{"Signatur": "FR_TC_012", "Spider": "FR_Gerichte", "Datum": "2014-05-26", "PDF": {"Datei": "FR_Gerichte/FR_TC_012_104-2014-6_2014-05-26.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.ch/fr_helper/download.php?pfad=/tribunavtplus/ServletDownload/104_2014_6_f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b6417aa3d1f943b0c236b54253ac86ccb4f9a74ef01f2010abd2090e0008b4b31cf376e948beca7bfdfb18f1815b90a6bebf&path=f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b6417aa3d1f943b0c236b54253ac86ccb4f9a74ef01f2010abd2090e0008b4b31cf376e948beca7bfdfb18f1815b90a6bebf&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=104_2014_6", "Checksum": "34edfb5b32dd5d15c1a7eed2b49af283"}, "Scrapedate": "2026-04-05", "Num": ["104 2014 6"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Moderationshof 26.05.2014 104 2014 6"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cour de modération  26.05.2014 104 2014 6"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Moderationshof"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cour de modération "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Friburgo  Moderationshof"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Urteil des Moderationshofs des Kantonsgerichts | Höhe der Gerichtskosten (Art. 110, 103 ZPO; 15 JR)"}], "ScrapyJob": "446973/26/2286", "Zeit UTC": "05.04.2026 04:03:55", "Checksum": "5f1647588adf36c194ef1f835b38d5af", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Freiburg Kantonsgericht Moderationshof 26.05.2014 104 2014 6\nRegeste:\nUrteil des Moderationshofs des Kantonsgerichts | Höhe der Gerichtskosten (Art. 110, 103 ZPO; 15 JR)\n\n Tribunal cantonal TC\nKantonsgericht KG\n\nAugustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg\n\nT +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01\nwww.fr.ch/tc\n\n104 2014 6\n\nUrteil vom 26. Mai 2014\nModerationshof\n\nBesetzung Präsidentin: Dina Beti\nRichter: Hubert Bugnon, Michel Favre\nGerichtsschreiberin: Cornelia Thalmann El Bachary\n\nParteien A.________ AG, Klägerin und Beschwerdeführerin, vertreten\ndurch Rechtsanwalt André Clerc\n\nin der Angelegenheit gegen\n\nB.________, Beklagter, vertreten durch Rechtsanwalt Andreas\nHauenstein\n\nGegenstand Höhe des Gerichtskostenvorschusses (Art. 103 ZPO; 15 JR)\n\nBeschwerde vom 10. März 2014 gegen die Verfügung des\nPräsidenten des Zivilgerichts des Saanebezirks vom 25. Februar\n2014\n\n—\nPouvoir Judiciaire PJ\nGerichtsbehörden GB\nKantonsgericht KG\nSeite 2 von 7\n\nSachverhalt\n\nA. Mit Eingabe vom 12. September 2012 hat die Gesellschaft A.________ AG eine\nVerantwortlichkeitsklage im Sinne von Art. 754 OR gegen B.________ eingeleitet. Der\nangegebene Streitwert belief sich auf 34'374'710 Fr. 10.\n\nMit Verfügung vom 3. Oktober 2012 wurde die Klägerin aufgefordert, einen Gerichtskostenvorschuss von Fr. 100'000.- zu leisten, was am 5. November 2012 geschah.\n\nDer Beklagte reichte seine Antwort am 7. Februar 2013 ein und schloss auf vollumfängliche\nAbweisung der Klage.\n\nAnlässlich der Instruktionsverhandlung vom 24. Februar 2014 wurden Schlichtungsverhandlungen\ngeführt, welche scheiterten. Die Klägerin wurde aufgefordert, bis zum 30. April 2014 eine Replik\nund verschiedene Informationen und Unterlagen einzureichen.\n\nB. Mit Verfügung vom 25. Februar 2014 wurde die Klägerin angehalten, einen zusätzlichen\nKostenvorschuss in der Höhe von Fr. 900'000.- zu leisten.\n\nC. Mit Eingabe vom 10. März 2014 erhebt die A.________ AG Beschwerde gegen die\nVerfügung des Präsidenten des Zivilgerichts des Saanebezirks vom 25. Februar 2014. Sie\nschliesst, unter Kosten- und Entschädigungsfolge auf Aufhebung der angefochtenen Verfügung.\n\nMit Brief vom 27. März 2014 hat der Präsident des Zivilgerichts des Saanebezirks zur Beschwerde\nStellung genommen und auf Abweisung der Beschwerde geschlossen.\n\nErwägungen\n\n1. a) Gemäss Art. 103 ZPO können Entscheide über die Leistung von Vorschüssen und\nSicherheiten mit Beschwerde im Sinne von Art. 319 ff. ZPO angefochten werden. Art. 321 Abs. 2\nZPO sieht für die Anfechtung dieser prozessleitenden Verfügung eine 10-tägige Beschwerdefrist\nvor. Zuständig ist der Moderationshof (Art. 15 des Justizreglements vom 30. November 2010 [JR;\nSGF 130.11]).\n\nDer im vorliegenden Verfahren angefochtene Entscheid wurde der Beschwerdeführerin am\n26. Februar 2014 zugestellt, so dass die Beschwerde vom 10. März 2014 rechtzeitig eingereicht\nwurde. Die Beschwerde enthält überdies Anträge und eine Begründung (Art. 321 Abs. 1 ZPO).\n\nAuf die Beschwerde ist somit einzutreten.\n\nb) Mit der Beschwerde können gemäss Art. 320 ZPO nur die unrichtige Rechtsanwendung\n(Bst. a) und die offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts (Bst. b) geltend gemacht\nwerden. Die Rechtsmittelinstanz kann aufgrund der Akten entscheiden (Art. 327 Abs. 2 ZPO).\nNeue Anträge, neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel sind ausgeschlossen (Art.\n326 Abs. 1 ZPO).\n\nc) Bei Beschwerden gegen Zwischenentscheide – zu denen Entscheide über die Leistung\nvon Vorschüssen gehören – bestimmt sich der Streitwert im Sinne von Art. 51 Abs. 1 Bst. c BGG\nnach den Begehren, die vor der Instanz streitig sind, wo die Hauptsache hängig ist (vgl. BGer\nKantonsgericht KG\nSeite 3 von 7\n\n5A_55/2008 vom 22. April 2008 E. 1). Im vorliegenden Fall beläuft sich der Streitwert daher auf\n34'374'710 Fr. 10.\n\n2. a) Gemäss Art. 98 ZPO kann das Gericht von der klagenden Partei einen Vorschuss bis\nzur Höhe der mutmasslichen Gerichtskosten verlangen. Die Höhe des Vorschusses richtet sich\nnach dem anwendbaren kantonalen Tarif (Art. 96 ZPO; V. RÜEGG, in BSK ZPO, 2. Aufl. 2013,\nArt. 98 N 2). Als prozessleitende Verfügung ist die Kostenvorschussverfügung naturgemäss bei\nveränderter Prozesslage abänderbar, insb. wenn sich der zunächst verfügte und geleistete\nVorschuss wegen umfangreichen Bemühungen des Gerichts als ungenügend erweist (vgl. H.\nSCHMID, in KUKO ZPO, 2. Aufl. 2014, Art. 98 N 12; D. TAPPY, in CPC commenté, 2011, Art. 98 N\n22; SUTER/VON HOLZEN, in ZPO-Kommentar, 2. Aufl. 2013, Art. 98 N 11; nuancierter M. STERCHI, in\nBK ZPO, Art. 98 N 11, der die Erhöhung des Vorschuss von einer veränderten Sachlage infolge\nKlageänderung, d. h. Erhöhung des Streitwertes und/oder Erweiterung des Prozessgegenstandes,\nabhängig machen will).\n\nDie Beschwerdeführerin bestreitet die Möglichkeit des Gerichtspräsidenten, einen zusätzlichen\nKostenvorschuss zu verlangen, nicht grundsätzlich. Sie stellt sich jedoch auf den Standpunkt, dass\nder verlangte Betrag unverhältnismässig sei.\n\n"}