{"Signatur": "GR_KG_001", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "0000-00-00", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_001_PKG-1994-3_0000-00-00.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/PKG_1994_3_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd6097685c0ac107405d235ca365e7af2b90a13e1ddf0ec9e7d20dc87d8d92be5d8b08dedc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd6097685c0ac107405d235ca365e7af2b90a13e1ddf0ec9e7d20dc87d8d92be5d8b08dedc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=PKG_1994_3", "Checksum": "a97e9d2248578fcb3838adf348ed5e79"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["PKG 1994 3"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1994 3"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1994 3"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale 00.00.0000 PKG 1994 3"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Praxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028"}], "ScrapyJob": "446973/49/1971", "Zeit UTC": "12.09.2025 05:53:16", "Checksum": "5791449cdb123d35bc85f618449cdbb1", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1994 3\nRegeste:\nPraxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028\n\n16\nb) G. sel. hat gemäss der Bescheinigung des Kreisamtes vom\n12. Oktober 1992 in seinem Testament vom 23. Oktober 1991\nunbestrittener- massen B. als Willensvollstrecker im Sinne der Art. 517\nf. ZGB eingesetzt. Dieses Schreiben enthält keinerlei Beschränkungen\nin bezug auf die Voll- macht des Willensvollstreckers. Das Testament,\nwelches allenfalls eine Ein- schränkung des Geschäftskreises des\nWillensvollstreckers enthalten könnte, wurde nicht zu den Akten\ngegeben. Da eine Kompetenzzuweisung durch den Erblasser somit nicht\nnachgewiesen ist, steht B. eine Generalvollmacht zu, es obliegen ihm\ndie Befugnisse gemäss der dispositiven gesetzlichen Regelung des Art.\n518 Abs. 2 ZGB (Alfred Escher, Zürcher Kommentar zum ZGB, Bd.\nIII, 1. Abt., 3. Aufl., Zürich 1959, N 2 zu Art. 518 ZGB; Peter Tuor,\nBerner Kommentar zum ZGB, Bd. III., 1. Abt., 2. Aufl., Bern 1952, N.\n2 f. zu Art. 518 ZGB; Hans Seeger, Die Rechtsstellung des Willensvollstreckers nach ZGB, Bern, 1927, S. 52 f.; Urteil des\nKantonsgerichts vom 30. Mai 1969 in Sachen R. P. gegen S. S. und R.\nC, ZF 13/68).\nc) Gemäss Art. 518 Abs. 1 ZGB steht der Willensvollstrecker,\nso- weit der Erblasser nichts anderes verfügt hat, in den Rechten und\nPflichten des amtlichen Erbschaftsverwalters. Er hat den Willen des\nErblassers zu vertreten und gilt insbesondere als beauftragt, die\nErbschaft zu verwalten, die Schulden des Erblassers zu bezahlen, die\nVermächtnisse auszurichten und die Teilung nach den vom Erblasser\ngetroffenen Anordnungen oder nach Vorschrift des Gesetzes\nauszuführen (Art. 518 Abs. 2 ZGB). Soweit dem Willensvollstrecker die\nVerwaltung der Erbschaft im Sinne dieser Bestimmung übertragen\nwurde, ist er nach der Rechtsprechung des Bundes- gerichts und dem\nüberwiegenden Teil der Lehre in Prozessen betreffend die Aktiven und\nPassiven des Nachlasses Partei (BGE 116 II 133 mit zahlrei- chen\nHinweisen, BGE 94II 143 f.; Paul Piotet, Schweizerisches Privatrecht,\nBd. 4, 1. Halbbd., Basel/Stuttgart 1978, S. 164, Tuor, a.a.O., N 35 zu\nArt. 518 ZGB; Escher, a.a.O., N 31-33 zu Art. 518 ZGB). Dabei ist\nunbe- stritten, dass der Willensvollstrecker im Streit mit Dritten um\nErbschafts- werte nicht um seine eigene materielle Berechtigung kämpft\n(vgl. BGE 84 II 326f., 81 II, 31). Aus seiner gesetzlichen Stellung (Art.\n518 ZGB in Verbindung mit Art. 596 ZGB) ergibt sich aber, dass er in\neigenem Namen die Nachlassrechte zu wahren hat. Bei der Austragung\ngerichtlicher Streitig- keiten liegt demzufolge der Fall vor, dass ein\nDritter (der Willensvollstrek- ker) aus besonderen Gründen an Stelle der\nmateriell Berechtigten oder Verpflichteten den Prozess in eigenem\nNamen und als Partei führen kann. Dabei hat er auf die gesetzliche\nErmächtigung hinzuweisen. Es handelt sich demzufolge nicht um die\n17\nBejahung oder Verneinung der Sachlegitimation, sondern um die\nProzessstandschaft oder die Befugnis zur Prozessführung als Partei. Sie\nsteht dem Willensvollstrecker kraft Bundesprivatrechts zu (BGE 116 II\n133f., 94 II 144; Escher, a.a.O., N 31 zu Art. 518 ZGB mit\n\n"}