{"Signatur": "FR_TC_007", "Spider": "FR_Gerichte", "Datum": "2015-12-30", "PDF": {"Datei": "FR_Gerichte/FR_TC_007_601-2014-148_2015-12-30.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.ch/fr_helper/download.php?pfad=/tribunavtplus/ServletDownload/601_2014_148_f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b641d5f25561801ddfad1f8f62606a9fe5018adcdcd09721a5a18dcd77281325ab2b6c5e8705d248e8aae37fd6e079bb43c5&path=f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b641d5f25561801ddfad1f8f62606a9fe5018adcdcd09721a5a18dcd77281325ab2b6c5e8705d248e8aae37fd6e079bb43c5&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=601_2014_148", "Checksum": "cca697c5ec7a10f663924539e13d21e6"}, "Scrapedate": "2026-04-05", "Num": ["601 2014 148"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 30.12.2015 601 2014 148"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cours administrative 30.12.2015 601 2014 148"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cours administrative"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Friburgo  Verwaltungsgerichtshöfe"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "I. 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Verwaltungsgerichtshof\n\nBesetzung Präsidentin: Marianne Jungo\nRichter: Josef Hayoz, Christian Pfammatter\nGerichtsschreiber-Praktikant: Pierre Portmann\n\nParteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt\nTarkan Göksu\n\ngegen\n\nSTAATSRAT DES KANTONS FREIBURG, Vorinstanz,\n\nHFR FREIBURG KANTONSSPITAL, Beschwerdegegner/Erstinstanz,\nvertreten durch die Rechtsanwälte Luke H. Gillon und Raphaël Tinguely\n\nGegenstand Amtsträger der Gemeinwesen / öffentliches Dienstrecht\n\nForderung aus Arbeitsverhältnis / Überzeit / Überstunden\n\nBeschwerde vom 10. Oktober 2014 gegen den Entscheid des Staatsrats\nvom 8. September 2014\n\n—\nPouvoir Judiciaire PJ\nGerichtsbehörden GB\nKantonsgericht KG\n\nSeite 2 von 10\n\nSachverhalt\n\nA. A.________ war seit dem 1. Oktober 2005 als Assistenzarzt und ab dem 2. September 2008\nals Oberarzt im \"HFR Freiburg - Kantonsspital\" (nachfolgend: das Kantonsspital) tätig. Das\nArbeitsverhältnis wurde auf den 31. Juli 2012 im gegenseitigen Einverständnis aufgelöst. Am\n19. April 2012 gelangte A.________ an das Kantonsspital und machte geltend, er habe im\nZeitraum 1. Oktober 2008 bis 30. Juni 2011 2'844 Überstunden geleistet und wolle hierfür eine\nAbgeltung. Mit Verfügung vom 11. Dezember 2012 wies das Kantonsspital das Begehren ab. Es\nstellte fest, dass gemäss Anstellungsvertrag Überstunden für Oberärzte nicht entschädigt würden.\nAusnahmen seien zwar vorgesehen, die vorliegend jedoch nicht gegeben seien. Überdies hätten\ndie Oberärzte im Dezember 2010 für die Jahre 2009 und 2010 Entschädigungen für jeweils\n140 Stunden erhalten. Für das Jahr 2011 seien neue Richtlinien erstellt und gestützt darauf\nA.________ im Oktober 2011 CHF 12'500.- ausbezahlt worden.\n\nB. Mit Beschwerde vom 14. Januar 2013 gelangte A.________ an den Staatsrat und\nbeantragte, in Gutheissung der Beschwerde sei das Kantonsspital zu verpflichten, ihm (für die in\nder Zeit vom 1. Oktober 2008 bis zum 30. Juni 2011 geleisteten Überstunden) einen Betrag von\nCHF 175'090.40, nebst Zins zu 5% seit dem 15. Juli 2010, zu bezahlen. Der Staatsrat wies mit\nBeschluss vom 8. September 2014 die Beschwerde ab, soweit er darauf eintrat. Zur Begründung\nbrachte er unter anderem vor, dass A.________ die Überstundenauszahlungen vom Dezember\n2010 für die Jahre 2009 und 2010 sowie vom Oktober 2011 für das Jahr 2011 vorbehaltlos\nentgegengenommen habe. Im Übrigen seien die geltend gemachten Überstunden nicht belegt.\n\nC. Am 10. Oktober 2015 lässt A.________ beim Kantonsgericht\nVerwaltungsgerichtsbeschwerde führen. Er hält an seinem Begehren gemäss Beschwerde vom\n14. Januar 2013 fest.\n\nDer Staatsrat verweist in seiner Eingabe vom 20. Januar 2015 auf die Erwägungen im\nangefochtenen Entscheid.\n\nDas Kantonsspital schliesst auf Abweisung der Beschwerde.\n\nErwägungen\n\n1. a) Damit das Kantonsgericht auf die Beschwerde eintreten und diese materiell behandeln\nkann, müssen die Prozessvoraussetzungen gegeben sein. Diese umschreiben die Umstände\nbeziehungsweise Erfordernisse, die erfüllt sein müssen, damit ein Begehren in einem bestimmten\nVerfahren vor einer bestimmten Behörde materiell beurteilt werden kann. Sie sind von Amtes\nwegen zu prüfen (Art. 16 Abs. 1 des Gesetzes vom 23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege\n[VRG; SGF 150.1]). Sind die Prozessvoraussetzungen nicht gegeben, wird auf die Beschwerde\nnicht eingetreten (BERTSCHI, in Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons\nZürich, 3. Aufl. 2014, Vorbemerkungen zu §§ 19-28a N. 50).\nKantonsgericht KG\n\nSeite 3 von 10\n\nb) Das Kantonsspital ist eine öffentlich-rechtliche Anstalt mit eigener Rechtspersönlichkeit\n(Art. 4 Abs. 1 des Gesetzes vom 27. Juni 2006 über das freiburger spital [HFRG; SGF 822.0.1]).\nGestützt auf Art. 37 Abs. 1 HFRG untersteht das Dienstverhältnis der in einem öffentlichen Spital\narbeitenden Personen dem Gesetz vom 17. Oktober 2011 über das Staatspersonal (StPG; SGF\n122.70.1). Das Kantonsspital ist Anstellungsbehörde. Demnach ist das Arbeitsverhältnis zwischen\nihm und dem Beschwerdeführer öffentlich-rechtlicher Natur. Nach Art. 132 Abs. 1 StPG kann jeder\nEntscheid, den eine Behörde in Anwendung des StPG über einen Mitarbeiter fällt, mit einer\nBeschwerde an die jeweils vorgesetzte Behörde bis hin zum Staatsrat angefochten werden.\nÜberdies können die Beschwerdeentscheide des Staatsrats mit einer Beschwerde an das\nKantonsgericht weitergezogen werden. Somit ist dessen Zuständigkeit zur Beurteilung der\nvorliegenden Beschwerde gegeben (vgl. auch Art. 114 Abs. 1 lit. a VRG).\n\nc) Die Beschwerdelegitimation steht ausser Frage (vgl. Art. 76 lit. a VRG). Die Beschwerde\nwurde innert der dreissigtägigen Beschwerdefrist (Art. 79 Abs. 1 VRG) eingereicht und entspricht\nformal und inhaltlich grundsätzlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 80 ff. VRG; vgl. immerhin\nunten E. 7).\n\n"}