{"Signatur": "FR_TC_011", "Spider": "FR_Gerichte", "Datum": "2015-06-22", "PDF": {"Datei": "FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2012-408_2015-06-22.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.ch/fr_helper/download.php?pfad=/tribunavtplus/ServletDownload/605_2012_408_f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b641df59b45152d3fa00dc175a5dc6d49105188a08a3060f9c2f0a8e2b3cf26f0e984c6e62d4f7ec4c857a18a94b1b062f8b&path=f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b641df59b45152d3fa00dc175a5dc6d49105188a08a3060f9c2f0a8e2b3cf26f0e984c6e62d4f7ec4c857a18a94b1b062f8b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=605_2012_408", "Checksum": "ad4d16d9152bd1caaa1ea101e723144c"}, "Scrapedate": "2026-04-05", "Num": ["605 2012 408"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 22.06.2015 605 2012 408"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cour des assurances sociales 22.06.2015 605 2012 408"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cour des assurances sociales"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Friburgo  Sozialversicherungsgerichtshöfe"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "II. 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Lange Phase von Arbeitsuntätigkeit (ICD-10: Z56)\n4. Atypische familiäre Situation (ICD-10: Z60.1)\n\nEs seien Hinweise für eine Persönlichkeitsstörung vorhanden. Bereits im Jahre 2000 habe eine\nneurotisierte Persönlichkeit festgestellt werden können. Es sei schwierig, die\nPersönlichkeitsstörung präzise zu beschreiben, da diverse Verhaltensstörungen zu beobachten\nseien. Die von dritter Seite angeführte posttraumatische Belastungsstörung könne nicht\ndiagnostiziert werden. Es könne am ehesten die Diagnose einer kombinierten\nPersönlichkeitsstörung gestellt werden. Anderweitige psychische Störungen seien nicht\naufgetreten. Angesichts des weitgehend stabilen gesundheitlichen Zustandes, zumindest auf\npsychiatrischem Gebiet, könne weiterhin von einer etwa 50-prozentigen Einschränkung der\nArbeitsfähigkeit ausgegangen werden (Vorakten S. 139 ff.).\n\ncc) Gestützt auf diese beiden Gutachten kam der RAD-Arzt Dr. med. F.________, Facharzt\nfür Psychiatrie und Psychotherapie FMH, am 12. Oktober 2006 zum Schluss, dass der\nBeschwerdeführer für leichte körperliche Arbeiten weiterhin zu 50 Prozent arbeitsfähig sei. Die\nBeeinträchtigung auf der psychisch-geistigen Ebene sei unverändert. An der seit Jahren\nbestehenden Arbeitsunfähigkeit von 50 Prozent habe sich nichts geändert (Vorakten S. 333 f.).\n\nIn seinem Bericht vom 19. März 2007 hielt das G.________ fest, dass der Beschwerdeführer eine\nstationäre Behandlung seiner Hautulcera an den Beinen und anschliessend einen\nKantonsgericht KG\n\nSeite 8 von 17\n\nlängerdauernden stationären Drogenentzug/Benzodiazepinentzug benötige (Vorakten S. 363 ff.).\nEs bestehe eine 100-prozentige Arbeitsunfähigkeit (Vorakten S. 358).\n\nDer Wundpfleger H.________ beschrieb in seinem Rapport vom 21. Juli 2007 den Zustand des\nBeschwerdeführers wie folgt: Le recourant présente un syndrome de „botte scléreuse“ au niveau\ndes deux membres inférieurs. Cette affection prétérite sensiblement la circulation sanguine et\nlymphatique au niveau dermique et hypodermique, les causes les plus fréquentes sont l’apparition\nd’abcès, d’ulcération et de douleurs importantes à la mobilisation. En date du 19 juillet 2007: Etat\ngénéral diminué, faiblesse importante, inappétence, présence d’un kyste sacro-coccygien avec\nécoulement purulent, l’altération tissulaire n’est pas préoccupante actuellement. Présence au\nniveau du membre inférieur gauche de 3 ulcères dermiques et d’indurations importantes au niveau\ndistal de la cuisse. Le membre inférieur droit présente actuellement deux ulcères en voie\nd’épitélisation. La phase de cicatrisation a toujours été longue chez le recourant, ceci au vu de sa\npathologie primaire. Depuis début juin une péjoration est apparue, principalement au niveau du\nmembre inférieur gauche. L’apparition de complications est paroxystique tous les 3 mois environ,\nceci sans cause externe apparente, le recourant demande une surveillance et un suivi régulier afin\nd’anticiper d’éventuelles complications voir traiter ces dernières le plus rapidement possible (Vorakten S. 502).\n\nIn der Folge wurde das Dossier ein weiteres Mal dem RAD-Arzt Dr. med. F.________, Facharzt für\nPsychiatrie und Psychotherapie FMH, unterbreitet, welcher den Beschwerdeführer in seinem\nBericht vom 19. Juli 2007 für eine leichte körperliche, vorwiegend sitzende und intellektuell wenig\nanspruchsvolle Tätigkeit für 50 Prozent arbeitsfähig hielt. Der Beschwerdeführer gefährde sich\ndurch die Polytoxikomanie und die prekäre Situation seiner Beine weiterhin. Eine Verschlechterung\ndes Gesundheitszustandes sei nicht ausgewiesen (Vorakten S. 374 f.).\n\ndd) Gestützt auf diese medizinischen Unterlagen wies die Vorinstanz das Revisionsgesuch\nvom 22. Oktober 2004 ab. Sie erwog, gemäss dem Ergebnis der angeordneten spezialärztlichen\nBegutachtungen und der Berichte des RAD habe sich der Gesundheitszustand des\nBeschwerdeführers nicht verschlechtert. Es bestehe weiterhin eine Arbeits- und Erwerbsfähigkeit\nvon 50 Prozent, welche Anspruch auf die bisherige (halbe) Invalidenrente gebe (Vorakten S. 379\nf.).\n\nb) Die nunmehr im vorliegenden Beschwerdeverfahren angefochtene Verfügung der Vorinstanz vom 27. September 2012 basiert auf der folgenden medizinischen Sachlage:\n\naa) Am 18. August 2009 bescheinigte das G.________, dass der Beschwerdeführer unter\nmassiven physischen und psychischen Beschwerden leide. Es bestehe unter anderem auch eine\nCharakterpathologie, welche ein normales Funktionieren deutlich einschränke. Unter anderem\nseien damit auch Bereiche wie Zuverlässigkeit, Organisation des Alltages klar eingeschränkt.\nSeine physischen Beschwerden würden seine psychischen Probleme zudem verschärfen. Der\nBeschwerdeführer sei nur im geschützten Arbeitsbereich teilzeitlich einsetzbar (Vorakten S. 415).\n\n"}