{"Signatur": "FR_TC_003", "Spider": "FR_Gerichte", "Datum": "2019-12-18", "PDF": {"Datei": "FR_Gerichte/FR_TC_003_105-2019-194_2019-12-18.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.ch/fr_helper/download.php?pfad=/tribunavtplus/ServletDownload/105_2019_194_f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b641628b3b059559808c316150528f7c12fe269d9696a9c23d5b1b5746904b811f698bef19271dac7b7eee56512d6e96b3d9&path=f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b641628b3b059559808c316150528f7c12fe269d9696a9c23d5b1b5746904b811f698bef19271dac7b7eee56512d6e96b3d9&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=105_2019_194", "Checksum": "27cc0ca88befb41dd2c9c6539b235840"}, "Scrapedate": "2026-04-05", "Num": ["105 2019 194"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 18.12.2019 105 2019 194"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Chambre des poursuites et faillites 18.12.2019 105 2019 194"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Schuldbetreibungs- und Konkurskammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Chambre des poursuites et faillites"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Friburgo  Schuldbetreibungs- und Konkurskammer"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Urteil der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Kantonsgerichts | Schuldbetreibung (Art. 38-88 SchKG)"}], "ScrapyJob": "446973/26/2286", "Zeit UTC": "05.04.2026 02:02:30", "Checksum": "a6b9aa0e9d87bd5fda29239aa093eaab", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Freiburg Kantonsgericht Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 18.12.2019 105 2019 194\nRegeste:\nUrteil der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Kantonsgerichts | Schuldbetreibung (Art. 38-88 SchKG)\n\n Tribunal cantonal TC\nKantonsgericht KG\n\nAugustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg\n\nT +41 26 304 15 00\ntribunalcantonal@fr.ch\nwww.fr.ch/tc\n\n105 2019 194\n\nUrteil vom 18. Dezember 2019\nSchuldbetreibungs- und Konkurskammer\n\nBesetzung Präsidentin: Catherine Overney\nRichter: Dina Beti, Markus Ducret\nGerichtsschreiberin: Frédérique Jungo\n\nParteien A.________, Beschwerdeführerin\n\ngegen\n\ndas BETREIBUNGSAMT DES SEEBEZIRKS, Vorinstanz\n\nGegenstand Rechtsvorschlag (Art. 74 SchKG)\n\nBeschwerde vom 21. November 2019 gegen die Verfügung des\nBetreibungsamtes des Seebezirks vom 11. November 2019\n\n—\nPouvoir Judiciaire PJ\nGerichtsbehörden GB\nKantonsgericht KG\nSeite 2 von 4\n\nSachverhalt\n\nA. Die B.________ AG als Gläubigerin liess A.________ in der Betreibung Nr. ccc des Betreibungsamtes des Sensebezirks (nachfolgend: das Betreibungsamt) am 23. Oktober 2019 einen\nZahlungsbefehl betreffend den Betrag von CHF 1‘754.10 nebst Zins zu 5% seit dem 15. Oktober\n2019, 5% Verzugszinsen seit 1. September 2018 (mittlerer Verfall) bis 14. Oktober 2019, ausmachend CHF 98.05, den Verzugsschaden gemäss Art. 106 OR in Höhe von CHF 284.50 sowie die\nBonitätsprüfungsspesen von CHF 15.- zustellen. Ausgehändigt wurde der Zahlungsbefehl dem\nVater von A.________, ohne dass dabei Rechtsvorschlag erhoben wurde.\n\nA.________ erhob gemäss handschriftlichem Vermerk am 3. November 2019 Rechtsvorschlag\ngegen diesen Zahlungsbefehl. Übermittelt wurde der Rechtsvorschlag dem Betreibungsamt hingegen erst am 7. November 2019 per A-Post (Poststempel: 7. November 2019).\n\nB. Mit Verfügung vom 11. November 2019 teilte das Betreibungsamt A.________ mit, die zehntägige Frist zur Erhebung des Rechtsvorschlags sei aufgrund der Zustellung des Zahlungsbefehls\nam 23. Oktober 2019 und den Bestimmungen über den Beginn und die Berechnung der Fristen\nam 4. November 2019 abgelaufen, weshalb der am 7. November 2019 erfolgte Rechtsvorschlag\nverspätet erfolgt sei.\n\nC. Am 21. November 2019 erhob A.________ (nachfolgend: die Beschwerdeführerin)\nBeschwerde gegen diese Verfügung.\n\nIn seiner Stellungnahme vom 2. Dezember 2019 schliesst das Betreibungsamt auf Abweisung der\nBeschwerde.\n\nErwägungen\n\n1.\n\n1.1. Soweit nicht eine gerichtliche Klage vorgesehen ist, kann gegen jede Verfügung des Betreibungsamtes mit Beschwerde an die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Kantonsgerichts\nals Aufsichtsbehörde gelangt werden (Art. 17 Abs. 1 SchKG; Art. 13 SchKG i.V.m. Art. 5 des\nAusführungsgesetzes zur Bundesgesetzgebung über Schuldbetreibung und Konkurs vom\n12. Februar 2015 [AGSchKG; SGF 28.1] sowie Art. 19 des Reglements für das Kantonsgericht\nbetreffend seine Organisation und seine Arbeitsweise [RKG; SGF 131.11]). Die Beschwerde muss\ninnert zehn Tagen ab dem Zeitpunkt, an dem der Beschwerdeführer von der Verfügung Kenntnis\nerhalten hat, erhoben werden (Art. 17 Abs. 2 SchKG).\n\n1.2. Die Verfügung des Betreibungsamtes wurde am 11. November 2019 per A-Post versendet\nund der Beschwerdeführerin frühestens am 12. November 2019 zugestellt. Somit erfolgte die am\n21. November 2019 erhobene Beschwerde fristgerecht (Art. 17 Abs. 2 SchKG). Auch ansonsten\ngenügt sie den gesetzlichen Anforderungen; es ist darauf einzutreten.\nKantonsgericht KG\nSeite 3 von 4\n\n2.\n\nDie Beschwerdeführerin macht geltend, wegen unmöglicher Öffnungszeiten der Post den Rechtsvorschlag uneingeschrieben per A-Post in einen Briefkasten geworfen zu haben.\n\n2.1. Will der Betriebene Rechtsvorschlag erheben, so hat er dies sofort dem Überbringer des\nZahlungsbefehls oder innert zehn Tagen nach der Zustellung dem Betreibungsamt mündlich oder\nschriftlich zu erklären (Art. 74 Abs. 1 SchKG).\n\nNach Art. 31 SchKG gelten für die Berechnung, die Einhaltung und den Lauf der Fristen die\nBestimmungen der Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008, sofern dieses Gesetz nichts\nanderes bestimmt. Fristen, die durch eine Mitteilung oder den Eintritt eines Ereignisses ausgelöst\nwerden, beginnen am folgenden Tag zu laufen (Art. 142 Abs. 1 ZPO). Fällt der letzte Tag einer\nFrist auf einen Samstag, einen Sonntag oder einen am Gerichtsort vom Bundesrecht oder vom\nkantonalen Recht anerkannten Feiertag, so endet sie am nächsten Werktag (Art. 142 Abs. 3 ZPO).\nGemäss Art. 143 Abs. 1 ZPO müssen Eingaben spätestens am letzten Tag der Frist beim Gericht\neingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden.\n\n2.2. Vorliegend begann die zehntägige Frist zur Erhebung des Rechtsvorschlags mit Zustellung\ndes Zahlungsbefehls am 23. Oktober 2019 an den Vater der Beschwerdeführerin mit dem\n24. Oktober 2019 zu laufen (Art. 31 SchKG i.V.m. Art. 142 Abs. 1 ZPO) und endete am 2. November 2019, verlängerte sich aber, weil dieser Tag ein Samstag war, auf den nächstfolgenden Werktag, den 4. November 2019 (Art. 31 SchKG i.V.m. Art. 142 Abs. 3 ZPO). Nur ein spätestens am\n4. November 2019 beim Betreibungsamt oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post übergebener Rechtsvorschlag kann somit als rechtzeitig erhoben gelten.\n\n"}