{"Signatur": "FR_TC_007", "Spider": "FR_Gerichte", "Datum": "2017-03-21", "PDF": {"Datei": "FR_Gerichte/FR_TC_007_601-2013-112_2017-03-21.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.ch/fr_helper/download.php?pfad=/tribunavtplus/ServletDownload/601_2013_112_f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b6413121d71d542d83609ab3242f3fa48f125065ecbb7941ea952158633efa8f33d461d354cf887673a4319837b8a8c0ca6c&path=f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b6413121d71d542d83609ab3242f3fa48f125065ecbb7941ea952158633efa8f33d461d354cf887673a4319837b8a8c0ca6c&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=601_2013_112", "Checksum": "8f8bc7b5f1c9cb445a02910a1b765a53"}, "Scrapedate": "2026-04-05", "Num": ["601 2013 112"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 21.03.2017 601 2013 112"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cours administrative 21.03.2017 601 2013 112"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cours administrative"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Friburgo  Verwaltungsgerichtshöfe"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "I. Verwaltungsgerichtshof"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Entscheid des I. Verwaltungsgerichtshofes des Kantonsgerichts | Haftung der Gemeinwesen und ihrer Amtsträger"}], "ScrapyJob": "446973/26/2286", "Zeit UTC": "05.04.2026 04:21:11", "Checksum": "9356685d9b7878e9a8801e8b2bcb736b", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 21.03.2017 601 2013 112\nRegeste:\nEntscheid des I. Verwaltungsgerichtshofes des Kantonsgerichts | Haftung der Gemeinwesen und ihrer Amtsträger\n\n Tribunal cantonal TC\nKantonsgericht KG\n\nAugustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg\n\nT +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01\nwww.fr.ch/tc\n\n601 2013 112\n\nUrteil vom 21. Februar 2017\nI. Verwaltungsgerichtshof\n\nBesetzung Präsidentin: Marianne Jungo\nRichterin: Dominique Gross\nErsatzrichter: Felix Baumann\nGerichtsschreiberin-Praktikantin: Estelle Seiler\n\nParteien A.________, Klägerin, vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Meyer,\namtlicher Rechtsbeistand\n\ngegen\n\nFreiburger Spital (HFR), Beklagter, vertreten durch Rechtsanwalt Elmar\nPerler\n\nGegenstand Haftung der Gemeinwesen und ihrer Amtsträger, Spitalhaftung\n\nKlage vom 14. Oktober 2013\n\n—\nPouvoir Judiciaire PJ\nGerichtsbehörden GB\nKantonsgericht KG\n\nSeite 2 von 16\n\nSachverhalt\n\nA. Nach eingehenden Abklärungen wurde an A.________ am 30. März 2007 von Dr. med.\nB.________ im Kantonsspital Freiburg eine laparoskopische Magenbypass-Operation\ndurchgeführt. Die Nachbetreuung erfolgte in einer ersten Phase durch Dr. B.________; dieser\nführte am 10. April 2007, 23. August 2007, 6. Dezember 2007 und 6. März 2008 Nachkontrollen\ndurch. Nach ihrem Umzug nach C.________ wurde A.________ ab September 2008 von Dr. med.\nD.________ betreut. Ende Dezember 2009 begab sich A.________ wegen heftiger Magenkrämpfe\nzweimal in die Notfallaufnahme des Spitals E.________. Die Ursache der Krämpfe konnte nicht\neruiert werden. Im Januar/Februar 2011 erlitt A.________ weitere Krämpfe und musste\nnotfallmässig ins Spital E.________ eingewiesen werden. Von dort wurde sie für eine Magen-\n/Darmspiegelung an das Spital F.________ überwiesen, wobei Anastomosenvarizen\n(Krampfadern) festgestellt und verödet wurden. Im Mai 2011 wurde sie erneut notfallmässig ins\nSpital E.________ und anschliessend ins Spital F.________ eingewiesen, wo wiederum eine\nMagen-Darm-Spiegelung durchgeführt und Anastomosenvarizen festgestellt wurden. Ende Mai\n2011 musste sich A.________ erneut ins Spital E.________ begeben, wo sie am 31. Mai 2011\noperiert wurde. Gemäss Operationsbericht wurde eine zweifache Malrotation im Bereich der\nGastroenterostomie und der Enteroenterostomie festgestellt.\n\nMit Schreiben vom 16. November 2011 zeigte die G.________ dem Kantonsspital Freiburg im\nNamen von A.________ diese Malrotation an. Am 28. November 2011 nahm PD Dr. B.________\nStellung und gab an, die Operation vom 30. März 2007 sei korrekt erfolgt. Am 22. März 2012\nnahmen die operierenden Ärzte des Spitals E.________, Prof. Dr. med. H.________ und Dr. med.\nI.________, zuhanden der G.________ zum Schreiben Dr. B.________s schriftlich Stellung.\n\nB. Mit Eingabe vom 29. Mai 2012 hat A.________ ihre Haftungsansprüche aus der\nMagenbypass-Operation vom 30. März 2007 beim HFR Freiburg – Kantonsspital (im Folgenden:\nHFR) angemeldet und ihren Schaden sowie eine Genugtuung geltend gemacht.\n\nMit Schreiben vom 25. April 2013 lehnte das HFR seine Haftungsansprüche vollumfänglich ab.\n\nC. Am 14. Oktober 2013 reichte A.________ beim Kantonsgericht eine Haftungsklage gegen\ndas HFR ein. Sie stellt folgende Rechtsbegehren:\n\n1. Das Freiburger Spital (HFR) wird verurteilt, infolge der am 30. März 2007\ndurchgeführten Magen-Bypass-Operation folgende Beträge zu bezahlen:\n- CHF 9'661.30 als Schaden nebst Zins zu 5 % auf CHF 4'440.- seit dem 15. März 2011\nund auf CHF 5'221.20 seit dem 29. Mai 2012;\n- CHF 50'000.- als Genugtuung nebst Zins zu 5 % seit dem 30. März 2007.\n2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Freiburger Spitals (HFR).\n\nGleichzeitig ersuchte sie um Gewährung der vollständigen unentgeltlichen Rechtspflege.\n\nMit Verfügung vom 16. Oktober 2013 setzte der Instruktionsrichter des I. Verwaltungsgerichtshofs\n(im Folgenden: der Instruktionsrichter) dem HFR Frist bis zum 18. November 2013, um zu beiden\nEingaben A.________s Stellung zu nehmen und die vollständigen Akten einzureichen. Auf Antrag\ndes Rechtsbeistandes des HFR wurde diese Frist zweimal verlängert. In seiner fristgerecht\nKantonsgericht KG\n\nSeite 3 von 16\n\neingereichten Klageantwort vom 6. Februar 2014 schliesst das HFR auf kostenfällige Abweisung\nder Klage. Zum Begehren um unentgeltliche Rechtspflege äusserte es sich nicht.\n\nAm 7. Februar 2014 setzte der Instruktionsrichter A.________ Frist bis zum 13. März 2014, um\neine Replik einzureichen. Nach zweimaliger Fristverlängerung reichte A.________ am 23. Mai\n2014 fristgerecht ihre Replik ein. Sie hält an ihren Rechtsbegehren fest.\n\nDas HFR duplizierte nach Fristverlängerung am 5. September 2014 fristgerecht. Es bestätigt\nseinen Antrag auf kostenfällige Abweisung der Klage.\n\nD. Mit Verfügung vom 23. Oktober 2014 wies der Instruktionsrichter das Gesuch A.________s\num Gewährung der vollständigen unentgeltlichen Rechtspflege ab.\n\nGegen die Verfügung des Instruktionsrichters vom 23. Oktober 2014 reichte A.________ am\n5. November 2014 Beschwerde beim I. Verwaltungsgerichtshof ein. Gleichzeitig ersucht sie um\nGewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für das Beschwerdeverfahren.\n\n"}