{"Signatur": "GR_KG_001", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "0000-00-00", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_001_PKG-1994-45_0000-00-00.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/PKG_1994_45_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976ba190af255104c66dabf939f5f96a4e27b098509f0d04ed5f757e57aff5ee446edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976ba190af255104c66dabf939f5f96a4e27b098509f0d04ed5f757e57aff5ee446edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=PKG_1994_45", "Checksum": "1fad64651b38df45fb0245968ce74280"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["PKG 1994 45"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1994 45"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1994 45"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale 00.00.0000 PKG 1994 45"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Praxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028"}], "ScrapyJob": "446973/49/1971", "Zeit UTC": "12.09.2025 05:53:30", "Checksum": "ca72f13a6ca238e36ce4c25fd75d061d", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1994 45\nRegeste:\nPraxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028\n\n146\nerhebung ein Freispruch erfolgt. Die umstrittene Zusatzfrage ist von\nder Staatsanwaltschaft also zu Recht nicht zugelassen worden.\n2. Der gerichtliche Experte teilt dem Richter aufgrund seiner\nSach- kunde entweder Erfahrungs- oder Wissenssätze seiner Disziplin\nmit, er- forscht für das Gericht erhebliche Tatsachen oder zieht sachliche\nSchlussfol- gerungen aus bereits bestehenden Tatsachen. Er ist\nEntscheidungsgehilfe des Richters, dessen Wissen er durch besondere\nKenntnisse aus seinem Sachgebiet ergänzt (BGE 118 Ia 145; Robert\nHauser, Kurzlehrbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 2. Aufl.,\nZürich 1984, S. 177 ff.; Niklaus Schmid, Strafprozessrecht, 2. Aufl.,\nZürich 1993, Rz. 660 H.; Gérard Pique- rez, Précis de procédure pénale\nsuisse, Lausanne 1987, Rz 1109 ff.). Nach der Praxis des Europäischen\nGerichtshofes für Menschenrechte zu Art. 6 EMRK sowie der\nschweizerischen Lehre und Rechtsprechung hat der Angeschuldigte\ngrundsätzlich Anspruch auf Unparteilichkeit des Experten; nicht als\nExperten ernannt werden sollen Personen, die als Richter wegen\nBefangenheit abgelehnt werden könnten (BGE 118 Ia 146, 97 I 323,\n94 I 425f., Schmid, a.a.O., Rz. 666; Max Guldener, Schweizerisches\nZivilpro- zessrecht, 3. Aufl., Zürich 1979, S. 349; Peter Staub,\nKommentar zum Strafverfahren des Kantons Bern, Bern 1992, S.\n389f.; ausdrücklich auch Art. 92 Abs. 2 StPO GR).\nDer für den Ausstand von Gerichtspersonen geltende Grundsatz der\nUnparteilichkeit oder Unbefangenheit (vgl. hierzu Pra 82 [1993] Nr.\n28\nS. 90f. und Nr. 49 S. 167f.; BGE 117 Ja 325f., 116 Ja 33 ff.; Arthur\nHäfliger, Die Europäische Menschenrechtskonvention und die Schweiz,\nBern 1993,\nS. 136f.; Mark E. Villiger, Handbuch der Europäischen\nMenschenrechts- konvention [EMRK], Zürich 1993, S. 245f.), der\nnach dem Gesagten sinn- gemäss auch bei der Ernennung von Experten\nzu beachten ist, will verhin- dern, dass sich sachfremde Umstände zu\nUngunsten eines Angeschuldigten auswirken. Von Bedeutung sind in\ndiesem Zusammenhang neben dem Verhalten des Experten auch\näussere Umstände, insbesondere funktioneller und organisatorischer\nArt. Dabei ist nicht erforderlich, dass ein Experte tatsächlich\nbefangen ist; der blosse Anschein der Voreingenommenheit genügt.\nOb er gegeben ist, beurteilt sich dann freilich nicht nach dem\nsubjektiven Empfinden des Angeschuldigten; das Misstrauen in die\nUnpar- teilichkeit des Experten muss vielmehr bei objektiver\nBetrachtung als be- gründet erscheinen. Dies kann unter Umständen der\nFall sein, wenn sich der Experte bereits in einem früheren Zeitpunkt mit\nder konkreten Streitsache oder sonstwie fachbezogen mit dem\n147\nAngeschuldigten befasst hat. Dann ist näher zu untersuchen, ob das\nErgebnis der Expertentätigkeit trotz der Vorbefassung noch offen oder\neben bereits vorbestimmt erscheint (vgl. zum Ganzen neben dem bereits\nZitierten auch den Beschluss des Kantonsge- richtsausschusses von\nGraubünden vom 21. April 1993 in Sachen B., SB\n\n"}