{"Signatur": "FR_TC_011", "Spider": "FR_Gerichte", "Datum": "2015-06-22", "PDF": {"Datei": "FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2012-487_2015-06-22.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.ch/fr_helper/download.php?pfad=/tribunavtplus/ServletDownload/605_2012_487_f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b641c0853eab25ceaf44728addf8cfbdca0123f6e9e687d30f708da5fbf597b065de8107d7356f3106a913dfe4b27ff81fc6&path=f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b641c0853eab25ceaf44728addf8cfbdca0123f6e9e687d30f708da5fbf597b065de8107d7356f3106a913dfe4b27ff81fc6&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=605_2012_487", "Checksum": "cdeaa72bc2bf240a011a67fc8f0eafb9"}, "Scrapedate": "2026-04-05", "Num": ["605 2012 487"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 22.06.2015 605 2012 487"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cour des assurances sociales 22.06.2015 605 2012 487"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cour des assurances sociales"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Friburgo  Sozialversicherungsgerichtshöfe"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "II. 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Sozialversicherungsgerichtshof\n\nBesetzung Präsident: Johannes Frölicher\nRichter: Gabrielle Multone, Marc Sugnaux\nGerichtsschreiberin-Berichterstatterin: Daniela Kiener\n\nParteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt\nArmin Sahli\n\ngegen\n\nAUSGLEICHSKASSE DES KANTONS FREIBURG, Vorinstanz\n\nGegenstand Alters- und Hinterlassenenversicherung (Organhaftung)\n\nBeschwerde vom 21. Dezember 2012 gegen den Einspracheentscheid vom\n21. November 2012\n\n—\nPouvoir Judiciaire PJ\nGerichtsbehörden GB\nKantonsgericht KG\n\nSeite 2 von 14\n\nSachverhalt\n\nA. Die B.________ AG (nachfolgend: Gesellschaft) wurde von C.________ gegründet und am\n4. Februar 2003 im Handelsregister eingetragen. Zweck der Unternehmung war die Überwachung\nvon Immobilien und Mobilien wie auch Personen, die Durchführung von Sicherheitstransporten für\nGüter und Wertsachen, die Organisation von Veranstaltungen sowie Import und Export von Waren\naller Art. Am 26. Mai 2003 erteilte die Gewerbepolizei des Kantons Freiburg der Gesellschaft die\nBetriebsbewilligung. Die Bewilligung wurde am 29. Oktober 2004 – unter Auflagen – erneuert.\n\nAm 14. Februar 2006 wurden D.________ als Zeichnungsberechtigter mit Einzelunterschrift und\nE.________ als Zeichnungsberechtigter mit Kollektivunterschrift zu zweien (ab 24. März 2009 mit\nEinzelunterschrift) im Handelsregister eingetragen. Am 29. August 2006, nach dem Rücktritt von\nC.________, wurde A.________ als Verwaltungsratsmitglied mit Einzelunterschrift im\nHandelsregister eingetragen, am 24. März 2009 F.________ als Zeichnungsberechtigter mit\nKollektivunterschrift zu zweien. Die Ehefrau von D.________, G.________, arbeitete als\nPersonalverantwortliche ebenfalls für die Gesellschaft. Sie wurde am 9. Februar 2010 als\nZeichnungsberechtigte mit Einzelunterschrift im Handelsregister eingetragen.\n\nMit Verfügung der Sicherheits- und Justizdirektion des Kantons Freiburg vom 18. Juni 2010 wurde\nder Gesellschaft die Erneuerung der Betriebsbewilligung verweigert. Am 1. Juli 2010 wurde über\ndie Gesellschaft der Konkurs eröffnet, das Konkursverfahren in der Folge am 11. Oktober 2010\nmangels Aktiven aber wieder eingestellt. Am 6. September 2011 wurde die Gesellschaft aus dem\nHandelsregister gelöscht.\n\nB. Die Gesellschaft war als beitragspflichtige Arbeitgeberin zunächst der Ausgleichskasse\nX.________ und anschliessend der Ausgleichskasse des Kantons Freiburg (nachfolgend:\nAusgleichskasse) angeschlossen. Mit Verfügungen vom 10. Dezember 2010 forderte die\nAusgleichskasse von D.________, E.________, A.________, F.________ und G.________\nSchadenersatz für entgangene Sozialversicherungsbeiträge der Beitragsjahre 2009 und 2010 im\nGesamtbetrag von 165‘731.55 Franken. Gegen diese Verfügung erhob unter anderem\nA.________ Einsprache, welche die Ausgleichskasse mit Einspracheentscheid vom 9. September\n2011 teilweise guthiess und die Summe, auf welcher Beiträge zu entrichten seien, auf 123‘791.75\nFranken korrigierte.\n\nAm 1. April 2011 brachte die Ausgleichskasse der Staatsanwaltschaft Freiburg zur Anzeige, dass\nfür die Beitragsjahre 2009 und 2010 Sozialversicherungsbeiträge auf der Lohnsumme von\n123‘791.75 Franken im Gesamtbetrag von 25‘087.75 Franken ausstehend seien. In der Folge\nwurde gegen A.________ eine Strafuntersuchung eröffnet, das Strafverfahren am 4. Juli 2012\naber wieder eingestellt, nachdem dieser die ausstehenden Beiträge überwiesen hatte.\n\nC. Am 11. Mai 2012 teilte die Ausgleichskasse D.________, E.________, A.________,\nF.________ und G.________ mit, dass sie von der Stiftung Auffangeinrichtung BVG verschiedene\nUnterlagen zugestellt erhalten habe, aus denen hervorgehe, dass in den Beitragsjahren 2008,\n2009 und 2010 mehrere Arbeitnehmer nicht gemeldet worden seien. Die ausstehenden\nSozialversicherungsbeiträge würden sich auf 20‘619.90 Franken belaufen. Für den der\nAusgleichskasse entstandenen Schaden seien die genannten Personen solidarisch haftbar.\n\nAuch gegen diese Verfügung erhob A.________ am 21. Mai 2012 Einsprache. Mit\nEinspracheentscheid vom 21. November 2012 bestätigte die Ausgleichskasse die angefochtene\nKantonsgericht KG\n\nSeite 3 von 14\n\nVerfügung und wies die erhobene Einsprache ab. Sie erwog, A.________ sei Mitglied des\nVerwaltungsrates der Gesellschaft mit Einzelunterschrift gewesen. Würden dem Organ einer\nGesellschaft Informationen verweigert, so habe dieses darauf zu bestehen und sich, wenn die\nGeschäftsführung keine Auskunft erteile, beim Buchhalter zu erkundigen; andernfalls habe es\nzurückzutreten. Ein Organ, welches nicht so handle, verletze seine Sorgfaltspflicht und sei\nverantwortlich.\n\n"}