{"Signatur": "FR_TC_006", "Spider": "FR_Gerichte", "Datum": "2014-10-13", "PDF": {"Datei": "FR_Gerichte/FR_TC_006_501-2013-41_2014-10-13.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.ch/fr_helper/download.php?pfad=/tribunavtplus/ServletDownload/501_2013_41_f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b64144e3eb099818e43b030a42af7b0f87851820dd563238269f52dbda8dbfbdb467af4485c6722ac448892c34788bf3d6e5&path=f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b64144e3eb099818e43b030a42af7b0f87851820dd563238269f52dbda8dbfbdb467af4485c6722ac448892c34788bf3d6e5&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=501_2013_41", "Checksum": "8a8baa59a97f7a5a2435bb2877f86da7"}, "Scrapedate": "2026-04-05", "Num": ["501 2013 41"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Strafappellationshof 13.10.2014 501 2013 41"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cour d'appel pénal 13.10.2014 501 2013 41"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Strafappellationshof"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cour d'appel pénal"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Friburgo  Strafappellationshof"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Urteil des Strafappellationshofs des Kantonsgerichts | Strafrecht"}], "ScrapyJob": "446973/26/2286", "Zeit UTC": "05.04.2026 05:03:07", "Checksum": "3d6b11fa853bc9c7c529d404f3ec2b73", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Freiburg Kantonsgericht Strafappellationshof 13.10.2014 501 2013 41\nRegeste:\nUrteil des Strafappellationshofs des Kantonsgerichts | Strafrecht\n\n Tribunal cantonal TC\nKantonsgericht KG\n\nAugustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg\n\nT +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01\nwww.fr.ch/tc\n\n501 2013 41\n\nUrteil vom 13. Oktober 2014\nStrafappellationshof\n\nBesetzung Präsident: Michel Favre\nRichterinnen: Dina Beti, Catherine Overney\nGerichtsschreiberin: Cornelia Thalmann El Bachary\n\nParteien A.________, Beschuldigter und Berufungsführer, vertreten durch\nRechtsanwalt Tarkan Göksu\n\ngegen\n\nSTAATSANWALTSCHAFT, Berufungsgegnerin, vertreten durch\nStaatsanwältin Alessia Chocomeli-Lisibach\n\nund\n\nB.________, Zivil- und Strafklägerin, vertreten durch Rechtsanwalt\nPeter Huber\n\nGegenstand Vergewaltigung, sexuelle Nötigung (Art. 189, 190, 200 StGB)\n\nBerufung vom 6. August 2008 gegen das Urteil des Strafgerichts des\nSensebezirks vom 18. März 2008 (Rückweisung des Bundesgerichts\nvom 28. Februar 2013)\n\n—\nPouvoir Judiciaire PJ\nGerichtsbehörden GB\nKantonsgericht KG\n\nSeite 2 von 24\n\nSachverhalt\n\nA. Der Vater von B.________ entdeckte im November 2006 eine Chatunterhaltung auf ihrem\nComputer, die sie am 8. November 2006 geführt hatte. Darin erzählte sie, sie sei im Sommer 2005\ndurch K.O.-Tropfen gefügig gemacht und von acht Männern missbraucht worden. Der Vater\nmeldete in der Folge der Polizei, B.________ sei von A.________ und dessen Freunden\nmehrmals zum Geschlechtsverkehr sowie oralem Sex gezwungen worden. Die polizeiliche\nUntersuchung förderte noch weitere Delikte zu Tage, die rechtskräftig beurteilt und im\nvorliegenden Verfahren nicht mehr angefochten sind.\n\nB. Das Bezirksstrafgericht Sense verurteilte A.________ am 18. März 2008 wegen\nVergewaltigung, sexueller Nötigung und versuchter Vergewaltigung, begangen am 16. Juli 2005\nzum Nachteil von B.________; mehrfachen sexuellen Handlungen mit zwei Kindern, begangen\nzwischen Dezember 2005 und November 2006; sexueller Nötigung, begangen im April/Mai 2006;\nFörderung der Prostitution, begangen im Herbst 2006, sowie mehrfachen Fahrens in\nfahrunfähigem Zustand, begangen am 9. März 2007 und 3. Juni 2007, zu einer Freiheitsstrafe von\n3 ½ Jahren, teilweise als Zusatzstrafe zum Urteil des Untersuchungsrichteramtes III Bern-\nMittelland vom 20. Oktober 2005. Zudem verpflichtete es A.________ verschiedene Genugtuungszahlungen zu leisten. Das Verfahren wegen einfacher Körperverletzung stellte es ein.\n\nDer Strafappellationshof des Kantons Freiburg wies am 17. September 2009 die Berufung von\nA.________ ab und bestätigte das angefochtene Urteil (501 2008 56). A.________ führte gegen\ndas Urteil des Strafappellationshofs Beschwerde in Strafsachen. Das Bundesgericht hiess die\nBeschwerde am 13. Dezember 2010 gut und wies die Sache zur neuen Entscheidung an die\nVorinstanz zurück (6B_1078/2009).\n\nMit Urteil vom 5. März 2012 (501 2010 88) bestätigte der Strafappellationshof des Kantons\nFreiburg die Schuldsprüche sowie die Genugtuungs- und Entschädigungszahlungen, sprach\nA.________ aber vom Vorwurf der vollendeten Vergewaltigung frei. Er verurteilte ihn zu einer\nFreiheitsstrafe von 40 Monaten, teilweise als Zusatzstrafe zum Urteil des\nUntersuchungsrichteramtes III Bern-Mittelland vom 20. Oktober 2005. Mit Urteil vom 28. Februar\n2013 hiess das Bundesgericht die gegen diesen Entscheid eingereichte Beschwerde gut und wies\ndie Sache zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zurück (6B_350/2012).\n\nMit Gesuch vom 26. März 2013 hat der Berufungsführer den Ausstand sämtlicher Mitglieder des\nStrafappellationshofs verlangt, welche bisher in der vorliegenden Sache geamtet haben. Mit Urteil\nvom 9. Juli 2013 (501 2013 49) hat der Strafappellationshof das Ausstandgesuch gutgeheissen,\nsoweit es Kantonsrichter C.________ und Gerichtsschreiberin D.________ betraf, im Übrigen\njedoch abgewiesen.\n\nC. Am 25. September 2013 wurden die Parteien aufgefordert, ihre Verfahrensanträge\neinzureichen, was die Staatsanwaltschaft mit Brief vom 22. Oktober 2013 und der Berufungsführer\nmit Brief vom 16. Dezember 2013 taten.\n\nMit Verfügung vom 11. April 2014 hat die Verfahrensleitung dem Antrag des Berufungsführers auf\nDurchführung einer publikumsöffentlichen Verhandlung stattgegeben, seine Anträge auf\nEinvernahme weiterer Zeugen hingegen abgewiesen.\nKantonsgericht KG\n\nSeite 3 von 24\n\nEin aktueller Strafregisterauszug betreffend den Berufungsführer wurde am 18. September 2014\neingereicht. Am 3. Oktober 2014 wurde zudem der den Berufungsführer betreffende Strafbefehl\nder Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland vom 29. Juni 2011 zu den Akten genommen.\n\nAnlässlich der Verhandlung vom 13. Oktober 2014 erschienen A.________, Berufungsführer,\ndessen amtlicher Verteidiger, Rechtsanwalt Tarkan Göksu, Staatsanwältin Alessia Chocomeli-\nLisibach, sowie im Namen der Zivil- und Strafklägerin B.________, deren amtlicher Verteidiger\nRechtsanwalt Peter Huber.\n\nRechtsanwalt Tarkan Göksu wiederholte seinen Antrag auf Einvernahme zweier Zeugen und die\nParteien hielten kurze Parteivorträge dazu. Der Strafappellationshof wies den Beweisantrag ab.\n\n"}