{"Signatur": "GL_OG_001", "Spider": "GL_Omni", "Sprache": "de", "Datum": "2012-10-02", "HTML": {"Datei": "GL_Omni/GL_OG_001_OG-2012-00021_2012-10-02.html", "URL": "/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&WebServerUrl=&WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&OmnisLibrary=JURISWEB&OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&OmnisServer=JURISWEB,7000&Parametername=WEB&Schema=GLWEB&Source=&Aufruf=getMarkupDocument&cSprache=DE&nF30_KEY=167&W10_KEY=266135&nTrefferzeile=4&Template=simple/search_result_document.html", "Checksum": "7bca23d74540df79e3f9802ce32c0dda"}, "Scrapedate": "2026-04-11", "Num": ["OG.2012.00021", "OGS.2013.11"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Glarus Obergericht 02.10.2012 OG.2012.00021 (OGS.2013.11)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Glaris Obergericht 02.10.2012 OG.2012.00021 (OGS.2013.11)"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Glarona Obergericht 02.10.2012 OG.2012.00021 (OGS.2013.11)"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Glarus Obergericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Glaris Obergericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Glarona Obergericht "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Beschwerde gegen Einstellungsverfügung"}], "ScrapyJob": "446973/48/2475", "Zeit UTC": "11.04.2026 04:59:14", "Checksum": "07e9fd69ffe386292d7c11e42fe3460c", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Glarus Obergericht 02.10.2012 OG.2012.00021 (OGS.2013.11)\nRegeste:\nBeschwerde gegen Einstellungsverfügung\n\nII.\n|\n|\n|\n|\n1.— Die Beschwerde ist\nzulässig gegen Verfügungen der Staatsanwaltschaft (Art. 393 Abs. 1\nlit. a StPO; vgl. auch Art. 322 Abs. 2 StPO).\n|\n|\n|\n|\n2.— a) Ein\nRechtsmittel ergreifen kann jede Partei, die ein rechtlich geschütztes\nInteresse an der Aufhebung oder Änderung eines Entscheides hat (Art. 382\nAbs. 1 StPO). Der Parteibegriff ist umfassend im Sinne von Art. 104 und\nArt. 105 StPO zu verstehen (Lieber\nin: Donatsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen\nStrafprozessordnung [StPO], Zürich 2010, Art. 382 N 2; Guidon, Die Beschwerde gemäss\nSchweizerischer Strafprozessordnung, Zürich/St. Gallen 2011, Rz. 222).\n|\n|\n|\n|\nb) Der Rechtsvertreter des\nBeschuldigten stellt sich in der Stellungnahme vom 30. Mai 2012 auf den\nStandpunkt, dass die Beschwerdeführerin nicht zur Beschwerde legitimiert sei.\n|\n|\n|\n|\nc) Als Privatklägerschaft\ngilt die geschädigte Person, die ausdrücklich erklärt, sich am Strafverfahren\nals Straf- oder Zivilkläger zu beteiligen (Art. 118 Abs. 1 StPO).\nDer Strafantrag ist dieser Erklärung gleichgestellt (Art. 118\nAbs. 2 StPO). Die Erklärung kann schriftlich oder mündlich zu Protokoll\nabgegeben werden (Art. 119 Abs. 1 StPO). In ihrer Erklärung kann\ndie Privatklägerschaft (kumulativ oder alternativ) die Verfolgung und\nBestrafung der für die Straftat verantwortlichen Person verlangen\n(„Strafklage“, Art. 119 Abs. 2 lit. a StPO) und/oder\nadhäsionsweise privatrechtliche Ansprüche geltend machen, die aus der\nStraftat abgeleitet werden („Zivilklage“, Art. 119 Abs. 2\nlit. b StPO). Die geschädigte Person kann zivilrechtliche Ansprüche aus\nder Straftat als Privatklägerschaft adhäsionsweise im Strafverfahren geltend\nmachen (Art. 122 Abs. 1 StPO). Die in der Zivilklage\nerhobene Forderung ist nach Möglichkeit in der Erklärung der Parteistellung\nals Privatklägerschaft (Art. 118 i.V.m. Art. 119 StPO) zu beziffern\nund, unter Angabe der angerufenen Beweismittel, kurz schriftlich zu begründen\n(Art. 123 Abs. 1 StPO; Urteil des Bundesgerichts 1B_476/2011, vom\n30. November 2011).\n|\n|\nNach der\nRechtsprechung des Bundesgerichts muss der Privatstrafkläger zwar seine\nZivilansprüche im Untersuchungsverfahren noch nicht (adhäsionsweise) geltend\ngemacht haben, damit er zur Beschwerde gegen definitive Einstellungen befugt\nist. Er hat jedoch darzulegen, welche Zivilansprüche er gegen beschuldigte Personen\nstellen möchte, sofern dies – etwa aufgrund der Natur der untersuchten\nStraftat – nicht ohne weiteres aus den Akten ersichtlich ist (BGE 137 IV\n219 E. 2.4. S. 222 f.; 246 E. 1.3.1 S. 247 f.;\nje mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 1B_78/2012 vom 3. Juli 2012). Als\nnahe Angehörige der verstorbenen Person in einer Strafuntersuchung wegen\nfahrlässiger Tötung erfüllt die Beschwerdeführerin grundsätzlich den\nOpferbegriff (Art. 1 Abs. 2 OHG). Sie beansprucht sinngemäss\nGenugtuung und Schadenersatz für die Tötung ihres Mannes (vgl. Art. 47\nOR).\n|\n|\nWohl hat die Beschwerdeführerin\nvorliegend nicht erklärt, als Privatstrafklägerin am Verfahren teilzunehmen.\nAllerdings ist sie von der Staatsanwaltschaft vor Erlass der\nEinstellungsverfügung auch nicht auf diese Möglichkeit hingewiesen worden.\nDamit ist A.______ zur Beschwerde legitimiert, auch wenn sie bisher keine\nkonkreten Zivilansprüche geltend gemacht hat; andernfalls könnte sie ihre\nRechte als Zivilklägerin verlieren (vgl. Lieber\nin: Donatsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen\nStrafprozessordnung [StPO], Zürich 2010, Art. 118 N 14 f.).\n|\n|\n|\n|\n|\n|\n"}