{"Signatur": "FR_TC_011", "Spider": "FR_Gerichte", "Datum": "2014-12-16", "PDF": {"Datei": "FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2012-442_2014-12-16.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.ch/fr_helper/download.php?pfad=/tribunavtplus/ServletDownload/605_2012_442_f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b641616ab38cbcfac43f262d8d47a782b0b3013a0b5ba53590504239577dbc7b18e8c8917cedbd80ee9d8922a2a08ebe52b1&path=f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b641616ab38cbcfac43f262d8d47a782b0b3013a0b5ba53590504239577dbc7b18e8c8917cedbd80ee9d8922a2a08ebe52b1&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=605_2012_442", "Checksum": "a3079fa71533dfa65554085744283da7"}, "Scrapedate": "2026-04-05", "Num": ["605 2012 442"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 16.12.2014 605 2012 442"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cour des assurances sociales 16.12.2014 605 2012 442"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cour des assurances sociales"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Friburgo  Sozialversicherungsgerichtshöfe"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "I. 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Sozialversicherungsgerichtshof\n\nBesetzung Präsidentin: Anne-Sophie Peyraud\nRichter: Josef Hayoz, Marianne Jungo\nGerichtsschreiber-Berichterstatter: Bernhard Schaaf\n\nParteien A.________, Beschwerdeführerin, vertreten durch Fürsprecher Ulrich\nBühler\n\ngegen\n\nINVALIDENVERSICHERUNGSSTELLE DES KANTONS FREIBURG,\nVorinstanz\n\nGegenstand Invalidenversicherung: Rentenablehnung, gemischte Methode,\nFibromyalgie\n\nBeschwerde vom 21. November 2012 gegen die Verfügung vom\n18. Oktober 2012\n\n—\nPouvoir Judiciaire PJ\nGerichtsbehörden GB\nKantonsgericht KG\n\nSeite 2 von 12\n\nSachverhalt\n\nA. A.________, geboren 1952 in Kolumbien, wo sie während mehr als 10 Jahren als Chefsekretärin tätig war, seit 1988 in der Schweiz lebend, verheiratet, Mutter von zwei erwachsenen\nKindern, wohnhaft in B.________, arbeitete zuletzt seit März 2002 als Gemüserüsterin zu 80% bei\nder C.________ AG. Probleme am Arbeitsplatz führten am 9. April 2007 zu einer psychischen\nDekompensation. Ab dem 10. April 2007 bestand eine ärztlich attestierte Arbeitsunfähigkeit. Am\n11. Oktober 2007 wurde ihr die Stelle auf den 31. Dezember 2007 gekündigt.\n\nAm 27. April 2008 meldete sie sich aufgrund von fibromyalgieformen Beschwerden sowie einer\nakuten exogenen Depression für den Leistungsbezug bei der Invalidenversicherungsstelle des\nKantons Freiburg (nachfolgend: IV-Stelle), Givisiez, an.\n\nVom 3. Juni bis 13. September 2009 war eine berufliche Abklärung in D.________ vorgesehen,\nwelche am 9. August 2009 aus gesundheitlichen Gründen abgebrochen werden musste.\n\nAm 4. März 2010 ordnete die IV-Stelle eine pluridisziplinäre Begutachtung (Allgemeine Medizin,\nRheumatologie, Psychiatrie) bei der E.________ in F.________ an. Aus dem Gutachten ergab\nsich, dass sowohl die bisherige wie auch eine angepasste Tätigkeit im Vollpensum bei einer um\n20% verminderten Leistungsfähigkeit zumutbar sei.\n\nMit Verfügung vom 18. Oktober 2012 lehnte die IV-Stelle den Anspruch auf eine Invalidenrente,\nunter Anwendung der gemischten Methode (globaler Invaliditätsgrad von 15%) ab. Ebenso wurde\ndas Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (nachfolgend: URP-Gesuch) abgewiesen.\n\nB. Am 21. November 2012 erhebt A.________, vertreten durch Fürsprecher Ulrich Bühler,\nBeschwerde beim Kantonsgericht Freiburg und beantragt unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, die Verfügung vom 18. Oktober 2012 sei aufzuheben und ihr mindestens eine halbe\nInvalidenrente zuzusprechen sowie für das Verwaltungsverfahren einen unentgeltlichen Rechtsbeistand zu gewähren. Das E.________-Gutachten sei ungenügend und setze sich nicht mit den\nBerichten des behandelnden Psychiaters auseinander. Zudem reicht sie ein URP-Gesuch für das\nBeschwerdeverfahren ein.\n\nMit Verfügung vom 18. Januar 2013 wird das URP-Gesuch gutgeheissen und Fürsprecher Ulrich\nBühler zum amtlichen Rechtsbeistand ernannt.\n\nIn ihren Bemerkungen vom 16. August 2013 hält die IV-Stelle an ihrer Verfügung fest und beantragt die Abweisung der Beschwerde. Die vom E.________-Gutachten festgehaltenen Diagnosen\nwürden von den behandelnden Ärzten nicht kritisiert. Demgegenüber bestehe eine Divergenz in\nBezug auf die Auswirkungen der gesundheitlichen Probleme auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit.\n\nIn den Gegenbemerkungen vom 3. September 2013 bringt die Beschwerdeführerin weiter vor,\nauch ihr fortgeschrittenes Alter müsse berücksichtigt werden. Die IV-Stelle bestätigt in den\nSchlussbemerkungen vom 10. Oktober 2013 ihren Standpunkt.\n\nEs fand kein zusätzlicher Schriftenwechsel statt.\n\nDie weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit sie für die Urteilsfindung massgebend sind, aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.\nKantonsgericht KG\n\nSeite 3 von 12\n\nErwägungen\n\n1. Die Beschwerde vom 21. November 2012 gegen die Verfügung der IV-Stelle vom 18. Oktober 2012 ist durch einen ordentlich bevollmächtigten Rechtsvertreter fristgerecht bei der sachlich\nund örtlich zuständigen Beschwerdeinstanz eingereicht worden. Die Beschwerdeführerin hat ein\nschutzwürdiges Interesse, dass das Kantonsgericht, I. Sozialversicherungsgerichtshof, prüft, ob sie\nAnspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung hat.\n\nAuf die Beschwerde ist einzutreten.\n\n2. a) Im Sinne von Art. 8 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil\ndes Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), welches hier aufgrund von Art. 1 Abs. 1 des\nBundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) zur Anwendung kommt, ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder\nteilweise Erwerbsunfähigkeit. Gemäss Art. 4 Abs. 1 IVG kann Invalidität die Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein.\n\n"}