{"Signatur": "GL_OG_001", "Spider": "GL_Omni", "Sprache": "de", "Datum": "2016-09-23", "HTML": {"Datei": "GL_Omni/GL_OG_001_OG-2015-00006_2016-09-23.html", "URL": "/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&WebServerUrl=&WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&OmnisLibrary=JURISWEB&OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&OmnisServer=JURISWEB,7000&Parametername=WEB&Schema=GLWEB&Source=&Aufruf=getMarkupDocument&cSprache=DE&nF30_KEY=793&W10_KEY=266135&nTrefferzeile=4&Template=simple/search_result_document.html", "Checksum": "e5c74efd75770fe9a047fbbb551453de"}, "Scrapedate": "2026-04-11", "Num": ["OG.2015.00006", "OGS.2017.36"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Glarus Obergericht 23.09.2016 OG.2015.00006 (OGS.2017.36)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Glaris Obergericht 23.09.2016 OG.2015.00006 (OGS.2017.36)"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Glarona Obergericht 23.09.2016 OG.2015.00006 (OGS.2017.36)"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Glarus Obergericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Glaris Obergericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Glarona Obergericht "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "fahrlässige Körperverletzung"}], "ScrapyJob": "446973/48/2475", "Zeit UTC": "11.04.2026 04:52:36", "Checksum": "cfc8c4e601ab363e009b04d684c877be", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Glarus Obergericht 23.09.2016 OG.2015.00006 (OGS.2017.36)\nRegeste:\nfahrlässige Körperverletzung\n\n|\n|\n|\n|\n|\nKanton Glarus\n|\n|\n|\n|\nObergericht\n|\n|\n|\n|\n|\n|\n|\n|\n|\n|\nUrteil\nund Beschluss vom 23. September 2016\n|\n|\n|\n|\nVerfahren\nOG.2015.00006\n|\n|\n|\n|\n|\n|\nA.______\n|\n|\nBeschuldigter,\n|\n|\nBerufungskläger und\n|\n|\nAnschlussberufungsbeklagter\n|\n|\n|\n|\nverteidigt\ndurch B.______\n|\n|\n|\n|\n|\n|\ngegen\n|\n|\n|\n|\n|\n|\n1. Staatsund Jugendanwaltschaft\n|\n|\nAnklägerin und\n|\n|\nBerufungsbeklagte\n|\n|\n|\n|\n2. C.______\n|\n|\nPrivatkläger,\n|\n|\nBerufungsbeklagter und\n|\n|\nAnschlussberufungskläger\n|\n|\n|\n|\nvertreten\ndurch D.______\n|\n|\n|\n|\n|\n|\nbetreffend\n|\n|\n|\n|\nfahrlässige\nKörperverletzung\n|\n|\n|\n|\nAnträge\ndes Beschuldigten, Berufungsklägers und Anschlussberufungsbeklagten\n(gemäss Berufungserklärung vom 15. Januar 2015 [act. 27] sowie\nden Ausführungen der Substitutin des Verteidigers an der Verhandlung vom\n23. Oktober 2015 [act. 47-49], sinngemäss):\n|\n|\n|\n|\n1.\n|\nEs sei das Urteil der\nStrafgerichtskommission des Kantonsgerichts Glarus vom 15. Oktober\n2014 im Verfahren SG.2014.00061 vollumfänglich aufzuheben.\n|\n|\n|\n|\n|\n2.\n|\nEs sei der Beschuldigte vom\nVorwurf der fahrlässigen Körperverletzung im Sinne von Art. 125\nAbs. 1 StGB freizusprechen.\n|\n|\n|\n|\n|\n3.\n|\nDie Zivilforderungen des\nPrivatklägers seien auf den Zivilweg zu verweisen.\n|\n|\n|\n|\n|\n4.\n|\nEs sei ein unfallanalytisches\nGutachten einzuholen, insbesondere betreffend die Lichtverhältnisse am\nUnfallort, die genaue Lage der Unfallstelle sowie der Fahrgeschwindigkeit\ndes Privatklägers zum Zeitpunkt des Aufpralls.\n|\n|\n|\n|\n|\n5.\n|\nEs sei ein Augenschein an der\nUnfallstelle bei gleichgelagerten Verhältnissen wie am Unfalltag\ndurchzuführen.\n|\n|\n|\n|\n|\n6.\n|\nAlles unter Kosten- und\nEntschädigungsfolgen zu Lasten des Staates.\n|\n|\n|\n|\n|\nAnträge\ndes Privatklägers, Berufungsbeklagten 2 und Anschlussberufungsklägers (gemäss\nAnschlussberufungserklärung vom 10. Februar 2015 [act. 32] sowie\nden Ausführungen seiner Rechtsvertreterin an der Verhandlung vom\n23. Oktober 2015 [act. 47-48, 50], sinngemäss):\n|\n|\n|\n|\n1.\n|\nEs sei Dispositiv Ziff. 4\ndes Urteils der Strafgerichtskommission des Kantonsgerichts Glarus vom\n15. Oktober 2014 im Verfahren SG.2014.00061 aufzuheben.\n|\n|\n|\n|\n|\n2.\n|\nDer Beschuldigte sei zu\nverpflichten, dem Privatkläger, Berufungsbeklagten 2 und\nAnschlussberufungskläger eine Genugtuung nach Ermessen des Gerichts,\nmindestens aber von CHF 10‘000.– zu bezahlen.\n|\n|\n|\n|\n|\n3.\n|\nAlles unter Kosten- und\nEntschädigungsfolgen zu Lasten des Beschuldigten.\n|\n|\n|\n|\n|\nAnträge der Anklägerin, Berufungsbeklagten 1\nund Anschlussberufungsklägerin (gemäss Eingaben vom 9. Februar\n2015 [act. 31] und vom 14. September 2015 [act. 37], sinngemäss):\n|\n|\n|\n|\nEs sei\ndie Berufung des Beschuldigten abzuweisen und das angefochtene Urteil\nvollumfänglich zu bestätigen.\n|\n|\n____________________\n|\n|\n|\n|\n|\n|\nI.\nProzessverlauf und Gegenstand der Berufung\n|\n|\n|\n|\n1.\n|\nDem vorliegenden Berufungsbzw. Anschlussberufungsverfahren liegt ein Verkehrsunfallereignis vom\n25. Oktober 2013 in Schwanden (Glarus Süd) zugrunde, bei welchem sich\nder Privatkläger C.______ verletzte. Die Staatsanwaltschaft des Kantons\nGlarus erliess deswegen gegen A.______ am 15. April 2014 bzw.\n28. April 2014 (Rektifikat) einen Strafbefehl (act. 1/I/031 und\nact. 1/I/032 = act. 2) wegen fahrlässiger Körperverletzung im\nSinne von Art. 125 Abs. 1 StGB. Da A.______ gegen diesen\nStrafbefehl rechtzeitig (vgl. act. 1/I/033 i.V.m. act. 1/III/001)\nEinsprache erhob (act. 1/III/001), überwies die Staatsanwaltschaft die\nSache am 22. Juli 2014 der Strafgerichtskommission des Kantonsgerichts\ndes Kantons Glarus zur Durchführung des Hauptverfahrens (vgl. act. 3).\n|\n|\n2.\n|\nDie Strafgerichtskommission\nsprach A.______ mit Urteil vom 15. Oktober 2014 (act. 16 =\nact. 23) der fahrlässigen Körperverletzung im Sinne von Art. 125 Abs.\n1 StGB schuldig. Sie bestrafte ihn mit einer bedingten Geldstrafe von\n20 Tagessätzen zu je CHF 70.– und setzte die Probezeit auf zwei\nJahre fest. Zudem wurde A.______ mit einer Busse von CHF 500.– belegt\nund verpflichtet, C.______ CHF 3‘000.– als Schadenersatz sowie\nCHF 1‘500.– als Genugtuung zu bezahlen.\n|\n|\n3.\n|\nDieses vorinstanzliche Urteil\nwurde den Parteien am 14. November 2014 in unbegründeter Fassung\n(act. 16) zugestellt (act. 17-18, 20, 22). Mit Eingabe vom\n24. November 2014 (act. 22) meldete A.______\nrechtzeitig Berufung an. Das begründete Urteil (act. 23) wurde ihm am 30. Dezember\n2014 zugestellt (act. 26). Mit Eingabe vom 15. Januar 2015\n(act. 27) reichte A.______ innert Frist die Berufungserklärung ein.\nDaraufhin erhoben die Staatsanwaltschaft wie auch der Privatkläger C.______\nfristgerecht Anschlussberufung (vgl. act. 29-32), wobei Erstere ihre\nAnschlussberufung (act. 31) mit Schreiben vom 14. September 2015\n(act. 37) wieder zurückzog. In ihren Berufungs- bzw.\nAnschlussberufungserklärungen respektive anlässlich der am 23. Oktober\n2015 abgehaltenen Berufungsverhandlung (act. 38; act. 47-50)\nliessen die Parteien die eingangs erwähnten Anträge stellen. Vorgängig zur\nBerufungsverhandlung führte das Gericht in Anwesenheit der Parteien am\nAbend des 20. Oktober 2015 an der Unfallstelle in Schwanden einen Augenschein\ndurch (vgl. act. 35, 38, 44).\n|\n|\n4.\n|\nIm Nachgang zur\nBerufungsverhandlung zog das Gericht zwecks Ergänzung der Beweise die Akten\ndes bei der […], dem Unfallversicherer des Privatklägers C.______,\nlaufenden Verfahrens bei (act. 54-58). Diese Akten wurden den Parteien\nzwecks Gewährung des rechtlichen Gehörs (vgl. Art. 3 Abs. 2\nlit. c StPO; hierzu auch Heimgartner/Niggli, BSK-StPO, Art. 349\nN 1; Schmid, Handbuch StPO, N 1339) am 4. November 2015\nzugeschickt (act. 59). A.______ liess sich hierzu mit Eingabe vom\n12. November 2015 (act. 64), der Privatkläger C.______ mit\nebensolcher vom 16. November 2015 (act. 65) vernehmen. Diese\nSchriftsätze wurden den Parteien mit Schreiben vom 20. November 2015\n(act. 67) je wechselseitig zur Kenntnisnahme zugestellt\n(act. 68 f.).\n|\n|\n|\n"}