{"Signatur": "FR_TC_001", "Spider": "FR_Gerichte", "Datum": "2015-03-02", "PDF": {"Datei": "FR_Gerichte/FR_TC_001_101-2014-170_2015-03-02.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.ch/fr_helper/download.php?pfad=/tribunavtplus/ServletDownload/101_2014_170_f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b641015920abbac6ce67134b0ccff51ef44f9f96bef6227e9dc2962b81546f5b455beeb34af6bb56668deab1733f9d195229&path=f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b641015920abbac6ce67134b0ccff51ef44f9f96bef6227e9dc2962b81546f5b455beeb34af6bb56668deab1733f9d195229&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=101_2014_170", "Checksum": "65209754b8ccecb761ef10c9594dc391"}, "Scrapedate": "2026-04-05", "Num": ["101 2014 170"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Zivilappellationshöfe 02.03.2015 101 2014 170"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cours d'appel civil 02.03.2015 101 2014 170"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Friburgo Kantonsgericht Zivilappellationshöfe 02.03.2015 101 2014 170"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Zivilappellationshöfe"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cours d'appel civil"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Friburgo Kantonsgericht Zivilappellationshöfe"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "I. 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Zivilappellationshof\n\nBesetzung Präsident: Hubert Bugnon\nRichter: Roland Henninger, Jérôme Delabays\nGerichtsschreiberin: Gina Gutzwiller\n\nParteien A.________, Gesuchsgegner und Beschwerdeführer, vertreten\ndurch Rechtsanwalt Philippe Corpataux\n\ngegen\n\nB.________, Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin, vertreten\ndurch Rechtsanwalt Ingo Schafer\n\nGegenstand Auferlegung der Prozesskosten, unentgeltliche Rechtspflege\n\nBeschwerde vom 4. August 2014 gegen den Entscheid des\nPräsidenten des Zivilgerichts des Seebezirks vom 10. Juli 2014\n\n—\nPouvoir Judiciaire PJ\nGerichtsbehörden GB\nKantonsgericht KG\nSeite 2 von 11\n\nSachverhalt\n\nA. Mit Entscheid betreffend Eheschutzmassnahmen vom 30. April 2014 wurde B.________\nunter anderem die Obhut über das gemeinsame Kind C.________ gewährt. Insbesondere wurde\nA.________ dazu verpflichtet, B.________ ab Auszug aus der ehelichen Wohnung, spätestens\naber ab 1. Juni 2014, an ihren eigenen Unterhalt einen Beitrag von Fr. 240.- und an den Unterhalt\nvon C.________ ab dem 1. März 2014 einen Beitrag von Fr. 640.- zu bezahlen.\n\nB. Gestützt darauf stellte B.________ mit Eingabe vom 23. Juni 2014 beim Präsidenten des\nZivilgerichts des Seebezirks ein Gesuch um Schuldneranweisung gegen A.________, wobei sie\ngleichzeitig dringliche Massnahmen beantragte. Das Gesuch um dringliche Massnahmen wurde\nmit Entscheid vom 24. Juni 2014 abgewiesen.\n\nA.________ nahm mit Eingabe vom 7. Juli 2014 zum Gesuch um Schuldneranweisung Stellung.\n\nMit Entscheid vom 10. Juli 2014 hiess der Präsident des Zivilgerichts des Seebezirks das Gesuch\num Schuldneranweisung vom 23. Juni 2014 gut (Ziff. 2). Er auferlegte die Prozesskosten,\nbestehend aus Gerichtskosten von Fr. 400.- und einer Parteientschädigung von Fr. 600.-,\nA.________ (Ziff. 3 und 4) und verweigerte ihm die unentgeltliche Rechtspflege (Ziff.6).\n\nC. Gegen den Prozesskostenentscheid und die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege\nreichte A.________ am 4. August 2014 Beschwerde ein mit folgenden Rechtsbegehren:\n\n„1. Die Beschwerde wird gutgeheissen.\nDie Ziffern 3, 4 und 6 des Entscheids des Präsidenten des Zivilgerichts des Seebezirks vom\n10. Juli 2014 werden aufgehoben.\n2. Die unentgeltliche Rechtspflege wird A.________ im Rahmen des Verfahrens um\nSchuldneranweisung vor dem Präsidenten des Zivilgerichts des Seebezirks gewährt\n(Dossier-Nr. ddd).\n3. Rechtsanwalt Philippe Corpataux wird als amtlicher Verteidiger von A.________ in der\nAngelegenheit betreffend Schuldneranweisung vor dem Präsidenten des Zivilgerichts des\nSeebezirks ernannt (Dossier-Nr. ddd).\nHauptsächlich\n4. Es seien die Prozesskosten im Verfahren ddd dem Staat Freiburg aufzuerlegen.\nSubsidiär\n5. Es seien die Prozesskosten im Verfahren ddd A.________ aufzuerlegen, unter Vorbehalt der\nunentgeltlichen Rechtspflege.\n6. Es sei B.________ keine Parteientschädigung zuzusprechen.\n7. Es sei der vorliegenden Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen.\n8. Allfällige Gerichtskosten werden dem Staat Freiburg auferlegt.\n9. Es sei dem Beschwerdeführer eine angemessene Parteikostenentschädigung\nzuzusprechen.“\n\nB.________ verzichtete mit Eingabe vom 18. August 2014 auf eine Stellungnahme zur\nBeschwerde.\n\nA.________ stellte am 22. August 2014 ein Gesuch um Gewährung der vollständigen\nunentgeltlichen Rechtspflege. Dazu nahm B.________ mit Eingabe vom 5. September 2014\nKantonsgericht KG\nSeite 3 von 11\n\nStellung und stellte ihrerseits ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für das\nBeschwerdeverfahren.\n\nErwägungen\n\nA. Allgemeines\n\n1. Kostenentscheide sind selbstständig nur mit Beschwerde anfechtbar (Art. 110 ZPO). Wird\nnicht nur der Kostenentscheid angefochten, ist das für die Hauptsache bzw. die angefochtenen\nPunkte vorgesehene Rechtsmittel zu ergreifen (vgl. Botschaft zur ZPO, BBl 2006 7221, 7299; BSK\nZPO-RÜEGG, Art. 110 N 1; CPC-TAPPY, Art. 110 N 5). Gegen Entscheide, mit denen die\nunentgeltliche Rechtspflege ganz oder teilweise verweigert oder entzogen wurde, steht die\nBeschwerde offen (Art. 121 ZPO).\n\nGegenstand des vorliegenden Verfahrens bilden lediglich die mit dem angefochtenen Entscheid\nverweigerte unentgeltliche Rechtspflege sowie die darin festgesetzten Prozesskosten. Das\nzulässige Rechtsmittel ist daher die Beschwerde (Art. 121 ZPO).\n\n2. Über das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird im summarischen Verfahren\nentschieden (Art. 119 Abs. 3 ZPO). Die Beschwerde gegen einen im summarischen Verfahren\nergangenen Entscheid beträgt zehn Tage (Art. 321 Abs. 2 ZPO).\n\nDer im vorliegenden Verfahren angefochtene Entscheid wurde dem Beschwerdeführer am 25. Juli\n2014 zugestellt (act. 11a). Der Fristenstillstand gilt nicht für das summarische Verfahren (Art. 145\nAbs. 2 Bst. b ZPO), weshalb der letzte Tag der Beschwerdefrist auf den 4. August 2014 fiel. Die\nam selben Tag eingereichte Beschwerde ist damit rechtzeitig erfolgt.\n\n"}