{"Signatur": "FR_TC_011", "Spider": "FR_Gerichte", "Datum": "2015-06-22", "PDF": {"Datei": "FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2012-408_2015-06-22.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.ch/fr_helper/download.php?pfad=/tribunavtplus/ServletDownload/605_2012_408_f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b641df59b45152d3fa00dc175a5dc6d49105188a08a3060f9c2f0a8e2b3cf26f0e984c6e62d4f7ec4c857a18a94b1b062f8b&path=f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b641df59b45152d3fa00dc175a5dc6d49105188a08a3060f9c2f0a8e2b3cf26f0e984c6e62d4f7ec4c857a18a94b1b062f8b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=605_2012_408", "Checksum": "ad4d16d9152bd1caaa1ea101e723144c"}, "Scrapedate": "2026-04-05", "Num": ["605 2012 408"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 22.06.2015 605 2012 408"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cour des assurances sociales 22.06.2015 605 2012 408"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cour des assurances sociales"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Friburgo  Sozialversicherungsgerichtshöfe"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "II. 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Ces ulcères sont la conséquence d’une botte scléreuse voir une\nsclérodermite, empêchant un processus de cicatrisation normal, ceci au niveau des deux membres\ninférieurs. Cette situation est chronique et paroxystique, empêchant le patient de pouvoir marcher.\nEnviron 3 à 4 mois par an le nombre d’ulcères diminue et permet une mobilité réduite sans trop de\ndouleur. Si le patient marche trop, nous observons rapidement l’apparition de lésions cutanées\nKantonsgericht KG\n\nSeite 9 von 17\n\ndouloureuses. Selon le dermatologue cette affection est chronique et seule une contention peu\nlimiter les lésions d’ordre lymphatique et veineuse (Vorakten S. 417 f.).\n\nAm 15. Februar 2010 berichtete Dr. med. I.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie\nFMH, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers auf psychiatrischem Gebiet seit\nMai 2009 verschlechtert habe. Es sei zu einer psychischen Reaktion/Entwicklung gekommen, die\nder im DSM-IV beschriebenen posttraumatischen Belastungsstörung am nächsten komme. Das\nBild sei chronisch (Beschwerdebeilage 3).\n\nIm Arztbericht vom 18. Mai 2010 stellte Dr. med. J.________, Facharzt für Dermatologie FMH, die\nfolgenden Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit: Chronisches Lip-/Lymphödem,\npostthrombotisches Syndrom sowie St.n. Polytoxikomanie (Vorakten S. 457). Dazu führte er aus,\nder Beschwerdeführer leide unter ausgeprägten trophischen Störungen der unteren Extremitäten,\nzurückzuführen auf erhebliche Veränderungen des lymphatischen und venösen Systems mit\nchronisch rezidivierenden auftretenden Hautläsionen. Trotz regelmässiger Wundpflege dauere es\njeweils zwei bis drei Monate, bis sich die Ulzerationen wieder schliessen. Aus dermatologischer\nSicht sei der Beschwerdeführer in der Lage, einer beruflichen Tätigkeit mit einem\nBeschäftigungsgrad von 10 bis 40 Prozent nachzugehen, sofern die Tätigkeit mit seinen\ngesundheitlichen Problemen vereinbar sei. Bei der Beurteilung seiner Arbeitsfähigkeit müsse\njedoch auch der komplexen psychischen Störung Rechnung getragen werden (Vorakten S. 414).\n\nAm 2. Juli 2010 stellte das G.________ die folgenden Diagnosen: Kombinierte\nPersönlichkeitsstörung bei einer emotional labilen Persönlichkeit vom Borderline-Typ (ICD-10:\nF60.31), dauerhafte Persönlichkeitsveränderung nach Katastrophenerlebnis (ICD-10: F62.0),\nmentale und Verhaltensbeeinträchtigung bei Opiatabhängigkeit und aktueller Substitution (ICD-10:\nF11.22), mentale und Verhaltensbeeinträchtigung bei Benzodiazepinabhängigkeit (ICD-10:\nF13.25), Probleme mit Bezug auf die Lebensführung (ICD-10: Z72) (Vorakten S. 464).\n\nAm 6. August 2010 stellte Dr. med. I.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH,\ndie folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: Posttraumatische\nBelastungsstörung (DSM-IV 309.81) sowie somatische Störungen. Der Beschwerdeführer habe\ndiverse psychische und physische Traumata in den Kriegswirren seiner Heimat erlitten und bisher\nkeinerlei Aufarbeitungsmöglichkeit gehabt. Er leide unter massivem Hyperarousal, Flashbacks mit\nÄngsten, massiven Ängsten um seine physische Integrität, Schlafstörungen,\nKonzentrationsstörungen, „numbing“, was sich negativ auf die Aufmerksamkeit, Konzentration und\nFrustrationstoleranz auswirke. Das offenbar unbedingt notwendige Verdrängen gelinge kaum,\nebenso wenig das Aufarbeiten. Der Beschwerdeführer sei seit dem Jahr 2008 bis heute zu etwa 80\nProzent arbeitsunfähig (Vorakten S. 462 ff.).\n\nAm 18. Februar 2011 bestätigte Dr. med. K.________, Facharzt für Psychiatrie und\nPsychotherapie FMH, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner Drogensucht seit dem 26.\nOktober 2010 im Psychosomatischen Zentrum behandelt werde. Aktuell betrage seine\nArbeitsunfähigkeit 100 Prozent (Vorakten S. 477). Am 20. Juli 2011 stellte Dr. med. K.________\ndie folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: emotional labile\nPersönlichkeitsstörung vom impulsiven Typ (ICD-10: F60.30) (DD: anhaltende\nPersönlichkeitsveränderung (ICD-10: F60.0), rezidivierende depressive Episoden, aktuell in\nRemission (ICD-10: F33.4), persistierende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4), Status\nnach mehreren selbstinduzierten Läsionen (ICD-10: X83), postthrombotisches Syndrom der\nunteren Extremitäten, chronische Hepatitis C. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die\nArbeitsfähigkeit werden genannt: Opiatabhängigkeit (ICD-10: F11.22), Sedativa-Abhängigkeit\n(ICD-10: F13.22). Es bestehe eine volle Arbeitsunfähigkeit (Vorakten S. 509 ff.).\nKantonsgericht KG\n\nSeite 10 von 17\n\nbb) Am 8. Juli 2011 gab die Vorinstanz eine interdisziplinäre Abklärung in Auftrag. In der\nFolge wurde der Beschwerdeführer internistisch, psychiatrisch, angiologisch und dermatologisch\nuntersucht. Die interdisziplinäre Konsensbesprechung fand am 19. Januar 2012 statt (Vorakten S.\n587). Das Gutachten datiert vom 3. April 2012 (Vorakten S. 589 ff.).\n\nIm Gutachten werden die folgenden Diagnosen gestellt (Vorakten S. 565 f.):\n\nDiagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit:\n\n"}