{"Signatur": "FR_TC_011", "Spider": "FR_Gerichte", "Datum": "2013-09-03", "PDF": {"Datei": "FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2012-56_2013-09-03.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.ch/fr_helper/download.php?pfad=/tribunavtplus/ServletDownload/605_2012_56_f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b6411a61c227f979b3c48e2d4cfd19d266326d1be138a476d681889a0c54f5768c023d4f90c7663f4a53808098b82893b012&path=f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b6411a61c227f979b3c48e2d4cfd19d266326d1be138a476d681889a0c54f5768c023d4f90c7663f4a53808098b82893b012&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=605_2012_56", "Checksum": "ad4ef0e8e303379267fb2484b8264e86"}, "Scrapedate": "2026-04-05", "Num": ["605 2012 56"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 03.09.2013 605 2012 56"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cour des assurances sociales 03.09.2013 605 2012 56"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cour des assurances sociales"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Friburgo  Sozialversicherungsgerichtshöfe"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "I. 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Sozialversicherungsgerichtshof\n\nBesetzung Präsidentin: Anne-Sophie Peyraud\nRichter: Josef Hayoz, Marianne Jungo\nGerichtsschreiber-Berichterstatter: Bernhard Schaaf\n\nParteien A.________, Beschwerdeführer\n\ngegen\n\nAUSGLEICHSKASSE DES KANTONS FREIBURG, Vorinstanz\n\nGegenstand Ergänzungsleistungen\n\nBeschwerde vom 14. Februar 2012 gegen den Einspracheentscheid vom\n27. Januar 2012\n\n—\nPouvoir Judiciaire PJ\nGerichtsbehörden GB\nKantonsgericht KG\n\nSeite 2 von 5\n\nSachverhalt\n\nA. A.________, wohnhaft in B.________, ist Bezüger von Ergänzungsleistungen. Mit undatiertem Schreiben, eingegangen am 12. Dezember 2011, reichte er bei der Ausgleichskasse des\nKantons Freiburg (nachfolgend: AKF) eine Abrechnung in der Höhe von 4'414 Franken für eine in\nUngarn vorgenommene Zahnbehandlung ein, mit dem Antrag, diese zu vergüten.\n\nMit Verfügung vom 15. Dezember 2011, welche mit Einspracheentscheid vom 27. Januar 2012\nbestätigt wurde, lehnte die AKF die Kostenvergütung ab, da die Behandlung nicht in der Schweiz\nvorgenommen worden war. Daran ändere sich auch nichts, wenn eine Schweizer Firma Auslandsreisen organisiere, damit ihre Kunden von scheinbar günstigeren Zahnbehandlungen profitieren\nkönnten.\n\nB. Dagegen erhebt A.________ am 13. Februar 2012, verbessert am 22. Februar 2012,\nBeschwerde beim Kantonsgericht Freiburg, Sozialversicherungsgerichtshof, und beantragt implizit,\ndie AKF habe die Kosten der Zahnbehandlung zu übernehmen. Er bringt namentlich vor, dass er\nnicht gewusst habe, dass der erforderliche Eingriff so umfassend sein werde.\n\nIn Ihren Bemerkungen vom 14. März 2012 hält die AKF an ihrem Einspracheentscheid fest und\nbeantragt die Abweisung der Beschwerde.\n\nEs fand kein weiterer Schriftenwechsel zwischen den Parteien statt.\n\nDie weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit sie für die Urteilsfindung massgebend sind, aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.\n\nErwägungen\n\n1. Die Beschwerde ist form- und fristgerecht bei der zuständigen Beschwerdeinstanz eingereicht worden. Der Beschwerdeführer ist zur Einreichung der Beschwerde befugt, da er vom angefochtenen Entscheid unmittelbar berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse daran hat, dass das\nKantonsgericht, I. Sozialversicherungsgerichtshof überprüft, ob die AKF die Kosten für die im Ausland vorgenommene Zahnbehandlung zu übernehmen hat.\n\nAuf die Beschwerde ist einzutreten.\n\n2. a) Die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung haben\ndurch das am 1. Januar 2008 in Kraft getretene Bundesgesetz vom 6. Oktober 2006 über die\nSchaffung von Erlassen zur Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung\nzwischen Bund und Kantonen (AS 2007 5779) eine umfassende Neuregelung erfahren.\n\nGemäss der altrechtlichen Regelung von Art. 3d des Bundesgesetzes vom 19. März 1965 über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (aELG, in Kraft bis\n31. Dezember 2007) ist Bezügern einer jährlichen Ergänzungsleistung ein Anspruch einzuräumen\nauf die Vergütung von ausgewiesenen, im laufenden Jahr entstandenen Kosten für den Zahnarzt\n(Abs. 1 lit. a). Der Bundesrat hat die ihm in Art. 3d Abs. 4 aELG übertragene Befugnis, die vergütbaren Kosten zu bezeichnen, an das Departement des Innern subdelegiert (vgl. Art. 19 der Verord-\nKantonsgericht KG\n\nSeite 3 von 5\n\nnung vom 15. Januar 1971 über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung [ELV; SR 831.301] in ihrer Fassung bis zum 31. Dezember 2007). Dieses wiederum hat die Voraussetzungen und gegebenenfalls dem Umfang einer Kostenübernahme in der Verordnung vom 29. Dezember 1997 über die Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten\nbei den Ergänzungsleistungen (ELKV; in Kraft bis 31. Dezember 2007) geregelt. Art. 5 ELKV bestimmte, dass in der Schweiz entstandene Krankheits-, Behinderungs- und Hilfsmittelkosten vergütet werden (Abs. 1). Im Ausland entstandene Kosten wurden ausnahmsweise vergütet, wenn sie\nwährend eines Auslandaufenthaltes notwendig wurden oder wenn die medizinisch indizierten\nMassnahmen nur im Ausland durchgeführt werden konnten (Abs. 2). Überdies konnten gemäss\nder Wegleitung über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV (WEL), in ihrer Fassung bis zum\n31. Dezember 2007 (nachfolgend: aWEL), grundsätzlich nur Kosten für eidgenössisch diplomierte\nZahnärzte und Zahnärztinnen sowie für Zahnärzte und Zahnärztinnen, die eine kantonale Bewilligung zur Berufsausübung erhalten haben, berücksichtigt werden (Rz. 5037).\n\n"}