{"Signatur": "GR_KG_001", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "0000-00-00", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_001_PKG-1994-10_0000-00-00.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/PKG_1994_10_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd609764f557c43ed7a6b831c6ecd2ac8dd4782ffdcfe89a2c7f47b50bbe2ee3decb87eedc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd609764f557c43ed7a6b831c6ecd2ac8dd4782ffdcfe89a2c7f47b50bbe2ee3decb87eedc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=PKG_1994_10", "Checksum": "006e92fedc068da632090d5aba0b5985"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["PKG 1994 10"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1994 10"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1994 10"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale 00.00.0000 PKG 1994 10"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Praxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028"}], "ScrapyJob": "446973/49/1971", "Zeit UTC": "12.09.2025 05:53:05", "Checksum": "a97737c6197761605cd3ba0b1092333e", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1994 10\nRegeste:\nPraxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028\n\n 45\nausdrücklich festhält, dass der Arbeitgeber diesen Schutz nur\nbeanspruchen könne, wenn die Kündigung nach Beendigung der\nProbezeit ausgesprochen werde, muss aus dem Fehlen einer\nentsprechenden, einschränkenden Rege- lung in Art. 336 OR\ngeschlossen werden, dass der sachliche im Gegensatz zum zeitlichen\nKündigungsschutz auch während der Probezeit gilt (vgl. Rehbinder,\na.a.O., N 7 zu Art. 335b OR). Dies macht durchaus Sinn. Die Probezeit\nsoll ja bekanntlich dem Arbeitgeber ermöglichen, die fachlichen und\ncharakterlichen Eigenschaften des Arbeitnehmers näher kennenzulernen, während er Gelegenheit erhalten soll, sich über seine Aufgaben,\ndas Betriebsklima und dergleichen Gewissheit zu verschaffen (vgl.\nGewV, a.a.O., N 1 zu Art. 335b OR); entspricht das Resultat einer\nsolchen Beurtei- lung nicht den Erwartungen, soll das Arbeitsverhältnis\nkurzfristig aufgelöst werden können. Dann aber wäre es geradezu\nzweckwidrig, wenn dies durch die eher langen Sperrfristen im Bereich\ndes zeitlichen Kündigungsschutzes und die Nichtigkeit der sie\nmissachtenden Kündigung verunmöglicht wür- de. Auf dem Gebiet des\nsachlichen Kündigungsschutzes drohen hingegen keine derartigen\nNachteile; selbst missbräuchliche Kündigungen werden rechtswirksam,\nindem sie das Arbeitsverhältnis beenden (vgl. Rehbinder, a.a.O., N 1 zu\nArt. 336 OR), und es hat der Kündigende lediglich damit zu rechnen,\ndass er zu einer Strafzahlung angehalten wird (Art. 336a OR).\nBerücksichtigt man ausserdem, dass solche Kündigungen (wegen der\nHaut- farbe beispielsweise) nicht weniger verletzend wirken, wenn sie\nwährend der Probezeit ausgesprochen werden, entspricht es durchaus\ndem Sinn von Art. 336 OR, seine Schutzwirkung nicht erst mit dem\nAblauf der Probezeit eintreten zu lassen.\nGleiches gilt für den in Art. 335 Abs. 2 OR verankerten\nAnspruch, auf entsprechendes Begehren für eine Kündigung eine\nschriftliche Begrün- dung zu erhalten. Wer die Möglichkeiten des\nsachlichen Kündigungsschut- zes ausnützen will, muss die Umstände\nkennen, die Anlass zur Kündigung gegeben haben (vgl. Humbert,\na.a.O., S. 54; JAR 1990 S. 241). Angesichts dieser Verknüpfung und des\noben Ausgeführten, wonach die Bestimmungen über die missbräuchliche\nKündigung von Arbeitsverhältnissen bereits wäh- rend der Probezeit zu\nbeachten sind, wäre es sinnwidrig, wenn die Begrün- dungspflicht erst\nnach deren Ende gelten würde (vgl. Rehbinder, a.a.O., N 7 zu Art. 335b\nOR; Streiff/von Kaenel, a.a.O., N 13 zu Art. 335 OR; JAR 1990 S. 240).\nDas Kantonsgericht kann sich also auch in diesem Punkt den\nAusführungen der Vorinstanz anschliessen.\nZF 18/94 Urteil vom 2. Mai 1994\n\n46\n"}