{"Signatur": "GL_OG_001", "Spider": "GL_Omni", "Sprache": "de", "Datum": "2018-06-06", "HTML": {"Datei": "GL_Omni/GL_OG_001_OG-2015-00024_2018-06-06.html", "URL": "/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&WebServerUrl=&WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&OmnisLibrary=JURISWEB&OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&OmnisServer=JURISWEB,7000&Parametername=WEB&Schema=GLWEB&Source=&Aufruf=getMarkupDocument&cSprache=DE&nF30_KEY=955&W10_KEY=266135&nTrefferzeile=9&Template=simple/search_result_document.html", "Checksum": "b6396e90d03f8cf7c4c73365175d0893"}, "Scrapedate": "2026-04-11", "Num": ["OG.2015.00024", "OGZ.2018.103"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Glarus Obergericht 06.06.2018 OG.2015.00024 (OGZ.2018.103)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Glaris Obergericht 06.06.2018 OG.2015.00024 (OGZ.2018.103)"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Glarona Obergericht 06.06.2018 OG.2015.00024 (OGZ.2018.103)"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Glarus Obergericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Glaris Obergericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Glarona Obergericht "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Forderung"}], "ScrapyJob": "446973/48/2475", "Zeit UTC": "11.04.2026 04:48:40", "Checksum": "afe0f3cf59873e3451cac8b8d3723657", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Glarus Obergericht 06.06.2018 OG.2015.00024 (OGZ.2018.103)\nRegeste:\nForderung\n\n\n1.1 Die hier zu beurteilende Verantwortlichkeitsklage der Klägerin geht auf Kreditvergaben in den Jahren 2005 – 2007 zurück. Damals war die GLKB als selbständige Anstalt des öffentlichen Rechts mit eigener Rechtspersönlichkeit organisiert (Art. 1 Abs. 1 aKBG). Der Kanton stellte der GLKB das erforderliche Grund- bzw. Dotationskapital bereit (Art. 8 aKBG) und gewährte ihr umfassende Staatsgarantie, indem der Kanton im Aussenverhältnis für alle Verbindlichkeiten der Bank haftet, soweit deren eigene Mittel nicht ausreichen (Art. 5 Abs. 1 aKBG; siehe dazu auch Strasser, in: in: Watter/Vogt/Bauer/Winzeler [Hrsg.], Basler Kommentar, Bankengesetz, Basel 2005, N 48-50 zu Art. 3a). |\n||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n1.2.1 Dem Bankrat oblag die Oberleitung der Bank sowie die Aufsicht und Kontrolle der Geschäftsführung (Art. 15 aKBG sowie Art. 43 Abs. 1 und Art. 50 Abs. 1 aGOR). Wahlbehörde für die Mitglieder des Bankrates war der Landrat (Kantonsparlament) (Art. 23 lit. a aKBG). Den Vorsitz des Bankrates hatte der Bankpräsident inne (Art. 13 Abs. 1 und Art. 18 aKBG), welcher die Bank nach aussen vertrat, insbesondere auch im Landrat (Art. 18 Abs. 2 aKBG). An den Sitzungen des Bankrats nahm jeweils auch der CEO der Bank (dazu gleich nachstehend) mit beratender Stimme teil (Art. 58 aGOR). Innerhalb des Bankrates bestanden drei ständige Ausschüsse: der Strategie- und Personalausschuss, der Prüfungsausschuss sowie der Risikoausschuss (Art. 16 Abs. 1 aKBG sowie Art. 62 und Art. 64 aGOR). |\n||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n1.2.2 Die Geschäftsführung war zuständig für die gesamte Führung der Geschäfte und die Vertretung der Bank nach aussen (Art. 19 Abs. 1 aKBG und Art. 75 Abs. 1 GOR); als Vorsitzender amtete der Chief Executive Officer [CEO] (Art. 74 Abs. 1 aGOR), wobei das ganze Gremium unter der unmittelbaren Aufsicht des Bankpräsidenten stand (Art. 73 Abs. 2 aGOR). Die Wahl der Mitglieder der Geschäftsführung bzw. Geschäftsleitung (so die Terminologie in Art. 73 ff. aGOR) fiel in die Zuständigkeit des Bankrates (Art. 15 lit. c aKBG sowie Art. 51 Ziff. 4 lit. a und Art. 74 Abs. 1 aGOR). |\n||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\nAuf der Stufe der Geschäftsleitung bestand ein Kreditausschuss, wobei allerdings dieser Ausschuss zumindest im aGOR nicht erwähnt ist (irreführend die Vorinstanz mit ihrem Verweis auf die Ausschüsse des Bankrates, act. 290 S. 60 E. 17.1.3.). Gemäss der ab 1. Mai 2005 geltenden Kompetenzordnung der GLKB gehörten dem Kreditausschuss der CEO sowie der Bereichsleiter Privatkunden und der Bereichsleiter Geschäftskunden an (act. 95/76 S. 2 Legende: „KAS“), mithin alles Personen der oberen Führungsebene (Art. 72 Abs. 2 lit. a und b sowie Art. 74 Abs. 1 aGOR). In die Zuständigkeit des Kreditausschusses fielen Entscheidungen über Kreditausleihungen ab CHF 2 Mio. (Privatkunden) bzw. ab CHF 10 Mio. (Geschäfts- bzw. Firmenkunden) bis zur Höhe von 10 % der Bankeigenmittel (act. 95/76 S. 10 Ziff. 1 und S. 14 Ziff. 1 i.V.m. S. 3 Ziff. 13). |\n||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n1.2.3 Für die Wahl der externen (obligationenrechtlichen) Revisionsstelle im Sinne von Art. 727 OR (siehe dazu Art. 20 aKBG) war der Landrat zuständig (Art. 23 lit. b aKBG). Weil indes die GLKB unbestrittenermassen dem Bankengesetz unterstellt ist, muss neben der eben erwähnten externen Revisionsstelle zusätzlich noch eine bankengesetzliche Revisionsstelle installiert sein (Art. 18 Abs. 1 aBankG; siehe auch Art. 21 aKBG). Die Wahl dieser bankengesetzlichen Revisionsstelle oblag dem Bankrat (Art. 15 lit. e aKBG; Art. 51 Ziff. 4 lit. c aGOR). |\n||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\nDem Landrat stand es im Rahmen seiner Wahlkompetenz frei, die vom Bankrat eingesetzte bankengesetzlichen Revisionsstelle zugleich auch als externe Revisionsstelle zu wählen (Art. 20 Abs. 1 2. Satz aKBG) und damit den obligationenrechtlichen und den bankengesetzlichen Prüfauftrag bei einer Kontrollinstanz zusammenzufassen. Letzteres entsprach jedenfalls im hier interessierenden Zeitraum 2005 – 2007 gängiger Praxis im schweizerischen Bankenwesen (Watter, in: Watter/ Vogt/Bauer/Winzeler [Hrsg.], Basler Kommentar, Bankengesetz, Basel 2005, N 15 zu Art. 18). |\n||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\nA.______ gehörte von Juli 1987 bis Januar 2008 dem Bankrat an. Seit Juli 1990 bis zu seinem Rücktritt amtete er als Bankpräsident (act. 93 Rz. 39 und act. 143 Rz. 81). |\n||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|"}