{"Signatur": "GR_KG_001", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "0000-00-00", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_001_PKG-1994-41_0000-00-00.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/PKG_1994_41_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976905ddfe54b685c9b94d2327eac80157fa76322899e0a664dcedb7757e59799e4edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976905ddfe54b685c9b94d2327eac80157fa76322899e0a664dcedb7757e59799e4edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=PKG_1994_41", "Checksum": "4a36d4eabb6e6a219ea11eeeaad89051"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["PKG 1994 41"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1994 41"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1994 41"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale 00.00.0000 PKG 1994 41"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Praxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028"}], "ScrapyJob": "446973/49/1971", "Zeit UTC": "12.09.2025 05:53:44", "Checksum": "0b1100b185f99d10dd554fc63b8286db", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1994 41\nRegeste:\nPraxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028\n\n 133\nfrühestens in der zweiten Gläubigerversammlung statt. Über den in\ndiesem Sinne vorgeschlagenen Nachlassvertrag nach bereits eröffnetem\nKonkurs finden die Art. 302 bis 307 und Art. 310 bis 316 SchKG\nentsprechende Anwendung, mit der Massgabe, dass die\nKonkursverwaltung an die Stelle des Sachwalters tritt (Art. 317 Abs. 2\nSchKG). Das Konkursamt ist hier als Konkursverwaltung eingesetzt.\nBeim Nachlassvertrag im Konkurs gemäss Art. 317 Abs. 1 SchKG\nbeschränkt sich die Aufgabe der Konkursverwal- tung vorerst darauf,\nden Nachlassvertragsvorschlag zuhanden der Gläubi- gerversammlung\nzu begutachten. In der Gläubigerversammlung gemäss Art. 302 Abs. 1\nSchKG leitet die Konkursverwaltung die Verhandlungen und erstattet\nBericht über die Vermögenslage des Schuldners. Hier enden vorerst die\nKompetenzen der Konkursverwaltung, denn gemäss Art. 302 Abs. 3 und\n4 SchKG fällt es in die Kompetenz der versammelten Gläubiger, über den\nEntwurf des Nachlassvertrages zu befinden. Ferner liegt es gemäss Art.\n306 Abs. 2 Ziff. 2 SchKG der Nachlassbehörde ob, die Bestätigung des\nNachlassvertrages an die Voraussetzung zu knüpfen, dass die\nBefriedigung der angemeldeten privilegierten Gläubiger hinlänglich\nsichergestellt ist, es sei denn, diese verzichteten ausdrücklich hierauf.\nMateriell liegt es daher in der Zuständigkeit der Gläubiger, ob sie auf\ndie Sicherstellung verzichten. Wenn nun aber die Gläubiger, die durch\nden Nachlass oder den Konkurs wirtschaftlich betroffen sind, sich im\nSinne von Art. 306 Abs. 2 Ziff. 2 SchKG dafür entscheiden können, auf\ndie Sicherstellung ganz oder teilweise zu verzichten, so kann es\noffensichtlich nicht gleichzeitig in der Kompetenz der\nKonkursverwaltung liegen, die gleiche Sicherstellung zu einer Eintretensvoraussetzung für die Verhandlung über den Nachlassvertragsvorschlag zu machen. Eine solche eigenständige Kompetenz der\nKonkursver- waltung kann dem Gesetz nirgends entnommen werden.\nWenn das Kon- kursamt neben dem Kostenvorschuss für die\nGläubigerversammlung in Höhe von Fr. 10000.- im Sinne einer zweiten\nEintretensvoraussetzung verfügt hat, der Gemeinschuldner habe\nsämtliche grundpfandlich gesicher- ten und privilegierten Forderungen\nsowie die mutmassliche Konkursdivi- dende der 5. Klasse\nsicherzustellen, so hat es seine Kompetenzen über- schritten.\nc. Zur Begründung seiner gegenteiligen Auffassung verweist das\nKonkursamt auf einen Entscheid der Aufsichtsbehörde über\nSchuldbetrei- bung und Konkurs des Kantons Appenzell Ausserrhoden\nvom 5. November 1982 (Rechenschaftsbericht über die Rechtspflege des\nObergerichts für das Amtsjahr 1981/82, Seite 48 f. = B1SchK 1983 Nr.\n114). In ihrem Entscheid, dem im wesentlichen ein gleicher Sachverhalt\nzugrunde lag, hielt die appen- zellische Aufsichtsbehörde fest, die\n134\nKonkursverwaltung sei nicht verpflich- tet, eine bereits angesetzte\nLiegenschaftsverwertung hinauszuschieben und sich so der Gefahr\nauszusetzen, trölerische Massnahmen zu begünstigen. Sie\n\n"}