{"Signatur": "GR_KG_001", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "0000-00-00", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_001_PKG-1994-23_0000-00-00.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/PKG_1994_23_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976c1f217571d6eb3b8aea81c241526b061f9c4e9f500904b1fdcaca0102b657c0cedc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd60976c1f217571d6eb3b8aea81c241526b061f9c4e9f500904b1fdcaca0102b657c0cedc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=PKG_1994_23", "Checksum": "72d9db436c281b15b7e869975d431a35"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["PKG 1994 23"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1994 23"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1994 23"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale 00.00.0000 PKG 1994 23"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Praxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028"}], "ScrapyJob": "446973/49/1971", "Zeit UTC": "12.09.2025 05:54:16", "Checksum": "3788c8bca0255d5ecf0d70a8f7585c46", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1994 23\nRegeste:\nPraxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028\n\n74\nhen lasse. Ferner gelte es zu beachten, dass das Unfallopfer aufgrund\ndes sofortigen Forderungsübergangs im Umfang der Legalzession gar\nnicht rechtsgültig über den Anspruch verfügen könne; ein solches\nVerfügen sei bloss für jenen Teil möglich, der vom UVG nicht gedeckt\nsei.\nb) In tatsächlicher Hinsicht hat die Vorinstanz für den\nKantonsge- richtsausschuss bindend festgestellt (Art. 235 Abs. 2 ZPO),\ndass E. keine Kenntnisse von einem gegen ihn gerichteten\nRegressanspruch hatte, dass ihm die Legalzession vor dem 28.\nSeptember 1988 nicht notifiziert worden ist und dass er die im Vergleich\nvereinbarten Fr. 1750.- bezahlt hat. Aus den Akten ist ersichtlich, dass\ndiese Zahlung ebenfalls am 28. September 1988 erfolgt ist.\n3. Der Unfallversicherer tritt gegenüber einem für einen Unfall\nhaftenden Dritten im Zeitpunkt des Ereignisses bis auf die Höhe der\ngesetz- lichen Leistungen in die Ansprüche des Versicherten ein (Art. 41\nUVG). Es handelt sich dabei um einen Fall der Subrogation, d.h. um den\ngesetzlichen Eintritt des erfüllenden Dritten in die Gläubigerstellung\n(Spirig, Zürcher Kommentar, Bd. V/lk, 3. Aufl., Zürich 1993, Art. 166\nN 9 und 35). Die Besonderheit der erwähnten Subrogationsnorm\nbesteht darin, dass die Forderung bereits im Zeitpunkt des\nschädigenden Ereignisses übergeht, also bevor der Unfallversicherer\nseine Leistung erbracht hat.\n4. «Bestimmt das Gesetz ..., dass eine Forderung auf einen\nanderen übergeht, so ist der Übergang Dritten gegenüber wirksam, ohne\ndass es einer bestimmten Form oder auch nur einer Willenserklärung des\nbisherigen Gläubigers bedarf» (Art. 166 OR). Der Tatbestand von Art.\n166 OR besteht darin, dass das Gesetz den Übergang einer Forderung\nanordnet. Dieser Tatbestand wird von Art. 41 UVG offenkundig erfüllt:\n«Gegenüber einem Dritten, der für den Unfall haftet, tritt der\nVersicherer ... in die Ansprüche des Versicherten ... ein» (gl.M. Spirig,\na.a.O., Art. 166 N 35; Gauch/Schluep, Schweizerisches\nObligationenrecht, Allgemeiner Teil, Bd II, 5. Aufl., Zürich 1991, N 3677\nin Verbindung mit N 2055). Angesichts des eindeutigen Wort- lauts der\nerwähnten Bestimmungen ist die gegenteilige Ansicht der X Versi-\ncherungs-Gesellschaft nicht nachvollziehbar.\n5. a) In Lehre und Rechtsprechung herrscht Einigkeit, dass\nbei Vorliegen einer Legalzession im Sinne von Art. 166 OR - neben\nanderen Bestimmungen der vertraglichen Abtretung - auch Art. 167\nOR Anwen- dung findet (BGE 95 II 247; 45 II 672; Spirig, a.a.O.,\nArt. 166 N 66; Gauch/Schluep, a.a.O., N 3678; Bucher, Schweizerisches\nObligationenrecht Allgemeiner Teil, 2. Aufl., Zürich 1988, 576;\nGuhl/Merz/Koller, Das Schweizerische Obligationenrecht, 8. Aufl.,\n74\nZürich 1991, 257). Dem Gesetz- geber steht es jedoch frei, in Rahmen\nder einzelnen (speziellen) Subrogati- onsnormen eine Abweichung\nvon den allgemeinen Bestimmungen zu sta- tuieren.\n\n"}