{"Signatur": "GL_OG_001", "Spider": "GL_Omni", "Sprache": "de", "Datum": "2018-06-06", "HTML": {"Datei": "GL_Omni/GL_OG_001_OG-2015-00024_2018-06-06.html", "URL": "/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&WebServerUrl=&WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&OmnisLibrary=JURISWEB&OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&OmnisServer=JURISWEB,7000&Parametername=WEB&Schema=GLWEB&Source=&Aufruf=getMarkupDocument&cSprache=DE&nF30_KEY=955&W10_KEY=266135&nTrefferzeile=9&Template=simple/search_result_document.html", "Checksum": "b6396e90d03f8cf7c4c73365175d0893"}, "Scrapedate": "2026-04-11", "Num": ["OG.2015.00024", "OGZ.2018.103"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Glarus Obergericht 06.06.2018 OG.2015.00024 (OGZ.2018.103)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Glaris Obergericht 06.06.2018 OG.2015.00024 (OGZ.2018.103)"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Glarona Obergericht 06.06.2018 OG.2015.00024 (OGZ.2018.103)"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Glarus Obergericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Glaris Obergericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Glarona Obergericht "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Forderung"}], "ScrapyJob": "446973/48/2475", "Zeit UTC": "11.04.2026 04:48:40", "Checksum": "afe0f3cf59873e3451cac8b8d3723657", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Glarus Obergericht 06.06.2018 OG.2015.00024 (OGZ.2018.103)\nRegeste:\nForderung\n\n\n4.2 Die beklagten Bankräte erkennen die für den vorliegenden Rechtsstreit massgebliche Haftungsnorm ausschliesslich in Art. 28 Abs. 2 aKBG. Sie qualifizieren diese Bestimmung als eine kantonale öffentlich-rechtliche Haftungsnorm und folgern daraus – auch eingedenk der öffentlich-rechtlichen Rechtsnatur des Verhältnisses GLKB/Bankrat –, dass damit zugleich auch das kantonale Staatshaftungsgesetz (siehe dazu act. 457) anwendbar sei, in dessen Art. 22 Abs. 1 eine bloss einjährige Verjährungsfrist für Haftungsansprüche vorgesehen ist. Anders verhält es sich demgegenüber in verjährungsrechtlicher Hinsicht, wenn Art. 39 Abs. 1 aBankG als Haftungsnorm zur Anwendung gelangt. Aufgrund des darin enthaltenen Verweises auf Art. 760 OR verjähren verantwortungsrechtliche Haftungsansprüche erst mit Ablauf von fünf Jahren ab Kenntnis vom Schaden und von der Person des Ersatzpflichtigen. |\n||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n5. |\n||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n5.1 Das Obergericht hatte sich in der vorliegenden Streitsache bereits mit Entscheid vom 1. Juli 2011 damit zu befassen, welche richterliche Behörde (Zivilgericht oder Verwaltungsgericht) sachlich zuständig ist, um die gegenüber den Bankräten erhobenen Verantwortlichkeitsansprüche zu beurteilen (siehe act. 88). Damals hat sich das Obergericht eingehend mit der \"Entwicklung\" der eidgenössischen bankenrechtlichen Haftungsnormen befasst. Die relevanten Erwägungen in jenem Entscheid lauteten (siehe act. 88 S. 9 ff.): |\n||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n3.1. a) Bis am 30. September 1999 enthielt das Bundesgesetz über Banken und Sparkassen vom 8. November 1934 (Bankengesetz, BankG; SR 952.0) im Abschnitt „Verantwortlichkeits- und Strafbestimmungen“ in Art. 38 nachfolgende Regelung: |\n||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\nb) Mit der Revision des Bankengesetzes gemäss Bundesgesetz vom 22. April 1999 wurde Art. 38 Abs. 1 BankG per 1. Oktober 1999 ersatzlos aufgehoben (AS 1999 S. 2407 f.). In der bundesrätlichen Botschaft zur Revisionsvorlage ist die Streichung von Art. 38 Abs. 1 BankG wie folgt motiviert worden (BBl 1998 S. 3875 f.): |\n||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n[…] |\n||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\nc) Mit der Aufhebung des in Art. 38 Abs. 1 aBankG statuierten Vorbehalts zugunsten kantonalrechtlicher Haftungsbestimmungen galten fortan ebenso für die Organe der Kantonalbanken die spezifischen Verantwortlichkeitsregeln des Bundes im Sinne von Art. 39 – 45 aBankG. Aufgrund der derogatorischen Kraft des Bundesrechts (Art. 49 Abs. 1 BV) hatte die bisherige kantonale materielle Haftungsvorschrift gemäss Art. 28 alt Kantonalbankgesetz […] in Bezug auf alle mit der Geschäftsführung oder mit der Oberleitung, Aufsicht und Kontrolle der Glarner Kantonalbank betrauten Personen keine eigenständige Bedeutung mehr (siehe dazu Ruch, St. Galler Kommentar zu Art. 49 BV, Rz. 1 ff.). Anzumerken bleibt in diesem Zusammenhang, dass die einschlägige Haftungsnorm von Art. 41 aBankG nicht danach unterschied, ob die einzelnen Verantwortungsträger in einer privat- oder öffentlichrechtlichen Beziehung zur Bank standen. |\n||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n3.2. a) Mit der Gesetzesnovelle vom 3. Oktober 2003 erfuhr das eidgenössische Bankengesetz abermals eine Revision (AS 2004 S. 2767 ff.); die geänderten Bestimmungen traten am 1. Juli 2004 in Kraft (AS 2004 S. 2776). Neu geregelt wurde namentlich das Verantwortlichkeitsrecht gemäss Art. 39 ff. BankG. Während Art. 40 – 45 BankG ersatzlos aufgehoben wurden, erhielt Art. 39 BankG folgenden neuen Wortlaut (AS 2004 S. 2774): |\n||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\nb) In der Botschaft des Bundesrates vom 2. November 2002 finden sich zur anschliessend umgesetzten Revision von Art. 39 ff. BankG die nachstehend zitierten Ausführungen (BBl 2002 S. 8105 f.): |\n||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\nc) Art. 39 Abs. 1 BankG verweist zur Regelung der Verantwortlichkeit der Bankorgane und insofern ebenso der daraus abgeleiteten Ersatzansprüche integral auf Art. 752-760 OR. |\n||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|"}