{"Signatur": "FR_TC_005", "Spider": "FR_Gerichte", "Datum": "2013-05-28", "PDF": {"Datei": "FR_Gerichte/FR_TC_005_502-2012-174_2013-05-28.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.ch/fr_helper/download.php?pfad=/tribunavtplus/ServletDownload/502_2012_174_f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b6413dfc188898856b681a51c450733d3aeef1f366e47866ce9e747e83d3dd33579d46396df12b0796ecb01666ce79f4ddaa&path=f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b6413dfc188898856b681a51c450733d3aeef1f366e47866ce9e747e83d3dd33579d46396df12b0796ecb01666ce79f4ddaa&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=502_2012_174", "Checksum": "1fc1fa8c0721c5947b1f39f3b32cd405"}, "Scrapedate": "2026-04-05", "Num": ["502 2012 174"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Strafkammer 28.05.2013 502 2012 174"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Chambre pénale 28.05.2013 502 2012 174"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Strafkammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Chambre pénale"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Friburgo  Strafkammer"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Urteil der Strafkammer des Kantonsgerichts | Entschädigung und Genugtuung (Art. 429-436 StPO)"}], "ScrapyJob": "446973/26/2286", "Zeit UTC": "05.04.2026 04:19:24", "Checksum": "c1fd47b7e08ce5c1bf7141545bc09797", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Freiburg Kantonsgericht Strafkammer 28.05.2013 502 2012 174\nRegeste:\nUrteil der Strafkammer des Kantonsgerichts | Entschädigung und Genugtuung (Art. 429-436 StPO)\n\n Tribunal cantonal TC\nKantonsgericht KG\n\nRathausplatz 2A, Postfach 1654, 1701 Freiburg\n\nT +41 26 305 39 10, F +41 26 305 39 19\nwww.fr.ch/tc\n\n502 2012 174\n\nUrteil vom 28. Mai 2013\nStrafkammer\n\nBesetzung Präsident: Roland Henninger\nRichter: Hubert Bugnon, Jérôme Delabays\nGerichtsschreiberin: Cornelia Thalmann El Bachary\n\nParteien Staatsanwaltschaft, Beschwerdeführerin\n\ngegen\n\nA.________, B.________ und C.________, Beschwerdegegner,\nalle vertreten durch Rechtsanwalt Patrik Gruber\n\nGegenstand Entschädigung\n\nBeschwerde vom 31. Oktober 2012 gegen den Entscheid des\nWirtschaftsstrafgericht vom 13. September 2012\n\n—\nPouvoir Judiciaire PJ\nGerichtsbehörden GB\nKantonsgericht KG\n\nSeite 2 von 8\n\nSachverhalt\n\nA. Im Rahmen eines gegen D.________ geführten Strafverfahrens bezeichnete der Präsident\nder Strafkammer Rechtsanwalt Patrik Gruber als amtlichen (notwendigen) Verteidiger des ersteren\n(Doss. 1, act. 7006).\n\nAm 3. Juni 2008 überwies der Untersuchungsrichter D.________ wegen mehrfacher qualifizierter\nungetreuer Geschäftsbesorgung, mehrfacher Misswirtschaft, mehrfacher Bevorzugung eines\nGläubigers, mehrfacher Erschleichung einer falschen Beurkundung, Urkundenfälschung und\neventuell falscher Anschuldigung an das Wirtschaftsstrafgericht (Doss. 1, act. 10046).\n\nGemäss dem Protokoll der Sitzung vom 19. September 2011 nahm das Wirtschaftsstrafgericht\ndavon Kenntnis, dass D.________ am 5. Juni 2011 gestorben ist. Es stellte fest, das gegen diesen\ngerichtete Verfahren sei hinfällig geworden (Doss. 4, act. 13365). Gemäss diesem\nSitzungsprotokoll und den Erwägungen des Entscheids des Wirtschaftsgerichts vom\n20. September 2011 zur Prozessgeschichte wurden die \"entsprechenden Gerichtskosten\" dem\nStaat Freiburg überbunden (Doss. 4, act. 13394).\n\nB. Am 29. Dezember 2011 liess der amtliche Anwalt von D.________ dem Präsidenten des\nWirtschaftsstrafgerichts seine Kostenliste zwecks Festsetzung der Entschädigung zukommen\n(Doss. 4.1, act. 13454).\n\nDie Staatsanwältin schloss in ihrer Stellungnahme vom 4. Mai 2012 auf Abweisung des\nEntschädigungsgesuchs (Doss. 4.1, act. 13480).\n\nAuf Ersuchen des Präsidenten des Wirtschaftsstrafgerichts äusserte sich der amtliche Anwalt von\nD.________ am 31. Mai 2012 zur Stellungnahme der Staatsanwältin und brachte\nzusammengefasst vor, es bestehe vorliegend kein Raum, dem Nachlass von D.________ die\ngrundsätzlich geschuldete Entschädigung herabzusetzen oder gar zu verweigern (Doss. 4.1,\nact. 13483).\n\nMit Entscheid vom 13. September 2012 hiess das Wirtschaftsstrafgericht den Antrag der Erben\ndes D.________, bestehend aus A.________, B.________ und C.________, auf Zusprechung\neiner Entschädigung gut und setzte deren Höhe auf Fr. 14'362.20 fest.\n\nC. Mit Beschwerde vom 31. Oktober 2012 beantragt die Staatsanwältin die Aufhebung des\nEntscheids vom 13. September 2012 und die Verweigerung der beantragten Entschädigung.\nEventualiter begehrt sie die Herabsetzung der Entschädigung nach richterlichem Ermessen.\n\nDas Wirtschaftsstrafgericht hat auf Stellungnahme zur Beschwerde verzichtet.\n\nDie Erben des D.________ schliessen sowohl im Haupt- wie auch im Eventualpunkt auf\nAbweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden kann.\nKantonsgericht KG\n\nSeite 3 von 8\n\nErwägungen\n\n1. a) Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sind Entschädigungsgesuche für\nVerteidigungskosten, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der schweizerischen Strafprozessordnung hängig waren, nach neuem Prozessrecht zu beurteilen (BGE 137 IV 352 E. 1.2; BGer\n6B_668/2012 vom 11. April 2013 E. 2.4.1, zur Publikation vorgesehen; vgl. v.a. auch die\nzusammenfassende Darstellung des Übergangsrechts in Entschädigungsfragen in BGer\n6B_690/2012 vom 4. Februar 2013, E. 1).\n\nVorliegend entstand ein allfälliger Entschädigungsanspruch für Verteidigungskosten im Jahr 2011\nund somit nach Inkrafttreten der schweizerischen Strafprozessordnung. Aufgrund der erwähnten\nRechtsprechung ist das neue Recht anwendbar.\n\nb) Die Erben des D.________ sind der Ansicht, beim angefochtenen Urteil handle es sich\num ein Urteil im Sinne von Art. 80 Abs. 1 StPO, so dass das Rechtsmittel der Berufung gegeben\nsei.\n\n"}