{"Signatur": "GL_KG_002", "Spider": "GL_Omni", "Sprache": "de", "Datum": "2015-03-19", "HTML": {"Datei": "GL_Omni/GL_KG_002_ZG-2010-00646_2015-03-19.html", "URL": "/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&WebServerUrl=&WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&OmnisLibrary=JURISWEB&OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&OmnisServer=JURISWEB,7000&Parametername=WEB&Schema=GLWEB&Source=&Aufruf=getMarkupDocument&cSprache=DE&nF30_KEY=480&W10_KEY=266135&nTrefferzeile=7&Template=simple/search_result_document.html", "Checksum": "6eeb03ec5f26f15cb1234046a1558c01"}, "Scrapedate": "2026-04-11", "Num": ["ZG.2010.00646", "ZG.2015.13"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Glarus Kantonsgericht Zivilkammern 19.03.2015 ZG.2010.00646 (ZG.2015.13)"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Glarus Kantonsgericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Glaris  Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Glarona  Zivilkammern"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Forderung"}], "ScrapyJob": "446973/48/2475", "Zeit UTC": "11.04.2026 04:55:09", "Checksum": "485713f0e5d63239595f56d66f79fcd9", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Glarus Kantonsgericht Zivilkammern 19.03.2015 ZG.2010.00646 (ZG.2015.13)\nRegeste:\nForderung\n\n\nKreditvorlagen und Sitzungsprotokolle der Bank herbeizuziehen.\nGemäss Art. 85 Abs. 1 GOR sind\ndie Beschlüsse der Geschäftsleitung in einem Protokoll festzuhalten, das\nvom Sitzungspräsidenten und von der protokollführenden Person zu\nunterzeichnen ist. Vorliegend sind nur wenige Protokolle der Sitzungen des\nKreditausschusses doppelt unterzeichnet. Das Gericht ist jedoch davon überzeugt,\ndass auch die einfach unterschriebenen Protokolle die Geschehnisse an den\njeweiligen Kreditausschuss-Sitzungen unverfälscht wiedergeben und lässt\ndaher als Beweismittel diese, alleine von der Protokollführerin\nunterschriebenen Protokolle, genügen. Bezüglich einiger Kreditentscheide\nsind die Protokolle jedoch nicht unterschrieben oder die Klägerin hat gar\nkeine Protokolle eingereicht, obwohl das Gericht sie mit Verfügung vom 15.\nApril 2013 aufgefordert hatte, die betreffenden Kreditdossiers vollständig\nund im Original zu edieren. Das Gericht hatte die Klägerin in der genannten\nVerfügung auch darauf hingewiesen, dass, wenn eine Partei die Mitwirkung\nverweigert oder wenn diese mangelhaft ist, dies das Gericht gemäss Art. 181\nAbs. 1 ZPO GL bei der Beweiswürdigung berücksichtigen werde. Dem entsprechend\nkönnen vorliegend die fehlenden und nicht unterschriebenen Protokolle des\nKreditausschusses nicht berücksichtigt werden, zumal sich ohne Protokolle\ndie Verantwortlichkeiten für die betreffenden Kreditvergaben auch nicht schlüssig\nfeststellen lassen. Folgende Verantwortlichkeiten lassen sich feststellen:\nS.______:\nRahmenkreditvertrag vom 29. Juni 2005 resp. 1. Juli\n2005:\nKreditlimite\nCHF 0.5 Mio.\nbewilligt\ndurch H.______ als Arbeitnehmer\nRahmenkreditvertrag vom 7. resp. 12. und 13.\nDezember 2005:\nKreditlimite\nneu CHF 5.3 Mio.\nbewilligt\ndurch Kreditausschuss: F.______, G.______ und H.______ als\nArbeitnehmer\nRahmenkreditvertrag vom 3. resp. 13. März 2006:\nKreditlimite\nneu CHF 11.7 Mio.\nbewilligt\ndurch Kreditausschuss: F.______, G.______, H.______ als Arbeitnehmer\nRahmenkreditvertrag vom 24. resp. 25. Oktober 2006:\nKreditlimite\nneu CHF 16.5 Mio.\nbewilligt\ndurch Kreditausschuss: H.______, F.______, G.______\nT.______:\nRahmenkreditvertrag vom 11. resp. 14. November 2005:\nKreditlimite\nCHF 3.5 Mio.\nbewilligt\ndurch Kreditausschuss: Protokoll nicht unterzeichnet\nRahmenkreditvertrag vom 17. resp. 22. November 2006:\nKreditlimite\nneu CHF 4.35 Mio.\nbewilligt\ndurch Kreditausschuss: H.______, kein Protokoll Kreditausschuss eingereicht\nU.______:\nRahmenkreditvertrag vom 19. Dezember 2007:\nKreditlimite\nCHF 1.0 Mio.\nbewilligt\ndurch H.______\nV.______:\nDarlehensvertrag vom 15. resp. 18. Oktober 2007:\nKredit\nEUR 350'000.— (entspricht CHF 585'270.—, Kurs 1.6722 am 18. Oktober 2007,\nwww.finanzen.ch, Währungsrechner)\nbewilligt\ndurch H.______\nX.______:\nRahmenkreditvertrag vom 7. resp. 9. Dezember 2005:\nKreditlimite\nCHF 2.16 Mio.\nbewilligt\ndurch Kreditausschuss: kein Protokoll eingereicht\nRahmenkreditvertrag vom 5. resp. 13. März 2007:\nKreditlimite\nneu CHF 4.42 Mio.\nbewilligt\ndurch Kreditausschuss: H.______ und F.______\nW.______:\nRahmenkreditvertrag vom 5. resp. 6. September 2006:\nKredit\nCHF 5.6 Mio.\nbewilligt\ndurch Kreditausschuss: Protokoll nicht unterzeichnet\nRahmenkreditvertrag vom 24. und 27. April 2007 resp.\n14. Mai 2007:\nKredit\nEUR 5.5 Mio. (entspricht CHF 9.08 Mio.; Kurs 1.6515 am 14. Mai 2007,\nwww.finanzen.ch, Währungsrechner)\nbewilligt\ndurch Kreditausschuss: H.______ und G.______\nDamit haben die Beklagten 6 – 8 für die Vergabe\nder folgenden Kreditsummen nachweislich ihre Sorgfaltspflichten verletzt:\nF.______: S.______: Krediterhöhung\num CHF 16 Mio.\nX.______: Krediterhöhung\num CHF 2.26 Mio.\nTotal: CHF\n18.26 Mio.\n(36.0 %\nim Verhältnis der Totale der drei Geschäftsleitungsmitglieder)\nG.______: S.______: Krediterhöhung\num CHF 16 Mio.\nW.______: Krediterhöhung\num CHF 3.48 Mio.\nTotal: CHF\n19.48 Mio.\n(38.4 %\nim Verhältnis der Totale der drei Geschäftsleitungsmitglieder)\nH.______: S.______: Krediterhöhung\num CHF 4.8 Mio.\n(ab 01.08.2006) T.______: Krediterhöhung\num CHF 0.85 Mio.\nU.______: Kredit\nvon CHF 1 Mio.\nV.______: Kredit\nvon EUR 350'000.—\n(CHF\n585'270.—)\nX.______: Krediterhöhung\num CHF 2.26 Mio.\nW.______: Krediterhöhung\num CHF 3.48 Mio.\nTotal: CHF\n12'975'270.—\n(25.6 %\nim Verhältnis der Totale der drei Geschäftsleitungsmitglieder)\nDie Prozentsätze des\nVerhältnisses der Totale der drei Geschäftsleitungsmitglieder zueinander\n(36 % bei F.______, 38.4 % bei G.______ und 25.6 % bei\nH.______, insgesamt 100 %) dienen der Schadenszurechnung (vgl. Ziffer 30\nnachstehend).\nBei den Kreditbeschlüssen durch\nden Kreditausschuss waren allfällig abweichende Meinungen und deren\nBegründungen in den jeweiligen Protokollen festzuhalten, was vorliegend\nnicht gemacht wurde (vgl. Art. 83 Abs. 1 GOR). Wohl mögen die Kreditanträge\nim Kreditausschuss eingehend und mit verschiedenen Meinungen diskutiert\nworden sein. Gemäss den eingereichten Protokollen des Kreditausschusses ist\njedoch davon auszugehen, dass sämtliche jeweils anwesenden Mitglieder die\njeweiligen Entscheide schliesslich mitgetragen haben. Allfällige Handakten\nund mündliche Aussagen dazu sind nicht relevant. Wohl hatte der CEO den\nStichentscheid. Es lag jedoch in der Verantwortung der übrigen Mitglieder\ndes Kreditausschusses, allfällige abweichende Meinungen gemäss Art. 83 Abs.\n1 GOR verbindlich protokollieren zu lassen, auch und gerade im Hinblick auf\nmögliche Verantwortlichkeitsansprüche.\n17.2.3. Pflichtverletzungen\nGeschäftsleitung - Fazit\nZusammenfassend kann\nfestgehalten werden, dass die Geschäftsleitung und damit die Beklagten 6 –\n8 bei den unter Ziffer 17.2.2 vorstehend erwähnten Kreditvergaben gegen\nArt. 3 Abs. 2 aKBG und gegen Art. 4 Abs. 2 GOR verstossen und damit ihre\nPflichten verletzt haben.\n18. Verschulden im Sinne von\nArt. 754 OR\nWeitere Voraussetzung für eine\nzivilrechtliche Verantwortlichkeit des Bankrates und der Geschäftsleitung"}