{"Signatur": "GR_KG_001", "Spider": "GR_Gerichte", "Datum": "0000-00-00", "PDF": {"Datei": "GR_Gerichte/GR_KG_001_PKG-1994-10_0000-00-00.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.gr.ch/tribunavtplus/ServletDownload/PKG_1994_10_ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd609764f557c43ed7a6b831c6ecd2ac8dd4782ffdcfe89a2c7f47b50bbe2ee3decb87eedc1bc0425c099a9488a18062b80f8de?path=ea3b182beef59b8c349185d9526f43b08ca2264ab0e2c0acca19b59adcd609764f557c43ed7a6b831c6ecd2ac8dd4782ffdcfe89a2c7f47b50bbe2ee3decb87eedc1bc0425c099a9488a18062b80f8de&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=PKG_1994_10", "Checksum": "006e92fedc068da632090d5aba0b5985"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["PKG 1994 10"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1994 10"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1994 10"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale 00.00.0000 PKG 1994 10"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Grisons Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Grigioni Tribunale cantonale Prassi del Tribunale cantonale"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Praxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028"}], "ScrapyJob": "446973/49/1971", "Zeit UTC": "12.09.2025 05:53:05", "Checksum": "a97737c6197761605cd3ba0b1092333e", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1994 10\nRegeste:\nPraxis Kantonsgericht | Regeste: siehe PKG-Dokument\\x3Cbr\\x3E | java.util.HashMap/1797211028\n\n 43\neiner Arbeitswoche gekündigt werden könne. Dem wurde mit der am\n20. Oktober 1992 auf den 31. Oktober 1992 ausgesprochenen Kündigung\nRech- nung getragen. Streitthema ist hingegen, ob es sich hierbei um\neine miss- bräuchliche Kündigung im Sinne von Art. 336 OR handelt,\nob die Arbeit- nehmerin also den in dieser Bestimmung ausgestalteten,\nsachlichen Kündi- gungsschutz beanspruchen kann. Sollte dies bejaht\nwerden, müsste über die Höhe der Entschädigung befunden werden,\nwelche die Arbeitgeberin ge- stützt auf Art. 336a OR bei\nmissbräuchlicher Kündigung ihrer Arbeitneh- merin zu bezahlen hätte.\nWeiter ist Gegenstand des Berufungsverfahrens, ob L. heute noch einen\nAnspruch darauf besitzt, dass ihr die Gründe, die zur Kündigung des\nArbeitsverhältnisses geführt haben, schriftlich mitgeteilt werden, wobei\nnäher zu untersuchen wäre, in welcher Form sich dies gerichtlich\ndurchsetzen liesse.\nDas Bezirksgericht ging bei alldem davon aus, dass die\nVorschriften über den sachlichen Kündigungsschutz bei der ordentlichen\nAuflösung von Arbeitsverhältnissen bereits während der Probezeit zu\nbeachten seien. Die Vorinstanz kann sich hierfür auf einen wesentliche\nTeil der Lehre und der bislang publizierten Rechtsprechung stützen (vgl.\nManfred Rehbinder, Ber- ner Kommentar, Bern 1992, N 2 zu Art. 336\nOR; Ullin Streiff/Adrian von Kaenel, Leitfaden zum Arbeitsvertragsrecht,\n5. Aufl., Zürich 1993, N 19 zu Art. 336 OR; Denis Humbert, der neue\nKündigungsschutz im Arbeitsrecht, Winterthur 1991, S. 64; JAR 1990 S.\n240 [Tribunal des Prud'hommes de Genève], 1991 S. 252 [Arbeitsgericht\nZürich]; a. M.: Schweizerischer Gewer- beverband [GewV.], Der\nEinzelarbeitsvertrag im Obligationenrecht, Muri bei Bern 1991, N 1 zu\nArt. 335b OR; Dieter M. Troxler, Der sachliche Kündigungsschutz nach\nSchweizer Arbeitsvertragsrecht, Zürich 1993,\nS. 36 ff., der ihn immerhin wenigstens in beschränktem Masse zulassen will,\nS. 45). Ausgehend vom Grundsatz, dass Gesetzesbestimmungen aus\nsich selbst, das heisst nach ihrem Wortlaut, ihrem Sinn und Zweck,\nihrem Bedeutungszusammenhang und den ihnen zugrunde liegenden\nWertungen auszulegen sind, wobei die rechtsanwendenden Behörden an\neinen klaren und unzweideutigen Wortlaut gebunden sind, solange er\nden wirklichen Sinn der Norm wiedergibt (vgl. das Urteil der 1.\nZivilabteilung des schwei- zerischen Bundesgerichtes vom 11. Mai 1994\nin Sachen S. gegen S., mit Hinweisen auf BGE 118 II 309 und 116 II\n526f.), gelangt das Kantonsge- richt in diesem Punkt zum gleichen\nErgebnis, wie es vom Bezirksgericht Oberlandquart im angefochtenen\nUrteil dargelegt wird. Für sich allein betrachtet lässt sich dem\nEinleitungssatz von Art. 336 OR zwar nicht zuver- lässig entnehmen, ob\nsich die nachfolgenden Bestimmungen auch auf Kün- digungen während\n44\nder Probezeit oder nur auf solche nach ihrem Ablauf beziehen.\nVergleicht man ihn indessen mit jenem von Art. 336c OR, der von der\nKündigung zur Unzeit, vom zeitlichen Kündigungsschutz handelt und\n\n"}