{"Signatur": "GR_KG_001", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "0000-00-00", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_001_PKG-1994-9_0000-00-00.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/PKG_1994_9_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976a7f6b76339f3d05adce94ecfaeaa1c39ebd7322de2dd1d2da16fc0ccdbb1d2b2edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976a7f6b76339f3d05adce94ecfaeaa1c39ebd7322de2dd1d2da16fc0ccdbb1d2b2edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=PKG_1994_9", "Checksum": "a4d98a0f2f760db67afd06d8db957400"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["PKG 1994 9"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1994 9"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1994 9"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale 00.00.0000 PKG 1994 9"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Praxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028"}], "ScrapyJob": "446973/49/1971", "Zeit UTC": "12.09.2025 05:53:09", "Checksum": "dfdb0f3a5781b6c0a5906538abcb73bc", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1994 9\nRegeste:\nPraxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028\n\n 39\nZürcher Kommentar zum Obligationenrecht, Zürich 1984, N 44 zu Art.\n324 a OR; Brunner/Bühler/Waeber, Kommentar zum Arbeitsvertrag,\nBern 1990, N 13 zu Art. 324 a OR;\nBrand/Dürr/Gutknecht/Platzer/Schnyder/ Stampfli/ Wanner, Der\nEinzelarbeitsvertrag im Obligationenrecht, Muri 1991, N 24 zu Art. 324\na OR; Brühwiler, a.a.O., S. 98; Streiff/ von Känel, a.a.O., N 8 zu Art.\n324 a/b OR; anderer Meinung JAR 1981 S. 260; Rehbin- der, a.a.O., N\n29 zu Art. 324 a OR). Die Auslegung der Vorinstanz, die sich zwar auf\ndie Zürcher Skala, aber die alte abstützt und die das arithmetische\nMittel heranzieht, wenn sich die unverschuldete Arbeitsunfähigkeit\nüber zwei Dienstjahre erstreckt, widerspricht Sinn und Wortlaut von\nArt. 324 a Abs. 2 OR sowie der dazu entwickelten Praxis und ist damit\nzu korrigieren. Folglich hat der Berufungskläger aus dem 4. Dienstjahr\nbis 31. Juli 1991 Anspruch auf den Lohn von 19 Tagen und ab 1.\nAugust 1992 aus dem 5. Dienstjahr von 11 Wochen 7 Tagen, was 77\nTage und zusammen 96 Tage ergibt. Für diese Zeit, welche bis 16.\nOktober 1992 dauert, sind 80% des bisherigen Lohnes zu errechnen.\nBeide Parteien beziffern einen Taglohn übereinstimmend mit Fr.\n121.65, was für 96 Tage Fr. 11 678.40 und, redu- ziert auf 80%, Fr.\n9342.70 ergibt. Für die restlichen 22 Tage der Dienstzeit hat die\nBerufungsbeklagte dem Berufungskläger die entgegengenommenen\nEO-Taggelder von Fr. 27.- auszuzahlen, was Fr. 594.- ergibt. Aufgrund\nder gesetzlichen Regelung hätte die Berufungsbeklagte dem\nBerufungskläger damit die Summe von Fr. 9936.70 leisten müssen.\nc) Gemäss der schriftlichen Vereinbarung der Parteien vom 12.\nJuli 1992 hätte der Berufungskläger während der gesamten\nDienstleistung 50% des Lohnes erhalten müssen, was bei Fr. 3700.- pro\nMonat beziehungsweise Fr. 121.65 pro Tag, Fr. 7177.35 ergibt.\nWird die Gesamtheit der Leistungen verglichen, so ist\nersichtlich, dass die getroffene Vereinbarung der gesetzlichen Regelung\nnicht minde- stens gleichwertig und damit aufgrund von Art. 362 OR\nunbeachtlich ist. Sie widerspricht Art. 324 a und b OR. Die Frage, ob\nsie durch den damals minderjährigen Berufungskläger unterzeichnet\nwerden konnte, muss damit nicht beantwortet werden.\nZF 54/94 Urteil vom 27. September 1994\n\n10 -Arbeitsvertrag (Art. 319ff. OR). Zivilrechtspflege. Kündigungsschutz während der Probezeit.\n- Untersuchungsmaxime (Art. 343 Abs. 4 OR). Die Untersuchungsmaxime gilt nur für das erstinstanzliche Verfahren; im Berufungsverfahren gilt das Novenverbot\n40\ndes Art. 226 Abs. 1 ZPO (Erw. 2).\n- Der sachliche Kündigungsschutz des Art. 336 OR gilt -\n\n40\n"}