{"Signatur": "FR_TC_004", "Spider": "FR_Gerichte", "Datum": "2016-04-14", "PDF": {"Datei": "FR_Gerichte/FR_TC_004_106-2016-10_2016-04-14.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.ch/fr_helper/download.php?pfad=/tribunavtplus/ServletDownload/106_2016_10_f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b641179b4b3098aaa851b9aa82067093a5c1a5fd8940caa547216c2cf243df644a758b56e654dca6f159ba4698214c2f8aaf&path=f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b641179b4b3098aaa851b9aa82067093a5c1a5fd8940caa547216c2cf243df644a758b56e654dca6f159ba4698214c2f8aaf&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=106_2016_10", "Checksum": "64aca02a7b9cc661d60c8a01dfc6069b"}, "Scrapedate": "2026-04-05", "Num": ["106 2016 10"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Kindes- und Erwachsenenschutzhof 14.04.2016 106 2016 10"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cour de protection de l'enfant et de l'adulte 14.04.2016 106 2016 10"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Kindes- und Erwachsenenschutzhof"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cour de protection de l'enfant et de l'adulte"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Friburgo  Kindes- und Erwachsenenschutzhof"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Entscheid des Kindes- und Erwachsenenschutzhofs des Kantonsgerichts | Erwachsenenschutz"}], "ScrapyJob": "446973/26/2286", "Zeit UTC": "05.04.2026 05:10:50", "Checksum": "2e488dc6a6ef86c18fb1f77b536b43a4", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Freiburg Kantonsgericht Kindes- und Erwachsenenschutzhof 14.04.2016 106 2016 10\nRegeste:\nEntscheid des Kindes- und Erwachsenenschutzhofs des Kantonsgerichts | Erwachsenenschutz\n\n Tribunal cantonal TC\nKantonsgericht KG\n\nAugustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg\n\nT +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01\nwww.fr.ch/tc\n\n106 2016 10\n\nUrteil vom 14. April 2016\nKindes- und Erwachsenenschutzhof\n\nBesetzung Präsidentin: Sandra Wohlhauser\nRichter: Jérôme Delabays, Michel Favre\nGerichtsschreiberin: Laura Granito\n\nParteien A.________, Beschwerdeführer\n\ngegen\n\nFRIEDENSGERICHT DES SEEBEZIRKS\n\nGegenstand Aufhebung der Beistandschaft\n\nBerufung vom 26. Februar 2016 gegen den Entscheid des\nFriedensgerichts des Seebezirks vom 14. Januar 2016\n\n—\nPouvoir Judiciaire PJ\nGerichtsbehörden GB\nKantonsgericht KG\nSeite 2 von 7\n\nSachverhalt\n\nA. Mit Entscheid des Friedensgerichts des Seebezirks vom 29. Juli 2010 wurde B.________\nund C.________ die Obhut über A.________, geboren im Jahr 1993, entzogen und das Kind in\nder D.________ platziert, da aufgrund des aggressiven und fremdgefährdenden Verhaltens von\nA.________ der Verbleib zu Hause nicht mehr möglich war (act. 1).\n\nÜber A.________ wurde am 15. Juni 2011 eine freiwillige Beistandschaft errichtet (act. 15).\n\nAm 3. April 2014 wurde die freiwillige Beistandschaft in eine neurechtliche\nVertretungsbeistandschaft mit Einkommens- und Vermögensverwaltung angepasst (act. 63).\n\nMit Strafbefehl vom 24. November 2014 wurde A.________ des Raubes für schuldig befunden und\nzu 720 Stunden gemeinnütziger Arbeit und einer Busse von CHF 400.- verurteilt, wobei der\nbedingte Strafvollzug mit einer Probezeit von 2 Jahren gewährt wurde (act. 71).\n\nAm 19. Juni 2015 informierte die D.________ das Friedensgericht, dass die Zusammenarbeit mit\nA.________ nur noch ungenügend funktioniere und die gesetzten Ziele nicht erreicht werden\nkonnten (act. 95). Am 3. Juli 2015 erfolgte eine Standortbestimmung am Friedensgericht; die\nBeiständin sowie die Vertreter der D.________ waren anwesend, A.________ erschien nicht (act.\n99). In der Folge unterbreitete die D.________ dem Friedensgericht Vorschläge im Hinblick auf\neine Neuevaluation Ende 2015 (act. 107).\n\nAm 1. Oktober 2015 fand eine Sitzung vor dem Friedensgericht statt, an welcher A.________\nerschien (act. 119). Im Jahresbericht 2015 empfiehlt die D.________, die Platzierung und\nBetreuung von A.________ durch die D.________ abzuschliessen, ergänzend zur laufenden\nBeistandschaft eine Betreuung durch das E.________ und eine Kontaktaufnahme mit einem\nforensisch geschulten Erwachsenenpsychiater (act. 141).\n\nB. Mit Entscheid vom 14. Januar 2016 hob das Friedensgericht die Platzierung von A.________\nin der D.________ sowie die Beistandschaft nach Art. 394 i.V.m. 395 ZGB per 29. Februar 2016\nauf. Einer allfälligen Beschwerde wurde die aufschiebende Wirkung entzogen.\n\nC. Gegen diesen Entscheid hat A.________ am 26. Februar 2016 Beschwerde erhoben. Das\nFriedensgericht nahm am 14. März 2016 dazu Stellung und schloss auf Abweisung der\nBeschwerde.\n\nErwägungen\n\n1. a) Das Kantonsgericht bzw. dessen Kindes- und Erwachsenenschutzhof (Art. 14 Abs. 1\nBst. d des Reglements für das Kantonsgericht vom 22. November 2012 betreffend seine\nOrganisation und seine Arbeitsweise [RKG; SGF 131.11]) ist zuständig für Beschwerden gegen\nEntscheide, die von der Schutzbehörde oder deren Präsidentin oder Präsidenten getroffen wurden\n(Art. 8 des Gesetzes vom 15. Juni 2012 über den Kindes- und Erwachsenenschutz [KESG;\nSGF 212.5.1]). Beschwerdebefugt sind namentlich die am Verfahren beteiligten Personen (Art. 450\nAbs. 2 Ziff. 1 ZGB). Die Beschwerdefrist beträgt 30 Tage seit Mitteilung des Entscheids (Art. 450b\nZGB).\nKantonsgericht KG\nSeite 3 von 7\n\nAus den Akten geht hervor, dass der angefochtene Entscheid dem Beschwerdeführer am\n19. Februar 2016 zugestellt wurde. Seine Beschwerde vom 26. Februar 2016 gegen den\nEntscheid des Friedensgerichts vom 14. Januar 2016 erfolgte somit fristgerecht innerhalb der\ndreissigtägigen Beschwerdefrist.\n\nb) Der Kindes- und Erwachsenenschutzhof hat mit Bezug auf die Beschwerdegründe der\nRechtsverletzung, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen\nSachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 450a Abs. 1 ZGB) freie Kognition (BSK Erw.\nSchutz-D. STECK, N. 9 ad Art. 450a). Die für das erstinstanzliche Verfahren anwendbaren\nGrundsätze der Untersuchungs- und Offizialmaxime gelten auch vor der Beschwerdeinstanz\n(KOKES-Praxisanleitung Erwachsenenschutzrecht, Rz. 12.34).\n\nc) Da das freiburgische Recht nichts anderes bestimmt, sind die Bestimmungen der\nZivilprozessordnung sinngemäss anwendbar (Art. 450f ZGB). Die Rechtsmittelinstanz kann somit\naufgrund der Akten entscheiden (Art. 327 Abs. 2 ZPO).\n\nd) aa) Die Beschwerde ist beim Gericht schriftlich und – im Gegensatz zur Beschwerde\ngegen einen Entscheid auf dem Gebiet der fürsorgerischen Unterbringung (Art. 450e Abs. 1 ZGB)\n– begründet einzureichen (Art. 450 Abs. 3 ZGB).\n\n"}