{"Signatur": "GR_KG_001", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "0000-00-00", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_001_PKG-1994-30_0000-00-00.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/PKG_1994_30_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976787be4049f10ccc53a0b7e9d9abb2ecf1edb2d4014a8ead5cbbd08631b81e0d6edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976787be4049f10ccc53a0b7e9d9abb2ecf1edb2d4014a8ead5cbbd08631b81e0d6edc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=PKG_1994_30", "Checksum": "ab49f5afb279aaf3749c959be32f752c"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["PKG 1994 30"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1994 30"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1994 30"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale 00.00.0000 PKG 1994 30"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Praxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028"}], "ScrapyJob": "446973/49/1971", "Zeit UTC": "12.09.2025 05:54:08", "Checksum": "ffd035948f8006f564761f32edfd2853", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1994 30\nRegeste:\nPraxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028\n\n Staatsanwaltschaft seien keine vom Volk gewählte Beamten und sollten\ndeshalb administrative und keine richterlichen Funktionen wie die vom\nVolk zum Richter gewählten Kreispräsidenten ausüben. Dieser vom\nGesetz- geber ergangene systemgerechte Kompetenzentscheid zugunsten\nder rich- terlichen Aufgabe des Kreispräsidenten bestätigt die Tendenz,\ndessen Auf- gabe im erweiterten Strafmandatsverfahren annähernd als\nGerichtsverfah- ren zu verstehen.\n4. Alle festgestellten Elemente sprechen für ein\ngerichtsähnliches Verfahren vor dem Kreispräsidenten, sie weisen\neindeutig auf die Anwen- dung von Art. 102 Abs. 2 StPO bei Verfahren\nvor dem Kreispräsidenten hin und lassen demgegenüber eine\nAnwendung von Art. 76a Abs. 3 StPO als unverhältnismässig,\nsinnwidrig und nicht systemgerecht erscheinen. Damit kann der Ansicht\ndes Berufungsklägers endgültig zugestimmt werden. Für die Einsprache\ngegen das Strafmandat muss ein Verteidiger kein Anwalts- patent\nvorzeigen können. Die Sekretärin, Frau H., war also ohne Zweifel\nermächtigt, W.'s Einsprache gegen das Strafmandat zu unterschreiben.\nDie angefochtene Verfügung wird deshalb aufgehoben und der\nKreispräsident angewiesen, das ordentliche Verfahren durchzuführen.\nSB 8/94 Urteil vom 21. März 1994\n\n30 - Legitimation des Opfers im Sinne von Art. 2 OHG zur\nBerufung im Strafpunkt (Art. 8 Abs. 1 lit. c OHG; Art. 141 ff.\nStPO). Das Opfer kann Rechtsmittel im Strafpunkt\ngrundsätzlich nur dann erheben, wenn es, soweit zumutbar, seine Zivilansprüche aus strafbarer Handlung im\nStrafverfahren geltend gemacht hat. Zumutbarkeit der\nGeltendmachung der Schadenersatzansprüche aus Körperverletzung in casu bejaht und Legitimation des Opfers\ni nfolge unterlassener Geltendmachung verneint.\n\nErwägungen:\na) Gemäss Art. 8 OHG kann sich das Opfer am\nStrafverfahren beteiligen. Es kann insbesondere seine Zivilansprüche\ngeltend machen (Art. 8 Abs. 1 lit. a OHG) und den Gerichtsentscheid\nmit den gleichen Rechtsmitteln anfechten wie der Beschuldigte, wenn\nes sich bereits vorher am Verfahren beteiligt hat und soweit der\nEntscheid seine Zivilansprüche betrifft oder sich auf deren Beurteilung\nauswirken kann. Wie das Bundesge- richt in BGE 120 SV 44 ff., 53\nausgeführt hat, kann das Opfer gegen ein Strafurteil, durch das der\nAngeschuldigte freigesprochen wird, somit nur dann ein Rechtsmittel\n\n98\nerheben, wenn es, soweit zumutbar, seine Zivilan- sprüche aus\nstrafbarer Handlung im Strafverfahren geltend gemacht hat.\n\n"}