{"Signatur": "FR_TC_004", "Spider": "FR_Gerichte", "Datum": "2014-12-16", "PDF": {"Datei": "FR_Gerichte/FR_TC_004_106-2014-174_2014-12-16.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.ch/fr_helper/download.php?pfad=/tribunavtplus/ServletDownload/106_2014_174_f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b64168b187e5a23d43140b649e047a3453f5e90864788685e46de7f5de20ad92b632ef02f295d1853ebc665168a405494f47&path=f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b64168b187e5a23d43140b649e047a3453f5e90864788685e46de7f5de20ad92b632ef02f295d1853ebc665168a405494f47&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=106_2014_174", "Checksum": "96fab42bec795a6b285156948b7b057f"}, "Scrapedate": "2026-04-05", "Num": ["106 2014 174"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Kindes- und Erwachsenenschutzhof 16.12.2014 106 2014 174"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cour de protection de l'enfant et de l'adulte 16.12.2014 106 2014 174"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Kindes- und Erwachsenenschutzhof"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cour de protection de l'enfant et de l'adulte"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Friburgo  Kindes- und Erwachsenenschutzhof"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Entscheid des Kindes- und Erwachsenenschutzhofes des Kantonsgerichts | Fürsorgerische Unterbringung"}], "ScrapyJob": "446973/26/2286", "Zeit UTC": "05.04.2026 05:05:51", "Checksum": "197b9cf482d058e531c99f7e53301644", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Freiburg Kantonsgericht Kindes- und Erwachsenenschutzhof 16.12.2014 106 2014 174\nRegeste:\nEntscheid des Kindes- und Erwachsenenschutzhofes des Kantonsgerichts | Fürsorgerische Unterbringung\n\n Tribunal cantonal TC\nKantonsgericht KG\n\nAugustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg\n\nT +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01\nwww.fr.ch/tc\n\n106 2014 174\n\nUrteil vom 16. Dezember 2014\nKindes- und Erwachsenenschutzhof\n\nBesetzung Präsident: Jérôme Delabays\nRichter: Roland Henninger\nErsatzrichter: Felix Baumann\nGerichtsschreiberin: Gina Gutzwiller\n\nParteien A.________, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt\nIngo Schafer\n\nGegenstand Einweisung zur psychiatrischen Begutachtung\n\nBeschwerde vom 4. Dezember 2014 gegen den Entscheid des\nFriedensgerichts des Saanebezirks vom 27. November 2014\n\n—\nPouvoir Judiciaire PJ\nGerichtsbehörden GB\nKantonsgericht KG\nSeite 2 von 5\n\nSachverhalt\n\nA. A.________ wurde am 24. Oktober 2008 psychiatrisch begutachtet (act. 1). Es wurde bei ihr\nunter anderem eine kombinierte Persönlichkeitsstörung festgestellt und ausgeführt, dass sie sich\nnicht auf angemessene Weise um ihre Angelegenheiten kümmern könne (act. 7 Ziff. 2 und act. 8\nZiff. 5). Es wurde insbesondere festgehalten, dass A.________ sich selbst als nicht krank sehe\n(act. 8 Ziff. 6).\n\nSeit dem 13. November 2008 ist A.________ bevormundet (act. 10 ff.). Sie steht seit dem\n22. August 2013 unter umfassender Beistandschaft i.S.v. Art. 398 ZGB (act. 14).\n\nIn Folge von Problemen mit ihren Nachbarn wurde A.________ am 31. Dezember 2013 die\nKündigung des Mietvertrags für ihre Wohnung mitgeteilt. Die Kündigung wurde in der Folge\nzurückgezogen (act. 16).\n\nAm 8. Januar 2014 hörte das Friedensgerichts des Saanebezirks die Beiständin von A.________,\nB.________, sowie C.________, Verantwortlicher der Sozialabteilung des Beistandschaftsamtes\nFreiburg, an. Die Beiständin beantragte eine psychiatrische Begutachtung von A.________, damit\nfür diese ein Antrag auf eine IV-Rente gestellt werden könne. A.________ verweigere dazu\nnämlich die Zusammenarbeit, da sie sich für psychisch gesund halte. C.________ gab unter\nanderem zu Protokoll, dass ohne Wohnung das Risiko einer weiteren Hospitalisierung von\nA.________ bestehe (act. 15 S. 2).\n\nMit Kündigungsschreiben vom 22. Mai 2014 wurde A.________ der Mietvertrag für ihre Wohnung\nper 31. Juli 2014 definitiv gekündigt (act. 20). Sie weigerte sich daraufhin, die Wohnung zu\nverlassen (act. 25).\n\nDie Beiständin wiederholte mit Eingabe vom 18. Juni 2014 ihr Begehren um psychiatrische\nBegutachtung (act. 16). Das Friedensgericht des Saanebezirks gab ein solches am 3. Juli 2014 in\nAuftrag (act. 23). Dr. med. D.________ vom Zentrum für forensische Psychiatrie Freiburg\ninformierte die Friedensrichterin mit Schreiben vom 26. September 2014 darüber, dass\nA.________ den beiden zur Gutachtenserstellung angesetzten Terminen fern geblieben war (act.\n24).\n\nMit Eingabe vom 2. Oktober 2014 informierte die Beiständin die Friedensrichterin über Probleme in\nder Zusammenarbeit mit A.________ und wies insbesondere auf deren prekäre Wohnsituation hin.\nDa sie bereits mehrmals aus Wohnungen ausgewiesen worden sei, wolle keine\nLiegenschaftsverwaltung mehr ihr eine Wohnung vermieten (act. 25).\n\nDas Friedensgericht des Saanebezirks ordnete mit Entscheid vom 27. November 2014 die\nstationäre Begutachtung von A.________ an.\n\nB. Gegen den Entscheid vom 27. November 2014 erhob A.________ am 4. Dezember 2014\nBeschwerde an das Kantonsgericht. Ihr wurde mit Entscheid vom 12. Dezember 2014 ein\namtlicher Rechtsbeistand in der Person von Rechtsanwalt Ingo Schafer bestellt. Am 15. Dezember\n2014 wurde A.________ im Beisein von Anwaltspraktikantin E.________ und Dr. med.\nF.________, Oberärztin, im stationären Behandlungszentrum Marsens vom hiesigen Hof angehört.\nKantonsgericht KG\nSeite 3 von 5\n\nErwägungen\n\n1. a) Gegen einen Entscheid der Erwachsenenschutzbehörde betreffend Einweisung zur\npsychiatrischen Begutachtung kann innert 10 Tagen seit der Mitteilung des Entscheids schriftlich\nBeschwerde geführt werden (Art. 450 Abs. 1 und 450b Abs. 2 ZGB i.V.m. Art. 449 Abs. 2). Im\nKanton Freiburg ist das Kantonsgericht für Beschwerden gegen Entscheide zuständig, die von der\nSchutzbehörde getroffen wurden (Art. 8 des Gesetzes vom 15. Juni 2012 über den Kindes- und\nErwachsenenschutz [KESG]; SGF 212.5.1). Beschwerdebefugt sind namentlich die am Verfahren\nbeteiligten Personen (Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB). Mit der Beschwerde kann eine\nRechtsverletzung, unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen\nSachverhaltes oder Unangemessenheit gerügt werden (Art. 450a Abs. 1 ZGB). Die Beschwerde\nmuss nicht begründet werden (Art. 450e Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 449 Abs. 2).\n\nb) Der angefochtene Entscheid verfügt die fürsorgerische Unterbringung der\nBeschwerdeführerin. Diese ist befugt, Beschwerde zu erheben, ohne dass es weiterer\nAusführungen dazu bedarf. Der angefochtene Entscheid datiert vom 27. November 2014. Die\neingereichte Beschwerde datiert vom 4. Dezember 2014 und erfolgte damit offensichtlich\nfristgerecht.\n\nAuf die Beschwerde ist somit einzutreten.\n\n"}