{"Signatur": "GL_OG_001", "Spider": "GL_Omni", "Sprache": "de", "Datum": "2017-03-09", "HTML": {"Datei": "GL_Omni/GL_OG_001_OG-2013-00061_2017-03-09.html", "URL": "/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&WebServerUrl=&WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&OmnisLibrary=JURISWEB&OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&OmnisServer=JURISWEB,7000&Parametername=WEB&Schema=GLWEB&Source=&Aufruf=getMarkupDocument&cSprache=DE&nF30_KEY=852&W10_KEY=266135&nTrefferzeile=4&Template=simple/search_result_document.html", "Checksum": "2f0e909e0fb544cb21a4c912c1c60045"}, "Scrapedate": "2026-04-11", "Num": ["OG.2013.00061", "OGZ.2017.99"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Glarus Obergericht 09.03.2017 OG.2013.00061 (OGZ.2017.99)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Glaris Obergericht 09.03.2017 OG.2013.00061 (OGZ.2017.99)"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Glarona Obergericht 09.03.2017 OG.2013.00061 (OGZ.2017.99)"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Glarus Obergericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Glaris Obergericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Glarona Obergericht "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Kollokationsklage"}], "ScrapyJob": "446973/48/2475", "Zeit UTC": "11.04.2026 04:51:11", "Checksum": "9b32513a2bdcf5bd950a8290d3e08f60", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Glarus Obergericht 09.03.2017 OG.2013.00061 (OGZ.2017.99)\nRegeste:\nKollokationsklage\n\n1.\n|\na) Werden durch\nStimmenmehrheit oder auf andere Weise eine oder mehrere Gesellschaften unter\neinheitlicher Leitung zusammengefasst, sodass ein Konzern entsteht (vgl.\nMeier-Hayoz/Forstmoser, Schweizerisches Gesellschaftsrecht, 11. Aufl.,\nBern 2012, § 24 N 35 ff.), so können im Rahmen dieser\nLeitung u.a. Verrechnungsverträge eingesetzt werden. Geschieht dies im\nInnenverhältnis zu anderen Gesellschaften des Konzerns, liegt eine sog.\ninterne Konzernverrechnung im Rahmen eines zentralisierten\nKonzernfinanzmanagements vor (Berger, Der Aufrechnungsvertrag, Tübingen\n1996, S. 42 ff.). Dabei wird die Anzahl effektiver Zahlungsströme\nim Konzern durch bi- oder multilaterale Verrechnung der Forderungen und\nVerbindlichkeiten aus dem konzerninternen Waren- und Dienstleistungsverkehr\nminimiert (Zellweger-Gutknecht, BK OR, Art. 120 N 325 f.;\nJagmetti, Cash Pooling im Konzern, Diss. Zürich 2007, S. 57; Berger,\na.a.O., S. 43 ff.).\n|\n|\nb)\n|\nIn diesem Zusammenhang ist auch\nder Begriff „Netting“ gebräuchlich. Er wird für verschiedene Vorgänge\nverwendet, welche grob gesagt alle darauf abzielen, mehrere Bruttobeträge\nin einen einzigen Nettobetrag zu überführen, insbesondere um Transaktionskosten\nzu senken (Zellweger-Gutknecht, BK OR, Art. 120 N 319 m.w.H.,\nauch betreffend Begriffsabgrenzung Netting - Clearing sowie zu den drei typischen\nFormen des Nettings [Zahlungsnetting, Novationsnetting, Liquidationsnetting]).\nWird ein Nettingvertrag zwischen mehr als zwei Parteien abgeschlossen (multilaterales\nNetting), also auf das verrechnungsrechtliche Gegenseitigkeitserfordernis\n(vgl. Art. 120 Abs. 1 OR) verzichtet, was zulässig ist (Peter,\nBSK OR I, Art. 120 N 6, 9), erlöschen die davon erfassten\nObligationen durch sog. Skontration (vgl. Becker, BK Art. 1-183 OR,\nBern 1945, Vorbem. zu Art. 120-126 N 11, wonach bei der Skontration\ndurch Delegation und Zession eine Substitution von Schuldnern und Gläubigern\nhergestellt wird, die die Verrechnung ermöglichen soll; möglich ist dabei\nauch der Abschluss von Skontrationsverträgen, womit ein besonderer\nSkontrationsverband mit Skontrationszwang und ein besonderes\nSkontrationsverhältnis begründet wird). Es liegt dabei eine Multilateralabrede\nvor, wonach erstens alle Teilnehmer darauf verzichten, über die erfassten\nForderungen inskünftig anderweitig zu verfügen, zweitens ihre bilateralen\nForderungen verrechnen und Leistungen anrechnen und drittens jede Partei\nihr gesamtes Nettoguthaben gegen die Summe ihrer Nettoverbindlichkeiten\n(trotz fehlender Gegenseitigkeit) verrechnet, soweit sich die Beträge\ndecken. Auf diese Weise ergibt sich der sog. Netto-Netto-Saldo (vgl.\nVollrath, Die Endgültigkeit bargeldloser Zahlungen: zivilrechtliche\nGestaltungsvorgaben für grenzüberschreitende Zahlungsverkehrs- und\nAbrechnungssysteme, Berlin 1997, S. 172 ff.).\n|\n|\nc)\n|\nBeim multilateralen Netting\nkann eine zentrale Gegenpartei bzw. Abrechnungsstelle (Netting Center,\nClearingstelle) eingeschaltet werden, welche per bestimmten Stichtagen die\nNettogläubiger- oder Nettoschuldnerposition jeder Gesellschaft gegenüber\nallen anderen Konzerngesellschaften berechnet. In Höhe des\nNetto-Netto-Saldos wird für die Teilnehmer mit positivem Saldo eine\nabstrakte Saldoforderung gebildet. Schuldnerin dieser Saldoforderungen ist\ndabei die zentrale Abrechnungsstelle. Was die rechtsdogmatische Einordnung\nanbelangt, werden in der Lehre teils Parallelen zum Kontokorrent gezogen\nund teils gesellschaftsrechtliche Modelle bemüht (zum Ganzen\n[E. V.E.1a-c]: Zellweger-Gutknecht, BK OR, Art. 120\nN 323 f.; Jagmetti, a.a.O., S. 57; Berger, a.a.O.,\nS. 45 f.; Vollrath, a.a.O., S. 172 ff.).\n|\n|\n"}