG 1995 12"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1995 12"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1995 12"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale 00.00.0000 PKG 1995 12"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Praxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028"}], "ScrapyJob": "446973/49/1971", "Zeit UTC": "12.09.2025 05:51:42", "Checksum": "3f3151d93c4fec07da0625065bb7597a", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1995 12\nRegeste:\nPraxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028\n\n60\n6 zu Art. 530 OR). Da die einfache Gesellschaft nicht rechtsfähig ist,\nsondern eine Rechtsgemeinschaft darstellt und im vorliegenden Fall\nweder behauptet noch bewiesen wurde, die einfache Gesellschaft X stelle\neine Bruchteils- oder Miteigentumsgemeinschaft dar, ist davon\nauszugehen, dass deren Vermö- genswerte den Gesellschaftern nach\nden Grundsätzen der gemeinschaftli- chen Berechtigung zustehen.\nProzessrechtlich bedeutet die Berechtigung zur gesamten Hand, dass die\ndrei Gesellschafter ihnen gemeinsam zustehende Forderungen und\nandere Rechte nur als notwendige Streitgenossenschaft einklagen\nkönnen (Honsell/Vogt/Watter, a.a.O., N. 3 f. zu Art. 544 OR, PKG 1980\nNr. 2 S. 16). Wie die notwendige Streitgenossenschaft dabei prozessual\nvorzugehen hat, wird noch eingehender darzulegen sein (vgl.\nnachstehend E. 4. c).\n4. a) Tatsache ist, dass der Leitschein vom 17. November 1993 als\nklä- gerische Parteien und als Teilnehmer an der Sühneverhandlung vom\n25. Ok- tober 1993 die Baugesellschaft X, bestehend aus den\nGesellschaftern R., K. und T., letzterer vertreten durch das Betreibungsund Konkursamt, alle ver- treten durch Dr. iur. P, anführt. Durch diese\ndrei Gesellschafter, vertreten durch ihren Rechtsanwalt, wurde der\nLeitschein auch innert der peremptori- schen Frist beim zuständigen\nBezirksgericht prosequiert. Aus dem Wortlaut des Leitscheins und der\nProzesseingabe müsste demnach geschlossen wer- den, dass die Klage\ndurch die richtigen Parteien, nämlich die notwendigen Streitgenossen\nR., K. und T., letzterer vertreten durch das Konkursamt, rechtshängig\ngemacht und auch prosequiert wurde. Auch müsste angenom- men\nwerden, dass die Mitglieder der notwendigen Streitgenossenschaft anlässlich der Sühneverhandlung gehörig durch einen gemeinsamen\nAnwalt vertreten waren. Tatsächlich wurde aber im\nVermittlungsbegehren der Klä- ger als Partei lediglich die\nBaugesellschaft X als einfache Gesellschaft, beste- hend aus R. und K.\nangeführt. Der notwendige Streitgenosse T., vertreten durch das\nKonkursamt, wurde nicht erwähnt. Durch das Protokoll des Ver- mittlers\nausgewiesen und von den Parteien anerkannt ist schliesslich auch, dass\nan der Sühneverhandlung vom 25. Oktober 1993 lediglich die beiden\nGesellschafter R. und K. teilgenommen haben, was auch bereits damals\nvom Vertreter der Beklagten gerügt worden ist.\nb) Der Leitschein bildet nach bündnerischem Recht seit jeher die\nfür den Richter verbindliche Grundlage des Prozesses (PKG 1990 Nr. 12\nS. 56 f., PKG 1957 Nr. 27 S. 85; R. Jörger, Der Leitschein im\nbündnerischen Zivilpro- zess, Diss. Zürich 1960, S. 55 ff.; P Schnyder,\nDer Friedensrichter im schwei- zerischen Zivilprozessrecht, Diss. Zürich\n1985, S. 185). Die in ihm enthalte- nen Angaben sind für den gesamten\n61\nRechtsstreit massgebend. Zwar stellt der Leitschein eine Urkunde im\nSinne von Art. 163 Abs. 1 ZPO dar. Als solche erbringt der Leitschein für\ndie durch ihn bezeugten Tatsachen den vollen Be- weis. Dies gilt gemäss\nArt. 163 Abs. 4 ZPO jedoch nur solange, als nicht, wie\n\n"}