{"Signatur": "GL_KG_001", "Spider": "GL_Omni", "Sprache": "de", "Datum": "2017-03-08", "HTML": {"Datei": "GL_Omni/GL_KG_001_SG-2016-00082_2017-03-08.html", "URL": "/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&WebServerUrl=&WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&OmnisLibrary=JURISWEB&OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&OmnisServer=JURISWEB,7000&Parametername=WEB&Schema=GLWEB&Source=&Aufruf=getMarkupDocument&cSprache=DE&nF30_KEY=797&W10_KEY=266135&nTrefferzeile=8&Template=simple/search_result_document.html", "Checksum": "d6aefba996719bc6489827372c9797b6"}, "Scrapedate": "2026-04-11", "Num": ["SG.2016.00082", "SG.2017.7"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Glarus Kantonsgericht Strafkammern 08.03.2017 SG.2016.00082 (SG.2017.7)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Glaris Kantonsgericht Strafkammern 08.03.2017 SG.2016.00082 (SG.2017.7)"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Glarona Kantonsgericht Strafkammern 08.03.2017 SG.2016.00082 (SG.2017.7)"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Glarus Kantonsgericht Strafkammern"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Glaris Kantonsgericht Strafkammern"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Glarona Kantonsgericht Strafkammern"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Versuchte vorsätzliche Tötung etc."}], "ScrapyJob": "446973/48/2475", "Zeit UTC": "11.04.2026 04:51:02", "Checksum": "428047dc0c266888720d0aae653a5dd3", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Glarus Kantonsgericht Strafkammern 08.03.2017 SG.2016.00082 (SG.2017.7)\nRegeste:\nVersuchte vorsätzliche Tötung etc.\n\nDie\nPrivatkläger haben ihre Ansprüche nicht weiter begründet und belegt, insbesondere\nist der Schaden bzw. die immaterielle Unbill nicht rechtsgenüglich ausgewiesen.\nDie beiden Privatkläger sind mit ihren Zivilforderungen daher auf den |\n|\n|\n|\n9. Der Privatkläger H.______ verlangt Schadenersatz in Höhe von CHF 77.30. Der Beschuldigte anerkennt die Forderung, wovon Vormerk zu nehmen ist (Art. 126 Abs. 1 lit a StPO i.V.m. Art. 124 Abs. 3 StPO). |\n|\n|\n|\n10. Die Privatklägerin O.______ verlangt Schadenersatz in Höhe von CHF 105.10. Der Beschuldigte anerkennt die Forderung, wovon Vormerk zu nehmen ist (Art. 126 Abs. 1 lit a StPO i.V.m. Art. 124 Abs. 3 StPO). |\n|\n|\n|\n|\n|\nXV. Prozesskosten |\n|\n|\n|\nDie Verfahrenskosten werden vorerst von dem Kanton getragen, in dem das Urteil gefällt wurde (Art. 44 Abs. 1 JStPO). Im Übrigen gelten die Art. 422 - 428 StPO sinngemäss. Die beschuldigte Person trägt die Verfahrenskosten, wenn sie verurteilt wird (Art. 426 Abs. 1 StPO). |\n|\nDem Ausgang des Verfahrens entsprechend hat der Beschuldigte die Verfahrenskosten vollständig zu tragen, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung (Art. 44 Abs. 2 JStPO i.V.m. Art. 426 Abs. 1 Satz 2 StPO). Die übrigen Kosten gehen zu Lasten des Staates. |\n|\nDer Beschuldigte ist, sobald es seine finanziellen Verhältnisse erlauben, verpflichtet, dem Kanton die Kosten für die amtliche Verteidigung (insgesamt CHF 25'312.95.—) zurückzubezahlen (Art. 135 Abs. 4 StPO). |\n|\nEs ist in Kauf zu nehmen, dass der Beschuldigte mit Schulden in sein Erwachsenenleben startet. Der Beschuldigte hat erheblich gegen das Gesetz verstossen, was sich auch im Kostenpunkt auszuwirken hat. |\n|\nDer amtliche Verteidiger ist gemäss der eigereichten Kostennote, welche angemessen und im Rahmen des Tarifs erscheint, zu entschädigen. |\n|\n|\n|\n____________________ |\n|\n|\n|\n|\n|\n|\n|\n|\n|\n1. B.______ ist schuldig |\n|\n|\n|\n- der Gehilfenschaft zum Diebstahl (Roller) gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 25 StGB, in verminderter Schuldfähigkeit im Sinne von Art. 19 Abs. 2 StGB |\n|\n- der versuchten schwere Körperverletzung gemäss Art. 122 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB, in verminderter Schuldfähigkeit im Sinne von Art. 19 Abs. 2 StGB |\n|\n- des versuchten Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB, in verminderter Schuldfähigkeit im Sinne von Art. 19 Abs. 2 StGB |\n|\n- der versuchten vorsätzlichen Tötung gemäss Art. 111 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 und Art. 23 StGB, in verminderter Schuldfähigkeit im Sinne von Art. 19 Abs. 2 StGB |\n|\n- der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte gemäss Art. 285 Abs. 1 StGB, in verminderter Schuldfähigkeit im Sinne von Art. 19 Abs. 2 StGB |\n|\n- des Diebstahls (Wertgegenstände aus dem Fahrzeug Citroën) gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB |\n|\n- der Entwendung eines Motorfahrzeuges zum Gebrauch gemäss Art. 94 Abs. 1 lit. a SVG |\n|\n- des mehrfachen Führens eines Personenwagens ohne im Besitze eines Führerausweises zu sein gemäss Art. 10 Abs. 2 SVG i.V.m. Art. 95 Abs. 1 lit. a SVG |\n|\n|\n|\n2. B.______ wird freigesprochen vom Vorwurf |\n|\n|\n|\n- des geringfügigen Diebstahls (Bargeld) gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 172ter StGB |\n|\n- der mehrfachen Sachbeschädigung (Spiegel am Fahrzeug Fiat und Türschloss am Fahrzeug Citroën) gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB |\n|\n- des mehrfachen geringfügigen Diebstahls (Benzin) gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 172ter StGB |\n|\n- der Nichtbeachtung eines Lichtsignals gemäss Art. 27 Abs. 1 SVG, Art. 68 und 69 Abs. 3 SSV i.V.m. Art. 90 Abs. 1 SVG |\n|\n|\n|\n3. B.______ wird zu einer Freiheitsstrafe von 6 Jahren verurteilt, unter Anrechnung der erstandenen Haft, des vorzeitigen Strafvollzugs sowie der vorsorglichen Unterbringung von insgesamt 531 Tagen sowie des vorzeitigen Strafvollzugs seit 15. Mai 2016. |\n|\n|\n|\n4. Folgende bei B.______ beschlagnahmten Gegenstände werden diesem herausgegeben: |\n|\n|\n|\n- A007'637'947 Trainerjacke weiss |\n|\n- A007'637'958 rechter Schuh |\n|\n- A007'637'958 linker Schuh |\n|\n- A007'637'981 Handschuh schwarz mit weissem Aufdruck |\n|\n- A007'637'992 Trainerhose schwarz |\n|\n|\n|\n5. Das bei B.______ beschlagnahmte Mobiltelefon Nokia schwarz (Nummer [...] bei der Kantonspolizei Basel Landschaft, [...]) wird F.______ herausgegeben. |\n|\n|\n|\n6. B.______ wird verpflichtet, dem C.______ EUR 70.— als Schadenersatz zu bezahlen. |\n|\n|\n|\n7. Es wird vorgemerkt, dass B.______ seine zivilrechtliche Haftung aus dem Vorfall vom 7. November 2014 gegenüber E.______ im Grundsatz anerkannt hat. |\n|\n|\n|\n8. Es wird vorgemerkt, dass B.______ folgende Zivilforderungen anerkannt hat: |\n|\n|\n|\ngegenüber D.______ CHF 5'752.30 |\n|\ngegenüber H.______ CHF 77.30 |\n|\ngegenüber O.______ CHF 105.10 |\n|\n|\n|\n9. Mit den weiteren Forderungen werden die Zivilkläger auf den Zivilweg verwiesen. |\n|\n|\n|\n10. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 4'000.—. |\n|\n|\n|\nDie weiteren Verfahrenskosten betragen: |\n|\nCHF 3'177.80 amtliche Verteidigung in der Untersuchung |\n|\nCHF 25'312.95 amtliche Verteidigung in der Untersuchung und vor Kantonsgericht |\n|\nCHF 4'670.— Gutachten Dr. Phil. [...] |\n|\nCHF 11'292.— Gutachten [...] |\n|\nCHF 300.— Verfügung des Zwangsmassnahmegerichts vom 30.12.14 |\n|\n|\n|\n11. Die Kosten werden B.______ vollumfänglich auferlegt und von ihm bezogen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden erst dann von B.______ bezogen, wenn es dessen wirtschaftliche Verhältnisse erlauben. Die wirtschaftlichen Verhältnisse von B.______ werden spätestens im Februar 2021 überprüft. |\n|\n|\n|\n12. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. |\n|\n|\n|\n13. Rechtsanwalt L.______ als amtliche Verteidigung im Verfahren vor Kantonsgericht mit CHF 25'312.95 aus der Gerichtskasse entschädigt. |\n|\n|\n|\n14. Schriftliche Mitteilung an: |\n|\n[...] |\n|\n|\n|\nDieses Urteil ist nicht rechtskräftig. |"}