{"Signatur": "FR_TC_004", "Spider": "FR_Gerichte", "Datum": "2015-12-10", "PDF": {"Datei": "FR_Gerichte/FR_TC_004_106-2015-69_2015-12-10.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.ch/fr_helper/download.php?pfad=/tribunavtplus/ServletDownload/106_2015_69_f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b6419d513a828d77a9971ee30396fe6f2e895ef2cd61674ff73d7520385c4fbcb281693948b49fb0a9f5ca8af1f6b85270e1&path=f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b6419d513a828d77a9971ee30396fe6f2e895ef2cd61674ff73d7520385c4fbcb281693948b49fb0a9f5ca8af1f6b85270e1&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=106_2015_69", "Checksum": "8860b6cd2de1e08efe25935d30d2bd3e"}, "Scrapedate": "2026-04-05", "Num": ["106 2015 69"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Kindes- und Erwachsenenschutzhof 10.12.2015 106 2015 69"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cour de protection de l'enfant et de l'adulte 10.12.2015 106 2015 69"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Kindes- und Erwachsenenschutzhof"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cour de protection de l'enfant et de l'adulte"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Friburgo  Kindes- und Erwachsenenschutzhof"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Entscheid des Kindes- und Erwachsenenschutzhofs des Kantonsgerichts | Wirkungen des Kindesverhältnisses"}], "ScrapyJob": "446973/26/2286", "Zeit UTC": "05.04.2026 05:40:38", "Checksum": "695f5f7f960793bf1d669a0fc0abf5a9", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Freiburg Kantonsgericht Kindes- und Erwachsenenschutzhof 10.12.2015 106 2015 69\nRegeste:\nEntscheid des Kindes- und Erwachsenenschutzhofs des Kantonsgerichts | Wirkungen des Kindesverhältnisses\n\n Tribunal cantonal TC\nKantonsgericht KG\n\nAugustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg\n\nT +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01\nwww.fr.ch/tc\n\n106 2015 69\n\nUrteil vom 10. Dezember 2015\nKindes- und Erwachsenenschutzhof\n\nBesetzung Präsident: Jérôme Delabays\nRichter: Roland Henninger, Catherine Overney\nGerichtsschreiberin: Laura Granito\n\nParteien A.________, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt\nPatrik Gruber\n\ngegen\n\nB.________, Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwalt\nDr. André Clerc\n\nund\n\nC.________, vertreten durch seinen Beistand D.________,\nKantonales Jugendamt\n\nGegenstand Aufhebung des Aufenthaltsbestimmungsrechts, Fremdplatzierung\n\nBeschwerde vom 13. Juli 2015 gegen den Entscheid des\nFriedensgerichts des Seebezirks vom 24. Juni 2015\n\n—\nPouvoir Judiciaire PJ\nGerichtsbehörden GB\nKantonsgericht KG\nSeite 2 von 6\n\nSachverhalt\n\nA. Die zwischen den Parteien am 2. September 1994 geschlossene Ehe wurde mit Urteil vom\n19. September 2007 geschieden. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor, nämlich E.________,\ngeb. im Jahr 1995, C.________, geb. im Jahr 1999, und F.________, geb. im Jahr 2000. Die\nKinder wurden dabei unter die elterliche Sorge von A.________ gestellt, unter Beibehaltung der\nbestehenden Erziehungsbeistandschaft gemäss Art. 308 ZGB (act. 3).\n\nB. Am 5. Mai 2014 stellte B.________ einen Antrag auf Errichtung einer Beistandschaft gemäss\nArt. 308 Abs. 2 ZGB zwecks Überwachung des persönlichen Verkehrs zwischen ihm und seinen\nKindern (act. 1). An der Sitzung des Friedensgerichts vom 25. September 2014 wurden die\nParteien dazu angehört.\n\nC. Am 22. April 2015 liess C.________ dem Friedensgericht eine E-Mail zukommen und teilte\nmit, dass er zu seinem Vater, B.________, nach Holland ziehen möchte (act. 37). Auf die E-Mail\nvom 22. April 2015 folgten rund 19 weitere E-Mails von ihm mit derselben Bitte (act. 38 ff.). An der\nSitzung vom 28. Mai 2015 wurde C.________ vom Friedensgericht angehört (act. 95 ff.).\n\nD. Am 2. Juni 2015 fällte das Friedensgericht folgenden Entscheid (act. 106 ff.):\n\n1. Für C.________ wird eine Beistandschaft nach Art. 314abis ZGB errichtet.\n\n2. Das Mandat wird D.________, Kantonales Jugendamt, anvertraut.\n\n3. Der Beistand wird C.________ im Verfahren über dessen zukünftigen Aufenthaltsort in\nfürsorgerischen und rechtlichen Fragen vertreten und nötigenfalls für ihn Anträge stellen.\n\n4. Der Beistand wird aufgefordert, unverzüglich mit C.________ Kontakt aufzunehmen.\n\n5. Einer allfälligen Beschwerde wird die aufschiebende Wirkung entzogen.\n\n6. Die Verhandlung zum Antrag von C.________ über seinen zukünftigen Aufenthaltsort, findet am\nMittwoch, 24. Juni 2015 um 09.00 Uhr, auf dem Friedensgericht des Seebezirks, statt.\n\n7. B.________ wird aufgefordert, dem Friedensgericht bis zum 20. Juni 2015 eine offizielle\nBestätigung über die Möglichkeit der Einschulung von C.________ im Schulkreis G.________ für\ndas Schuljahr 2015/2016 zukommen zu lassen.\n\n8. […]\n\nE. Mit Eingabe vom 22. Juni 2015 teilte A.________ mit, das Verhalten von C.________ zu\nHause sei aufgrund der ständigen Interventionen von B.________ derart unerträglich geworden,\ndass sie ihm den provisorischen Aufenthalt beim Vater ohne weitere Voraussetzungen bewillige.\n\nF. Der Sitzung vom 24. Juni 2015 blieben A.________, ihr Parteivertreter sowie C.________\nfern (act. 133 ff.). Gleichentags erliess das Friedensgericht nachfolgenden Entscheid (act. 147 ff.):\n\n1. A.________ wird das Aufenthaltsbestimmungsrecht über C.________ entzogen.\n\n2. C.________ wird bei B.________ untergebracht.\nKantonsgericht KG\nSeite 3 von 6\n\n3. Der Beistand wird angewiesen, die Situation zu begleiten und dem Friedensgericht bis zum\n15. Januar 2016 einen Bericht über die Entwicklung der Situation und die getroffenen Massnahmen\nzur schulischen und medizinischen Begleitung von C.________ zu unterbreiten.\n\n4. Der Beistand wird ermächtigt, beim Jugendamt vor Ort Amtshilfe anzufordern.\n\n5. Einer allfälligen Beschwerde wird die aufschiebende Wirkung entzogen.\n\n6. […]\n\nG. Am 29. Juni 2015 teilte der Beistand mit, die Parteien hätten sich dahingehend geeinigt, dass\nB.________ C.________ am 5. Juli 2015 zu Hause abholen würde (act. 156). Seither ist\nC.________ bei B.________ in G.________, Holland, wohnhaft (act.157 ff.).\n\nH. Am 13. Juli 2015 reichte A.________ Beschwerde ein gegen den Entscheid der Vorinstanz\nvom 24 Juni 2015. Die Stellungnahme dazu reichte B.________ am 2. September 2015 ein. Am 5.\nNovember 2015 wurden die Parteien aufgefordert zur internationalen Zuständigkeit der Schweizer\nGericht Stellung zu nehmen. B.________ hat die Stellungnahme am 16. November 2015\neingereicht. Die Stellungnahme von A.________ folgte am 19. November 2015.\n\nErwägungen\n\n"}