{"Signatur": "FR_TC_010", "Spider": "FR_Gerichte", "Datum": "2014-01-20", "PDF": {"Datei": "FR_Gerichte/FR_TC_010_604-2012-132_2014-01-20.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.ch/fr_helper/download.php?pfad=/tribunavtplus/ServletDownload/604_2012_132_f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b64198fa50abdcdeeac59017b3e7558214a053414f0969fe319ca9342cb29852817dd47512cd5a0e5bbd3ebc81871dc495ed&path=f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b64198fa50abdcdeeac59017b3e7558214a053414f0969fe319ca9342cb29852817dd47512cd5a0e5bbd3ebc81871dc495ed&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=604_2012_132", "Checksum": "d02cf76228ecd6b5f5780f33227a7bb9"}, "Scrapedate": "2026-04-05", "Num": ["604 2012 132"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Steuergerichtshof 20.01.2014 604 2012 132"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cour fiscale 20.01.2014 604 2012 132"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Steuergerichtshof"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cour fiscale"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Friburgo  Steuergerichtshof"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Urteil des Steuergerichtshofes des Kantonsgerichts | Einkommens- und Vermögenssteuer der natürlichen Personen"}], "ScrapyJob": "446973/26/2286", "Zeit UTC": "05.04.2026 04:04:12", "Checksum": "f60cd1b3f73932201e2e280880996c22", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Freiburg Kantonsgericht Steuergerichtshof 20.01.2014 604 2012 132\nRegeste:\nUrteil des Steuergerichtshofes des Kantonsgerichts | Einkommens- und Vermögenssteuer der natürlichen Personen\n\n Tribunal cantonal TC\nKantonsgericht KG\n\nAugustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg\n\nT +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01\nwww.fr.ch/tc\n\n604 2012 132\n604 2012 133\n\nUrteil vom 20. Januar 2014\nSteuergerichtshof\n\nBesetzung Präsident: Marc Sugnaux\nRichter: Anne-Sophie Peyraud,\nHugo Casanova\nGerichtsschreiberin: Elisabeth Rime Rappo\n\nParteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch CBC Treuhand AG\n\ngegen\n\nKANTONALE STEUERVERWALTUNG, Vorinstanz\n\nGegenstand Einkommens- und Vermögenssteuer der natürlichen Personen;\nBerichtigung / Korrektur eines offensichtlichen Veranlagungsfehlers\n\nBeschwerde vom 30. November 2012 gegen den Einspracheentscheid vom\n7. November 2012; direkte Bundessteuer und Kantonssteuer 2008\n\n—\nPouvoir Judiciaire PJ\nGerichtsbehörden GB\nKantonsgericht KG\n\nSeite 2 von 10\n\nSachverhalt\n\nA. A.________ war während Jahren in B.________ wohnhaft und dementsprechend im Kanton\nFreiburg unbeschränkt steuerpflichtig. Gemäss Mitteilung der Gemeinde B.________ vom 30. Juni\n2009 verlegte er gleichentags seinen Wohnsitz nach C.________/TG. Aufgrund seines\nLiegenschaftsbesitzes in B.________ und D.________ blieb er jedoch im Kanton Freiburg\nbeschränkt steuerpflichtig.\nB. In der Steuererklärung, welche er am 18. Dezember 2009 für die Steuerperiode 2008\n(Kantonssteuer und direkte Bundessteuer) einreichte, deklarierte A.________ ein steuerbares\nEinkommen von 115'220 Franken sowie ein steuerbares Vermögen von 13'701'990 Franken.\nGemäss Veranlagungsanzeige vom 18. Februar 2010 wurde er für das Jahr 2008, in dem er sein\nHauptsteuerdomizil letztmals noch im Kanton Freiburg hatte, mit einem steuerbaren Einkommen\nvon 24'656 Franken (Kanton; satzbestimmendes Einkommen: 139'660 Franken, geschuldete\neinfache Steuer: 3'043.60 Franken) bzw. 0 Franken (Bund) sowie einem steuerbaren Vermögen\nvon 1'208'683 Franken (satzbestimmend: 12'924'718 Franken, geschuldete einfache\nKantonssteuer: 4'230.10 Franken) veranlagt. Aus der Verfügung ergibt sich, dass die Kantonale\nSteuerverwaltung von einer bloss beschränkten Steuerpflicht (Liegenschaftsbesitz) ausgegangen\nist.\nC. Mit Schreiben vom 30. September 2011 teilte A.________ der Kantonalen Steuerverwaltung\nmit, die Verrechnungssteuer für das Jahr 2008 habe gemäss seiner Steuererklärung für dieses\nJahr 63'645.25 Franken betragen. Bei der Durchsicht seiner Steuerakten habe er festgestellt, dass\nihm dieser Betrag noch nicht zurückerstattet worden sei. Da er seit Juni 2009 seinen Wohnsitz im\nKanton Thurgau habe, bitte er um Überweisung des entsprechenden Betrages.\nDiesem Begehren wurde mit Entscheid vom 23. November 2011 stattgegeben. Gleichzeitig wurde\ndarauf hingewiesen, dass der Betrag auf der Abrechnung, welche den Saldo der Steuern von 2008\nfestsetze, verrechnet werde.\nD. In der Folge eröffnete die Kantonale Steuerverwaltung A.________ am 15. Dezember 2011\neine neue ordentliche Veranlagungsanzeige für die Kantonssteuer und die direkte Bundessteuer\n2008 mit dem Vermerk \"Berichtigung\". Darin wurden – nun auf der Grundlage des\nHauptsteuerdomizils im Kanton Freiburg – das steuerbare Einkommen auf 106'057 Franken\n(Kanton; satzbestimmend: 144'178 Franken, geschuldete einfache Steuer: 13'280.55 Franken)\nbzw. 92'693 Franken (Bund; satzbestimmend: 116'178 Franken, geschuldete Steuer:\n3'635 Franken) und das steuerbare Vermögen auf 11'779'347 Franken (satzbestimmend:\n13'923'482 Franken, geschuldete einfache Kantonssteuer: 41'227.55 Franken) festgesetzt.\nE. Am 10. Januar 2012 erhob A.________ gegen diese neue Veranlagung Einsprache. Er\nmachte geltend, die massgeblichen Steuerfaktoren für das Jahr 2008 seien bereits mit der\nrechtskräftigen Veranlagungsanzeige vom 18. Februar 2010 festgelegt worden.\nMit Entscheid vom 7. November 2012 wurde die Einsprache abgewiesen. Zur Begründung legte\ndie Kantonale Steuerverwaltung insbesondere dar, die Einschätzungsbehörde habe am\n18. Februar 2010 irrtümlicherweise die Veranlagung wie bei einem Liegenschaftseigentümer im\nKanton Freiburg mit Wohnsitz in einem anderen Kanton vorgenommen, obwohl der Pflichtige zu\ndiesem Zeitpunkt vollständig im Kanton Freiburg steuerpflichtig gewesen sei. Somit seien die\nEinkommen aus AHV-Renten (Code 3.110), die Privatkapitalien (Code 3.210), die Sammlungen,\nKunstwerke, usw. (Code 3.530) und die Kosten aus Wertschriftenverwaltung (Code 4.320) damals\nKantonsgericht KG\n\nSeite 3 von 10\n\n"}