Infolgedessen besteht seine Strategie darin, Situationen möglichst vollständig zu kontrollieren („Dominanzfokus“;). Als sich daher in den Raubüberfällen Situationen ergaben, in denen der Beschuldigte zumindest subjektiv glaubte, die Kontrolle verlieren zu können, war er nicht mehr die kühl handelnde und planende Person. Der drohende Kontrollverlust dürfte dabei nach Ansicht des Gutachters zu einer nennenswerten innerlichen Anspannung geführt haben. In diesen Momenten sei Gewalt nicht mehr nur rein instrumentell eingesetzt worden, sondern sei stark emotional unterfüttert gewesen, was schliesslich den Boden für eine ausgeprägte, deutlich überproportionale Gewaltanwendung geebnet habe.