{"Signatur": "GL_OG_001", "Spider": "GL_Omni", "Sprache": "de", "Datum": "2013-10-04", "HTML": {"Datei": "GL_Omni/GL_OG_001_OG-2013-00016_2013-10-04.html", "URL": "/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&WebServerUrl=&WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&OmnisLibrary=JURISWEB&OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&OmnisServer=JURISWEB,7000&Parametername=WEB&Schema=GLWEB&Source=&Aufruf=getMarkupDocument&cSprache=DE&nF30_KEY=337&W10_KEY=266135&nTrefferzeile=4&Template=simple/search_result_document.html", "Checksum": "cf43d97c2fc66ea8859d39cb27bad55a"}, "Scrapedate": "2026-04-11", "Num": ["OG.2013.00016", "OGS.2014.22"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Glarus Obergericht 04.10.2013 OG.2013.00016 (OGS.2014.22)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Glaris Obergericht 04.10.2013 OG.2013.00016 (OGS.2014.22)"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Glarona Obergericht 04.10.2013 OG.2013.00016 (OGS.2014.22)"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Glarus Obergericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Glaris Obergericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Glarona Obergericht "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Widerhandlung gegen das kantonale Ruhetagsgesetz"}], "ScrapyJob": "446973/48/2475", "Zeit UTC": "11.04.2026 04:58:15", "Checksum": "bb92e16f666b3a61db43749ec7a80d51", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Glarus Obergericht 04.10.2013 OG.2013.00016 (OGS.2014.22)\nRegeste:\nWiderhandlung gegen das kantonale Ruhetagsgesetz\n\n|\n|\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\nKanton Glarus |\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\nObergericht |\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\nUrteil vom 4. Oktober 2013 |\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\nVerfahren OG.2013.00016 |\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\nB.______ Beschuldigter und |\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\nBerufungskläger |\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\nvertreten durch D.______ |\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\ngegen |\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\nA.______ Anklägerin und |\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\nBerufungsbeklagte |\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\nvertreten durch C.______ |\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\nbetreffend |\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\nWiderhandlung gegen das kantonale Ruhetagsgesetz |\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\nüber die Anträge: |\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\ndes Beschuldigten und Berufungsklägers (gemäss Berufungserklärung vom 13. März 2013): |\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n„1. Es sei das Urteil in der Sache SG.2012.00058, gefällt in der Sitzung vom 7. Februar 2013, vollumfänglich aufzuheben. |\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n2. B.______ sei von den Vorwürfen des Missachtens des Verbots der Durchführung einer Veranstaltung, die geschäftlichen Zwecken dient, gemäss Art. 3 Abs. 1 lit. f i.V.m. Art. 6 des kantonalen Ruhetaggesetzes sowie des Missachtens des Verbots der Durchführung einer öffentlichen Veranstaltung gemäss Art. 4 lit. b i.V.m. Art. 6 des kantonalen Ruhetaggesetzes freizusprechen. |\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n3. Die Bestrafung mit einer Busse von CHF 500.00 [recte: CHF 700.‑] sei aufzuheben. |\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates sowie unter dem Vorbehalt sämtlicher weiterer Rechte zu Gunsten des Berufungsklägers.“ |\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\nDie Staatsanwaltschaft hat innert angesetzter Frist keine Berufungsantwort eingereicht und auch keine Anträge gestellt. |\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n____________________ |\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\nDas Obergericht zieht in Betracht: |\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n1.— a) Die Staatsanwaltschaft des Kantons Glarus erkannte mit Strafbefehl vom 24. April 2012 B.______ für schuldig der Widerhandlung gegen das kantonale Ruhetagsgesetz und auferlegte ihm dafür eine Busse von Fr. 500.‑. Konkret lastet sie B.______ als Geschäftsleiter der [...] an, dass im betreffenden Lokal in der Nacht von Ostersonntag, 8. April 2012 auf Ostermontag, 9. April 2012 Aktivitäten stattgefunden hätten, die mit den Einschränkungen an hohen Feiertagen gemäss kantonalem Ruhetagsgesetz nicht vereinbar seien. |\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\nb) Nach erfolgter Einsprache von B.______ überwies die Staatsanwaltschaft in Anwendung von Art. 356 Abs. 1 StPO die Angelegenheit zur gerichtlichen Beurteilung an den zuständigen Präsidenten der Strafkammer des Kantonsgerichts. |\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\nc) Dieser erachtete in seinem Entscheid vom 7. Februar 2013 die dem Beschuldigten B.______ vorgeworfenen Übertretungstatbestände als erstellt, legte die Busse neu auf Fr. 700.‑ fest und auferlegte dem Beschuldigten die Verfahrenskosten. |\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\nd) Dagegen erhob B.______, inzwischen anwaltlich vertreten, am 13. März 2013 fristgerecht Berufung beim Obergericht, nachdem er den Weiterzug zuvor bereits rechtzeitig bei der Vorinstanz angemeldet hatte. Das Obergericht ordnete in der Folge gestützt auf Art. 406 Abs. 1 lit. c StPO das schriftliche Verfahren an. Am 13. Mai 2013 reichte der Rechtsvertreter des Beschuldigten termingemäss die schriftliche Berufungsbegründung ein. Die Staatsanwaltschaft hat sich innert angesetzter Frist zur Berufung nicht vernehmen lassen. |\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\ne) Am 4. Oktober 2013 fällte das Obergericht seinen Entscheid. Es wies dabei die Berufung im Hauptstandpunkt aus nachfolgenden Überlegungen ab. |\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n2.— a) Stehen wie vorliegend Tatbestände des kantonalen Strafrechts im Blickpunkt, so richtet sich das Verfahren nach der eidgenössischen StPO (Art. 2 EGStPO‑GL). |\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|\n|\n|||||||||||||||||||||||||||||||||||||\n|"}