{"Signatur": "GL_OG_001", "Spider": "GL_Omni", "Sprache": "de", "Datum": "2013-10-04", "HTML": {"Datei": "GL_Omni/GL_OG_001_OG-2012-00042_2013-10-04.html", "URL": "/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&WebServerUrl=&WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&OmnisLibrary=JURISWEB&OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&OmnisServer=JURISWEB,7000&Parametername=WEB&Schema=GLWEB&Source=&Aufruf=getMarkupDocument&cSprache=DE&nF30_KEY=184&W10_KEY=266135&nTrefferzeile=5&Template=simple/search_result_document.html", "Checksum": "608e8e2374535dbe1f9fedfd42da1f6e"}, "Scrapedate": "2026-04-11", "Num": ["OG.2012.00042", "OGZ.2013.80"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Glarus Obergericht 04.10.2013 OG.2012.00042 (OGZ.2013.80)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Glaris Obergericht 04.10.2013 OG.2012.00042 (OGZ.2013.80)"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Glarona Obergericht 04.10.2013 OG.2012.00042 (OGZ.2013.80)"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Glarus Obergericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Glaris Obergericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Glarona Obergericht "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Forderung"}], "ScrapyJob": "446973/48/2475", "Zeit UTC": "11.04.2026 04:58:12", "Checksum": "ba4823558a7e3b00cf55b52d8fdd0447", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Glarus Obergericht 04.10.2013 OG.2012.00042 (OGZ.2013.80)\nRegeste:\nForderung\n\n|\n|\n||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||\n|\nKanton Glarus |\n||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||\n|\nObergericht |\n||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||\n|\nUrteil vom 4. Oktober 2013 |\n||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||\n|\nVerfahren OG.2012.00042 |\n||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||\n|\nErbengemeinschaft des C.______ sel., bestehend aus: |\n||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||\n|\n1. A.______ Kläger und |\n||||||||||||||||\n|\nBerufungskläger |\n||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||\n|\n2. B.______ |\n||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||\n|\nbeide vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Martin Hablützel, |\n||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||\n|\ngegen |\n||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||\n|\n1. Eternit (Schweiz) AG Beklagte und |\n||||||||||||||||\n|\nEternitstrasse 3, Postfach, 8867 Niederurnen Berufungsbeklagte |\n||||||||||||||||\n|\nvertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Edith Blunschi, |\n||||||||||||||||\n|\nc/o Homburger AG, Prime Tower, Postfach 314, |\n||||||||||||||||\n|\n8037 Zürich |\n||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||\n|\n2. X.______ |\n||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||\n|\nvertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Peter Burckhardt, |\n||||||||||||||||\n|\nc/o Schellenberg Wittmer AG, Löwenstrasse 19, |\n||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||\n|\n3. Y.______ |\n||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||\n|\nvertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Roberto Dallafior, c/o Nater Dallafior Rechtsanwälte AG, Postfach 674, 8024 Zürich |\n||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||\n|\nvertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Barbara Klett, c/o Kaufmann Rüedi Rechtsanwälte AG, Alpenquai 28a, 6005 Luzern |\n||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||\n|\nbetreffend |\n||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||\n|\nForderung |\n||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||\n|\nüber die Anträge der Parteien |\n||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||\n|\nA. der Kläger und Berufungskläger (gemäss Berufungseingabe vom 4. Juli 2012): |\n||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||\n|\n||||||||||||||||\n|\nAlles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.\" |\n||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||\n|\nB. der Beklagten und Berufungsbeklagten (laut Berufungsantworten vom 2. und 3. Oktober 2012; sinngemäss): |\n||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||\n|\nEs sei die Berufung abzuweisen und das angefochtene Urteil zu bestätigen, unter solidarischer Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Kläger. |\n||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||\n|\n_____________________________ |\n||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||\n|\nDas Gericht zieht in Betracht: |\n||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||\n|\nI. |\n||||||||||||||||\n|\n(Sachverhalt und Prozessgeschichte) |\n||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||\n|\n1.— a) Der 1953 geborene C.______ sel. wohnte mit seinen Eltern von 1961 bis 1972 in Niederurnen in einem Miethaus der Eternit (Schweiz) AG an der Bahnhofstrasse 33 in unmittelbarer Nähe des Eternit-Fabrikgeländes, wo faserförmige Asbest-Mineralien für die Produktion von Eternit (Asbestzement) verwendet wurden. Zu jener Zeit kam C.______ sel. nach eigenen Angaben häufig mit Asbest in Kontakt, indem er generell den Staubimmissionen aus dem Eternit-Werk ausgesetzt war, namentlich auch in seinem Schlafzimmer, dessen Fenster zum Fabrikareal hin vielfach offen stand; oder indem er als Knabe oft mit Eternitplatten gespielt und auf Eternitröhren herumgekraxelt war. Ferner habe er beim SBB-Bahnhof regelmässig beim Abladen der Asbestsäcke zugesehen. Nach dem Wegzug aus Niederurnen im September 1972 sei er nie mehr mit Asbest in Berührung gekommen. |\n||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||\n|\nb) Im Herbst 2004 wurde bei C.______ sel. ein malignes, mutmasslich asbestinduziertes Pleuramesotheliom (Brustfellkrebs) diagnostiziert. Am 30. Oktober 2006 erlag C.______ seinem Krebsleiden. Er hinterliess seine Ehefrau A.______ und den Sohn B.______. |\n||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||\n|\n2.— a) Noch zu Lebzeiten formulierte C.______ sel. als Folge seiner Asbestkrankheit Schadenersatz- und Genugtuungsansprüche namentlich gegenüber X.______, dem Sohn des früheren Patrons der Eternit-Werke, Z.______ sel. |\n||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||\n|\nb) Im Februar 2006 erhielt C.______ sel. zufolge seiner Krebserkrankung von der Eternit (Schweiz) AG bzw. einer von dieser errichteten Stiftung eine Entschädigung von Fr. 40‘000.‑ ausbezahlt, wobei die Zahlung „freiwillig und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht“ erfolgte. |\n||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||\n|\nc) Mit Eingabe vom 16. Juli 2009 erhoben die Witwe und der Sohn von C.______ sel. beim Kantonsgericht Glarus Klage gegen die Eternit (Schweiz) AG, ferner gegen die beiden Söhne von Z.______ sel., X.______ und Y.______, sowie gegen die Schweizerischen Bundesbahnen. In ihrem als Teilklage formulierten Rechtsbegehren (siehe oben Antrag Ziff. 4) beantragen die Kläger die solidarische Verurteilung der Beklagten zur Bezahlung von Fr. 110‘000.‑ Genugtuung nebst Zins „als finanzielle Kompensation der von C.______ sel. erlittenen seelischen Unbill durch das Asbestkrebsleiden“. Bei der Bezifferung der geforderten Genugtuung haben die Kläger die C.______ sel. im Februar 2006 zugegangene Entschädigung von Fr. 40‘000.‑ miteinberechnet; dementsprechend haben sie in ihrem Rechtsbegehren auch den Verzugszins abgestuft, den sie ab dem Zeitpunkt der Diagnose des Krebsleidens am 15. November 2004 geltend machen. |\n||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||\n|\n3.— Mit Urteil vom 29. März 2012 wies das Kantonsgericht die Klage von A.______ und B.______ zufolge Verjährung ab, auferlegte ihnen ausgangsgemäss die Verfahrenskosten und verpflichtete sie zur Bezahlung einer Parteientschädigung an die beklagten Parteien (Dispositiv Ziff. 2‑4). |\n||||||||||||||||\n|\n|\n||||||||||||||||\n|"}