{"Signatur": "FR_TC_011", "Spider": "FR_Gerichte", "Datum": "2015-01-12", "PDF": {"Datei": "FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2012-451_2015-01-12.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.ch/fr_helper/download.php?pfad=/tribunavtplus/ServletDownload/605_2012_451_f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b641aa5f969575b9076431a951968f5415fbfbce22f831201c097db542f3eb452a80884ef4955bb114053e13c8cdb39dd396&path=f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b641aa5f969575b9076431a951968f5415fbfbce22f831201c097db542f3eb452a80884ef4955bb114053e13c8cdb39dd396&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=605_2012_451", "Checksum": "6571a4e67aa106ccd75426a5a7e20dfc"}, "Scrapedate": "2026-04-05", "Num": ["605 2012 451"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 12.01.2015 605 2012 451"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cour des assurances sociales 12.01.2015 605 2012 451"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cour des assurances sociales"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Friburgo  Sozialversicherungsgerichtshöfe"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "I. 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Sozialversicherungsgerichtshof\n\nBesetzung Präsidentin: Anne-Sophie Peyraud\nRichter: Josef Hayoz, Marianne Jungo\nGerichtsschreiber-Berichterstatter: Bernhard Schaaf\n\nParteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt\nTheo Studer\n\ngegen\n\nINVALIDENVERSICHERUNGSSTELLE DES KANTONS FREIBURG,\nVorinstanz\n\nGegenstand Invalidenversicherung\n\nBeschwerde vom 27. November 2012 gegen die Verfügung vom\n25. Oktober 2012\n\n—\nPouvoir Judiciaire PJ\nGerichtsbehörden GB\nKantonsgericht KG\n\nSeite 2 von 10\n\nSachverhalt\n\nA. A.________, aus der Türkei stammender deutscher Staatsangehöriger, geboren 1964, verheiratet, Vater von drei – in den Jahren 1989, 1991 und 1997 – geborenen Kindern, wohnhaft in\nB.________, arbeitete in Deutschland vom November 1987 bis September 2008 bei einer\ninternationalen Spedition. 2008 reiste er in die Schweiz ein und arbeitete ab dem 19. Januar 2009\nals Möbelverkäufer bei der C.________ AG. Ab dem 30. August 2010 bestand eine ärztlich attestierte Arbeitsunfähigkeit. Am 6. Dezember 2010 erhielt er auf den 6. Februar 2011 die Kündigung.\n\nAm 7. Februar 2011 meldete er sich aufgrund von \"Rückenbeschwerden, Hypertonie, Depression,\nZucker\" für den Leistungsbezug bei der Invalidenversicherungsstelle des Kantons Freiburg (nachfolgend: IV-Stelle), an und beantragte Massnahmen für die berufliche Eingliederung.\n\nAm 24. November 2011 ordnete die IV-Stelle eine rheumatologische (Dr. med. D.________,\nFacharzt FMH für Rheumatologie und Innere Medizin) sowie eine psychiatrische (Dr. med.\nE.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie) Begutachtung an. Aus den\nGutachten ergab sich eine globale Arbeitsfähigkeit von 85%.\n\nMit Verfügung vom 25. Oktober 2012 wurde der Anspruch auf IV-Leistungen abgelehnt, da kein\nobjektivierbarer Gesundheitsschaden vorhanden sei.\n\nB. Am 27. Oktober 2012 erhebt A.________, vertreten durch Rechtsanwalt Theo Studer,\nBeschwerde beim Kantonsgericht Freiburg, und beantragt unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, die Beschwerde sei gutzuheissen und die Vorinstanz zu verpflichten, eine Arbeitsvermittlung und/oder Umschulung anzuordnen, subsidiär, die Angelegenheit sei zur Neubeurteilung\nan die IV-Stelle zurückzuweisen. Diese habe seine tatsächlichen körperlichen und psychischen\nBeschwerden nicht richtig gewürdigt. So stehe namentlich das psychiatrische Gutachten in Widerspruch zur Ansicht seines behandelnden Psychiaters, welcher selber Gutachter sei.\n\nAm 5. Dezember 2012 begleicht der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss von 800 Franken.\n\nIn ihren Bemerkungen vom 23. Januar 2013 hält die IV-Stelle an ihrer Verfügung fest und beantragt die Abweisung der Beschwerde. Das eingeholte bidisziplinäre Gutachten sei beweiskräftig.\n\nIm Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels bringen die Parteien keine wesentlichen neuen Argumente vor.\n\nAm 3. Juli 2013 wird F.________, als von der Verfügung betroffener BVG-Versicherer,\nGelegenheit zur Stellungnahme gegeben. In ihrer Vernehmlassung vom 5. September 2013,\nwelche den Parteien zur eventuellen Stellungnahme zugestellt wurde, beantragt sie die Abweisung\nder Beschwerde, da die Invalidität durch invaliditätsfremde Faktoren verursacht worden sei. Die\nParteien halten in der Folge an ihrem jeweiligen Standpunkt fest.\n\nIm Verlauf des Verfahrens reicht der Beschwerdeführer diverse Arztberichte ein, welche der IV-\nStelle zur Information bzw. zur Stellungnahme zugestellt werden. Diese hat zuletzt am 13. Juni\n2014 ihre Position bekräftigt.\n\nAm 19. August 2014 gibt der Beschwerdeführer einen weiteren Arztbericht ein und informiert darüber, dass er dieser im Sinne einer Neunanmeldung auch der IV-Stelle zukommen liess.\n\nEs fand kein zusätzlicher Schriftenwechsel statt.\nKantonsgericht KG\n\nSeite 3 von 10\n\nDie weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit sie für die Urteilsfindung massgebend sind, aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.\n\nErwägungen\n\n1. Die Beschwerde vom 27. November 2012 gegen die Verfügung der IV-Stelle vom 25. Oktober 2012 ist durch einen ordentlich bevollmächtigten Rechtsvertreter fristgerecht bei der sachlich\nund örtlich zuständigen Beschwerdeinstanz eingereicht worden. Der Beschwerdeführer hat ein\nschutzwürdiges Interesse, dass das Kantonsgericht, I. Sozialversicherungsgerichtshof, prüft, ob er\nAnspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung hat.\n\nAuf die Beschwerde ist einzutreten.\n\n2. a) Im Sinne von Art. 8 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil\ndes Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), welches hier aufgrund von Art. 1 Abs. 1 des\nBundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) zur Anwendung kommt, ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder\nteilweise Erwerbsunfähigkeit. Gemäss Art. 4 Abs. 1 IVG kann Invalidität die Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein.\n\n"}