{"Signatur": "FR_TC_003", "Spider": "FR_Gerichte", "Datum": "2018-02-27", "PDF": {"Datei": "FR_Gerichte/FR_TC_003_105-2017-133_2018-02-27.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.ch/fr_helper/download.php?pfad=/tribunavtplus/ServletDownload/105_2017_133_f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b6418126ac2c38a01c30bd484586a520c944a9e776b5f2d251bdaeabf3e53de9a0dfbfe278542f5f640b4a86bd002d7060e1&path=f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b6418126ac2c38a01c30bd484586a520c944a9e776b5f2d251bdaeabf3e53de9a0dfbfe278542f5f640b4a86bd002d7060e1&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=105_2017_133", "Checksum": "f6770830426f5b71833d29afacd96d01"}, "Scrapedate": "2026-04-05", "Num": ["105 2017 133"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 27.02.2018 105 2017 133"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Chambre des poursuites et faillites 27.02.2018 105 2017 133"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Schuldbetreibungs- und Konkurskammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Chambre des poursuites et faillites"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Friburgo  Schuldbetreibungs- und Konkurskammer"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Urteil der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Kantonsgerichts | Schuldbetreibung (Art. 38-88 SchKG)"}], "ScrapyJob": "446973/26/2286", "Zeit UTC": "05.04.2026 03:28:19", "Checksum": "079d681e66a3f211fee29055c42486bf", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Freiburg Kantonsgericht Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 27.02.2018 105 2017 133\nRegeste:\nUrteil der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Kantonsgerichts | Schuldbetreibung (Art. 38-88 SchKG)\n\n Tribunal cantonal TC\nKantonsgericht KG\n\nAugustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg\n\nT +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01\nwww.fr.ch/tc\n\n105 2017 133\n105 2017 134\n\nUrteil vom 27. Februar 2018\nSchuldbetreibungs- und Konkurskammer\n\nBesetzung Präsidentin: Catherine Overney\nRichter: Adrian Urwyler, Dina Beti\nGerichtsschreiberin: Frédérique Jungo\n\nParteien A.________ und B.________, Beschwerdeführerin und\nBeschwerdeführer, beide vertreten durch Rechtsanwalt Niccolò\nGozzi\n\ngegen\n\ndas BETREIBUNGSAMT DES SAANEBEZIRKS, Vorinstanz,\n\nC.________, Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwalt\nAndreas Hauenstein\n\nGegenstand Schuldbetreibung (Art. 38-88 SchKG)\n\nBeschwerde vom 16. Oktober 2017 gegen die Zahlungsbefehle vom\n29. September 2017\n\n—\nPouvoir Judiciaire PJ\nGerichtsbehörden GB\nKantonsgericht KG\nSeite 2 von 5\n\nSachverhalt\n\nA. C.________, B.________ und D.________ sind zu je einem Drittel Eigentümer des Familienunternehmens „E.________“ („E.________-Gruppe), welches sich aus verschiedenen\nGruppengesellschaften zusammensetzt. B.________ und D.________ führen zusammen die\nE.________-Gruppe, während C.________ als Minderheitsaktionär nicht mehr im Verwaltungsrat\nvertreten ist. A.________, die Ehefrau von B.________, ist als Verwaltungsrätin in verschiedenen\nE.________-Gruppengesellschaften tätig. C.________ und seine Brüder sind zerstritten, was sich\nunter anderem in verschiedenen straf- und zivilrechtlichen Verfahren äussert.\n\nB. Am 30. Juni 2017 reichte C.________ beim Betreibungsamt des Saanebezirks je ein\nBetreibungsbegehren für eine Forderung von CHF 5 Mio. gegen B.________ und A.________ ein.\nDas Betreibungsamt des Saanebezirks stellte B.________ und A.________ am 4. Juli 2017 die\nZahlungsbefehle zu, datierend vom 3. Juli 2017. Die Betriebenen erhoben umgehend Rechtsvorschlag.\n\nC. Am 5. Oktober 2017 stellte das Betreibungsamt des Saanebezirks B.________ und\nA.________ zwei weitere Zahlungsbefehle, datierend vom 29. September 2017, zu. Der Inhalt der\nZahlungsbefehle (Forderungssumme und Forderungsgrund) ist identisch mit demjenigen der\nZahlungsbefehle vom 3. Juli 2017. B.________ und A.________ erhoben wiederum umgehend\nRechtsvorschlag gegen die Betreibungen.\n\nD. Mit Schreiben vom 16. Oktober 2017 erhoben B.________ und A.________ (nachfolgend:\ndie Beschwerdeführer), beide vertreten durch Rechtsanwalt Niccolò Gozzi, Beschwerde gegen die\nZahlungsbefehle vom 29. September 2017. Der Beschwerdeführer beantragte, es sei festzustellen\ndass der Zahlungsbefehl des Betreibungsamts des Saanebezirks vom 29. September 2017,\nBetreibung Nr. fff nichtig sei, eventualiter sei er aufzuheben (Beschwerdeverfahren 105 2017 134).\nDie Beschwerdeführerin stellte dieselben Anträge in Bezug auf den Zahlungsbefehl vom\n29. September 2017 in der Betreibung Nr. ggg (Beschwerdeverfahren 105 2017 133). Zur\nBegründung wurde ausgeführt, der Zahlungsbefehl sei rechtsmissbräuchlich bzw. eventualiter\nungültig, da er den formalen Anforderungen bezüglich der Umschreibung des Forderungsgrundes\nnicht genüge.\n\nE. Das Betreibungsamt des Saanebezirks (nachfolgend: das Betreibungsamt oder die\nBeschwerdegegnerin) nahm am 3. November 2017 zu den Beschwerden Stellung und beantragte\nwas folgt:\n\n„Au vu de ce qui précède, notre office :\n- préavise au rejet de la conclusion visant à constater la nullité des poursuites nos fff et ggg\n- s’en remet à justice pour ce qui est de la conclusion visant à constater l’abus de droit dans les poursuites\nnos fff et ggg. »\n\nF. Am 15. November 2017 nahmen die Beschwerdeführer zur Vernehmlassung des\nBetreibungsamts Stellung.\n\nG. Mit Schreiben vom 12. Februar 2018 nahm C.________ (nachfolgend: der Vollstreckungsgläubiger), vertreten durch Rechtsanwalt Andreas Hauenstein, die Gelegenheit wahr, zu den\nBeschwerden Stellung zu nehmen. Er beantragte deren Abweisung unter Kosten- und Entschädi-\nKantonsgericht KG\nSeite 3 von 5\n\ngungsfolgen zulasten der Beschwerdeführer. Die Beschwerdeführer ihrerseits reichten am\n26. Februar 2018 eine Stellungnahme zu dieser Vernehmlassung ein.\n\nErwägungen\n\n1. Den beiden Beschwerden in den Verfahren 105 2017 133 und 134 liegt derselbe Sachverhalt\nzu Grunde, weshalb sie zu vereinigen sind (Art. 20a Abs. 3 SchKG i.V.m. Art. 9 des Ausführungsgesetzes vom 12. Februar 2015 zur Bundesgesetzgebung über Schuldbetreibung und Konkurs\n[AGSchKG; SGF 28.1] und Art. 42 Abs. 1 Bst. b VRG).\n\n2.\n\n2.1 Soweit nicht eine gerichtliche Klage vorgesehen ist, kann gegen jede Verfügung des\nBetreibungsamts mit Beschwerde an die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Kantonsgerichts als Aufsichtsbehörde gelangt werden (Art. 17 Abs. 1 SchKG; Art. 5 AGSchKG sowie Art. 19\ndes Reglements für das Kantonsgericht betreffend seine Organisation und seine Arbeitsweise\n[RKG; SGF 131.11]). Die Beschwerde muss innert zehn Tagen ab dem Zeitpunkt, an dem der\nBeschwerdeführer von der Verfügung Kenntnis erhalten hat, erhoben werden (Art. 17 Abs. 2\nSchKG).\n\n"}