{"Signatur": "FR_TC_004", "Spider": "FR_Gerichte", "Datum": "2015-04-23", "PDF": {"Datei": "FR_Gerichte/FR_TC_004_106-2015-29_2015-04-23.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.ch/fr_helper/download.php?pfad=/tribunavtplus/ServletDownload/106_2015_29_f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b6415da1d2d49843991ab0b15f15d6f376ed2b748f5f0bfdcac2039973329eaba01719bcf09bd62bca7a7049009b195bb74c&path=f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b6415da1d2d49843991ab0b15f15d6f376ed2b748f5f0bfdcac2039973329eaba01719bcf09bd62bca7a7049009b195bb74c&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=106_2015_29", "Checksum": "53b71f064479305f8b36b7a904161d76"}, "Scrapedate": "2026-04-05", "Num": ["106 2015 29"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Kindes- und Erwachsenenschutzhof 23.04.2015 106 2015 29"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cour de protection de l'enfant et de l'adulte 23.04.2015 106 2015 29"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Kindes- und Erwachsenenschutzhof"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cour de protection de l'enfant et de l'adulte"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Friburgo  Kindes- und Erwachsenenschutzhof"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Entscheid des Kindes- und Erwachsenenschutzhofs des Kantonsgerichts | Erwachsenenschutz"}], "ScrapyJob": "446973/26/2286", "Zeit UTC": "05.04.2026 05:35:29", "Checksum": "80c56d04228ffae3cd38e3e7f4536bf3", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Freiburg Kantonsgericht Kindes- und Erwachsenenschutzhof 23.04.2015 106 2015 29\nRegeste:\nEntscheid des Kindes- und Erwachsenenschutzhofs des Kantonsgerichts | Erwachsenenschutz\n\n Tribunal cantonal TC\nKantonsgericht KG\n\nAugustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg\n\nT +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01\nwww.fr.ch/tc\n\n106 2015 29\n\nUrteil vom 23. April 2015\nKindes- und Erwachsenenschutzhof\n\nBesetzung Präsident: Jérôme Delabays\nRichter: Roland Henninger, Michel Favre\nGerichtsschreiberin: Laura Granito\n\nParteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt\nDaniel Zbinden\n\ngegen\n\nFRIEDENSGERICHT DES SEEBEZIRKS\n\nGegenstand Erwachsenenschutz – Beistandschaft\n\nBeschwerde vom 20. März 2015 gegen den Entscheid des\nFriedensgerichts des Seebezirks vom 11. September 2014\n\n—\nPouvoir Judiciaire PJ\nGerichtsbehörden GB\nKantonsgericht KG\nSeite 2 von 7\n\nSachverhalt\n\nA. Am 13. März 2013 entschied das Friedensgericht des Seebezirks (das Friedensgericht),\ndass die am 30. April 2012 über A.________ errichtete kombinierte Beistandschaft in eine\nVertretungsbeistandschaft mit Einkommens- und Vermögensverwaltung nach Art. 394 i.V. mit\nArt. 395 ZGB und eine Mitwirkungsbeistandschaft übergeht. Es bestätigte B.________ von der\nBerufsbeistandschaft Murten und Umgebung in seinem Amt als Beistand und umschrieb dessen\nAufgabenbereiche (act. 66).\n\nNachdem das Friedensgericht A.________ und dessen Beistand am 11. September 2014\nangehört hatte, entschied es am gleichen Tag, dass die am 13. März 2013 über erstere errichtete\nBeistandschaft in eine umfassende Beistandschaft nach Art. 398 ZGB übergeht. B.________\nwurde in seinem Amt als Beistand von A.________ bestätigt (act. 116). Dieser Entscheid wurde\ndem Anwalt von A.________ erst mit einem vom 14. Januar 2015 datierten Schreiben zugestellt\n(act. 124). Das Zustellungsdatum lässt sich aufgrund der Akten der Vorinstanz nicht feststellen.\n\nNachdem der Anwalt von A.________ am 16. Januar 2015 um schriftliche Urteilsbegründung\nersucht hatte, wurde ihm der begründete Entscheid vom 11. September 2014 zu einem aufgrund\nder vorinstanzlichen Akten wiederum nicht feststellbaren Zeitpunkt zugestellt.\n\nB. Mit Eingabe vom 19. März 2015 erhebt A.________ Beschwerde gegen den Entscheid vom\n11. September 2014. Er stellt unter Kosten- und Entschädigungsfolge folgende Anträge:\n\n„1. Der Entscheid des Friedensgerichts des Sensebezirks vom 11. September 2014 sei\naufzuheben.\n\n2. Es sei eine Vertretungsbeistandschaft mit Einkommens- und Vermögensverwaltung im Sinne\nvon Art. 394 i.V.m. Art. 305 ZGB zu errichten.\n\nDiese Vertretungsbeistandschaft mit Einkommens- und Vermögensverwaltung umfasst\nfolgende Aufgabenbereiche:\n\na) A.________ beim Erledigen der administrativen Aufgaben zu vertreten, insbesondere\nbeim Verkehr mit Behörden, Ämtern, Banken und sonstigen Institutionen und\nPrivatpersonen;\n\nb) A.________ beim Erledigen der finanziellen Angelegenheiten zu vertreten,\ninsbesondere seine Invalidenrente sowie sein Vermögen zu verwalten.\n\n3. Es sei eine Mitwirkungsbeistandschaft im Sinne von Art. 396 ZGB anzuordnen.\n\nDie Mitwirkungsbeistandschaft sei auf folgende Handlungen zu beschränken:\n\n- Abschluss von Kauf- und Mietverträgen (ausgenommen Konsumgüter zur Deckung\ndes täglichen Lebensbedarfs)\n\n- Gewährung von Darlehen.\n\n4. Es sei die Mutter des Beschwerdeführers, C.________, als Beiständin zu ernennen.\n\nDie Friedensrichterin schliesst auf Abweisung der Beschwerde.\nKantonsgericht KG\nSeite 3 von 7\n\nErwägungen\n\n1. a) Das Kantonsgericht bzw. dessen Kindes- und Erwachsenenschutzhof (Art. 14 Abs. 1\nBst. d des Reglements für das Kantonsgericht vom 22. November 2012 betreffend seine\nOrganisation und seine Arbeitsweise [RKG]) ist zuständig für die Beschwerden gegen Entscheide,\ndie von der Schutzbehörde oder deren Präsidentin oder Präsidenten getroffen wurden (Art. 8 des\nGesetzes vom 15. Juni 2012 über den Kindes- und Erwachsenenschutz [KESG]).\n\nb) Die Beschwerde ist innert 30 Tagen schriftlich und begründet einzureichen (Art. 314\nAbs. 1 i.V. mit Art. 450 Abs. 3 und 450b Abs. 1 ZGB).\n\nWie bereits ausgeführt, lässt sich der Zeitpunkt der Zustellung des angefochtenen Entscheids\naufgrund der vorinstanzlichen Akten nicht feststellen. Der Beschwerdeführer bringt vor, der\nEntscheid sei seinem Anwalt am 18. Februar 2015 zugestellt worden. Dies erscheint plausibel und\nwird im Übrigen von der Friedensrichterin nicht bestritten. Somit ist davon auszugehen, dass die\nam 19. März 2015 der Post übergebene Beschwerde rechtzeitig eingereicht worden ist.\n\nAusserdem ist die Beschwerde begründet und enthält Rechtsbegehren.\n\nc) Die Beschwerdebefugnis des Beschwerdeführers ist ohne Weiterungen zu bejahen\n(vgl. Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB).\n\nAuf die Beschwerde ist somit einzutreten.\n\n"}