{"Signatur": "FR_TC_011", "Spider": "FR_Gerichte", "Datum": "2010-12-20", "PDF": {"Datei": "FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2010-319_2010-12-20.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.ch/fr_helper/download.php?pfad=/tribunavtplus/ServletDownload/605_2010_319_f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b6410839334915ef11c97ff13c67fdac22b1315ffea3a4f02661da4ca62e1e97344336267f83490147cadbf0f2c43398f032&path=f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b6410839334915ef11c97ff13c67fdac22b1315ffea3a4f02661da4ca62e1e97344336267f83490147cadbf0f2c43398f032&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=605_2010_319", "Checksum": "2f7dd812bed0c84cd89ebb309c1b2796"}, "Scrapedate": "2026-04-05", "Num": ["605 2010 319"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 20.12.2010 605 2010 319"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cour des assurances sociales 20.12.2010 605 2010 319"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cour des assurances sociales"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Friburgo  Sozialversicherungsgerichtshöfe"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "I. 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Dezember 2010\n\nSOZIALVERSICHERUNGSGERICHTSHOF\n\nBESETZUNG Stellvertretender Präsident: Christoph Rohrer\nBeisitzer: Bruno Kaufmann,\nArmin Sahli\n\nPARTEIEN AHV-KASSE A.________, Beschwerdeführerin,\n\ngegen\n\nKANTONALE AUSGLEICHKASSE FÜR FAMILIENZULAGEN, Vorinstanz\n\nGEGENSTAND Familienzulagen\n\nBeschwerde vom 30. September 2010 gegen den Einspracheentscheid\nvom 8. Oktober 2010\n-2-\n\nS a c h v e r h a l t\n\nA. Die kantonale Ausgleichskasse für Familienzulagen (nachfolgend: kantonale\nFamilienausgleichskasse) hat mit Verfügung vom 22. September 2010 das Begehren der\nAHV-Kasse A.________ abgelehnt, aufgrund der AHV-rechtlichen Mutationsmeldungen\nvom 26. August 2010 betreffend 97 aufgelistete Betriebe, die bei der AHV-Kasse\nA.________ bereits für die AHV angeschlossen sind, auf den 1. Januar 2011 den Wechsel\nvon der kantonalen Familienausgleichskasse in die berufseigene Familienausgleichskasse\nder B.________ des Kantons Freiburg vorzunehmen. Die AHV-Kasse A.________, von\nder Familienausgleichskasse der B.________ des Kantons Freiburg ab dem 1. Januar\n2011 zu deren Geschäftsführung beauftragt, stellte das Begehren um Kassenwechsel im\nRahmen der Bereinigung des Mitgliederregisters. Die kantonale Familienausgleichskasse\nbegründete die Ablehnung des Begehrens im Wesentlichen damit, dass für den\nKassenwechsel gemäss kantonaler Familienzulagengesetzgebung eine schriftliche und\neingeschriebene Kündigung durch das einzelne Mitglied selber erforderlich sei. Sie räumte\ndiesbezüglich eine Nachfrist bis am 2. November 2010 ein.\n\nAuf eine dagegen von der AHV-Kasse A.________ am 30. September 2010 erhobene\nBeschwerde ist das Kantonsgericht mit Verfügung vom 6. Oktober 2010 mangels eines\nAnfechtungsobjekts nicht eingetreten und hat die Angelegenheit an die kantonale\nFamilienausgleichskasse zur Durchführung des Einspracheverfahren zurückgewiesen (vgl.\nVerfahren 605 2010-309).\n\nB. Mit Einspracheentscheid vom 8. Oktober 2010 wies die kantonale Ausgleichskasse\nin Bestätigung ihrer Verfügung vom 22. September 2010 die Einsprache der AHV-Kasse\nA.________ vom 30. September 2010 ab. Sie begründete dies im Wesentlichen damit,\ndass die eidgenössische Gesetzgebung über die Familienzulagen als Rahmengesetz zu\nverstehen sei, welches ausdrücklich vorsehe, dass die Kantone die Voraussetzungen für\nden Wechsel der Kasse regeln. Damit würden betreffend den Kassenwechsel e contrario\nandere als AHV-rechtliche Bestimmungen ausdrücklich als zulässig erachtet.\n\nC. Gegen diesen Entscheid erhob die AHV-Kasse A.________ am 12. Oktober 2010\nBeschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Freiburg, Sozialversicherungsgerichtshof.\nSie beantragt, dass in Gutheissung der Beschwerde der von der AHV-Kasse A.________\nverlangte Kassenwechsel ohne weiteres auf den 1. Januar 2011 vorzunehmen sei.\nAusserdem beantragt sie, dass die kantonale Ausgleichskasse für Familienzulagen\nanzuweisen sei, zum reibungslosen Ablauf des Kassenwechsels im Sinne des ATSG Hand\nzu bieten. Sie bringt im Wesentlichen vor, dass die Kantone in der Ausgestaltung der\nAusführungsbestimmungen die Vorgaben des Bundesrechts zu beachten haben. Bei einer\nzwingenden bundesrechtlichen Vorschrift hätten die kantonalen Kündigungsvorschriften\nkeinen Platz; diese seien unsachlich und willkürlich.\n\nIn ihren Bemerkungen vom 18. Oktober 2010 verweist die kantonale Familienausgleichskasse auf die Ausführungen im Einspracheentscheid und beantragt die Abweisung\nder Beschwerde.\n\nDie weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit sie für die Urteilsfindung\nmassgebend sind, aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.\n-3-\n\nE r w ä g u n g e n\n\n1. Über Beschwerden gegen Entscheide der Familienausgleichskassen entscheidet\ngemäss Art. 22 des Bundesgesetzes vom 24. März 2006 über die Familienzulagen\n(Familienzulagengesetz; FamZG; SR 836.2) in Abweichung von Art. 58 Abs. 1 und 2 des\nBundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) das Versicherungsgericht des Kantons, dessen Familienzulagenordnung anwendbar ist. Nach Art. 12 Abs. 2 FamZG untersteht der Arbeitgeber\nder Familienzulagenordnung des Kantons, in dem das Unternehmen seinen rechtlichen\nSitz hat, oder, wenn ein solcher fehlt, ihres Wohnsitzkantons. Gemäss Mitgliederliste sind\nvorliegend ausschliesslich Arbeitgeber-Betriebe respektive Arbeitgeber mit Sitz respektive\nWohnsitz im Kanton Freiburg betroffen. Entsprechend ist die Beschwerde vom\n12. Oktober 2010 gegen den Einspracheentscheid der kantonalen Familienausgleichskasse vom 8. Oktober 2010 fristgerecht bei der sachlich und örtlich zuständigen\nBeschwerdeinstanz eingereicht worden. Die Beschwerdeführerin hat als Adressatin des\nangefochtenen Entscheids ein schutzwürdiges Interesse, dass das Kantonsgericht\nFreiburg, Sozialversicherungsgerichtshof, dessen Rechtmässigkeit überprüft.\n\nAuf die Beschwerde ist einzutreten.\n\n"}