{"Signatur": "FR_TC_001", "Spider": "FR_Gerichte", "Datum": "2015-01-08", "PDF": {"Datei": "FR_Gerichte/FR_TC_001_101-2014-151_2015-01-08.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.ch/fr_helper/download.php?pfad=/tribunavtplus/ServletDownload/101_2014_151_f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b641152055ce0cfd71fde5a161f6c0cf72a161c718adcc934f7da671b2493f9bce75b1d35a6167e46c672564386f6202ba71&path=f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b641152055ce0cfd71fde5a161f6c0cf72a161c718adcc934f7da671b2493f9bce75b1d35a6167e46c672564386f6202ba71&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=101_2014_151", "Checksum": "d710c55aa40393ff0cf9347589d93ee7"}, "Scrapedate": "2026-04-05", "Num": ["101 2014 151"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Zivilappellationshöfe 08.01.2015 101 2014 151"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cours d'appel civil 08.01.2015 101 2014 151"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Friburgo Kantonsgericht Zivilappellationshöfe 08.01.2015 101 2014 151"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Zivilappellationshöfe"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cours d'appel civil"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Friburgo Kantonsgericht Zivilappellationshöfe"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "I. Zivilappellationshof"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Entscheid des I. Zivilappellationshofs des Kantonsgerichts | Sachenrecht"}], "ScrapyJob": "446973/26/2286", "Zeit UTC": "05.04.2026 05:16:01", "Checksum": "9eea84cfdee35cfcd9c8bf7ed8092b90", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Freiburg Kantonsgericht Zivilappellationshöfe 08.01.2015 101 2014 151\nRegeste:\nEntscheid des I. Zivilappellationshofs des Kantonsgerichts | Sachenrecht\n\n Tribunal cantonal TC\nKantonsgericht KG\n\nAugustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg\n\nT +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01\nwww.fr.ch/tc\n\n101 2014 151\n\nUrteil vom 8. Januar 2015\nI. Zivilappellationshof\n\nBesetzung Präsident: Hubert Bugnon\nRichter: Roland Henninger, Dina Beti\nGerichtsschreiberin: Gina Gutzwiller\n\nParteien A.________, Beschwerdeführer\n\nGegenstand Bedingungen der Eintragung in das Grundbuch\n\nBeschwerde vom 7. Juli 2014 gegen den Entscheid der\nAufsichtsbehörde über das Grundbuch vom 18. Juni 2014\n\n—\nPouvoir Judiciaire PJ\nGerichtsbehörden GB\nKantonsgericht KG\nSeite 2 von 6\n\nSachverhalt\n\nA. Mit einem von Notar A.________ erstellten öffentlichen Kaufvertrag vom 14. Februar 2014\nverpflichtete sich B.________, C.________ das Eigentum am Grundstück Nr. ddd des Grundbuchs\nder Gemeinde E.________ zu übertragen. In Ziffer „I. Vertragsgegenstand“ des Vertrags ist die\nBeschreibung des Grundstücks wiedergegeben. In Ziffer „II. Verkaufspreis“ wird ausgeführt, dass\nC.________ sich verpflichtet, B.________ den vereinbarten Kaufpreis insbesondere\nfolgendermassen zu entrichten:\n\n„1. Sie wird die Schuld der Verkäuferin übernehmen (um sie zu tilgen), die mit folgenden\nPfandrechten verbunden ist, welche das verkaufte Grundstück belasten:\n\n- Hypothek vom 30. August 1965, zu Gunsten des Inhabers (Freiburger Kantonalbank),\ndes Kapitals von Fr. 90‘000.-,\n\n- Hypothek vom 20. Dezember 1967, zu Gunsten des Inhabers (Freiburger Kantonalbank,\ndes Kapitals von Fr. 10‘000.-“.\n\nMit Schreiben vom 11. März 2014 an A.________ stellte der Grundbuchverwalter des\nSensebezirks (nachfolgend: Grundbuchverwalter) fest, dass die im Vertrag vom 14. Februar 2014\naufgeführten Grundpfandrechte nicht mit denjenigen übereinstimmen, wie sie im\nGrundbuchauszug beschrieben sind.\n\nNachdem innert der auf 10 Tage anberaumten Frist keine Nachbesserung stattgefunden hatte,\nwies der Grundbuchverwalter mit Entscheid vom 31. März 2014 die Eintragung des\nRechtsgeschäfts ab. Er führte namentlich aus, die im öffentlichen Kaufvertrag enthaltene\nGrundstücksbeschreibung entspreche nicht der im Grundbuch erwähnten Beschreibung.\n\nEine gegen den Entscheid vom 31. März 2014 von A.________ eingereichte Beschwerde wies die\nAufsichtsbehörde über das Grundbuch des Kantons Freiburg (nachfolgend: Aufsichtsbehörde) mit\nEntscheid vom 18. Juni 2014 ab. Sie erwog insbesondere, eine mit Grundpfandrechten nicht\nvertraute Person sei nicht in der Lage, aus der Bezeichnung „Hypothek zu Gunsten des Inhabers“\nauf das Bestehen einer Inhaberobligation mit Grundpfandverschreibung zu schliessen.\n\nB. Mit Eingabe vom 7. Juli 2014 reichte A.________ Beschwerde ein gegen den Entscheid vom\n18. Juni 2014. Er verlangt unter Kostenfolge, dass dieser Entscheid aufgehoben und die\nEigentumsübertragung mit Datum vom 4. März 2014 im Grundbuch eingetragen wird.\n\nDie Aufsichtsbehörde beantragt in ihrer Stellungnahme sinngemäss die Abweisung der\nBeschwerde.\n\nErwägungen\n\n1. a) Der angefochtene Entscheid erging in deutscher Sprache, während die Beschwerde in\nfranzösischer Sprache eingereicht wurde. Das Rechtsmittelverfahren wird in der Sprache des\nangefochtenen Entscheids durchgeführt (Art. 115 Abs. 4 JG). Der vorliegende Entscheid wird\nfolglich auf Deutsch verfasst. Es wird jedoch darauf verzichtet, vom Beschwerdeführer zu\nverlangen, seine Eingabe und Beilagen in die deutsche Sprache zu übersetzen.\nKantonsgericht KG\nSeite 3 von 6\n\nb) Nach Art. 75a des Gesetzes vom 28. Februar 1986 über das Grundbuch können\nEntscheide der Aufsichtsbehörde mit Beschwerde an einen Appellationshof des Kantonsgerichts\nangefochten werden (Abs. 1). Das Verfahren richtet sich nach dem Gesetz über die\nVerwaltungsrechtspflege (Abs. 2).\n\nDer angefochtene Entscheid wurde dem Beschwerdeführer am 2. Juli 2014 zugestellt, so dass die\nam 7. Juli 2014 der Post übergebene Beschwerde innert der gesetzlichen Frist von 30 Tagen (Art.\n79 Abs. 1 VRG) eingereicht wurde. Die Beschwerdeschrift enthält eine Begründung.\n\nc) Als verurkundender Notar ist der Beschwerdeführer durch den angefochtenen Entscheid\nberührt und hat an dessen Aufhebung ein schutzwürdiges Interesse (vgl. Art. 76 Bst. a VRG), so\ndass seine Beschwerdebefugnis nach der Rechtsprechung zu bejahen ist (BGE 116 II 136 E. 5;\nBGer 5A_380/2013 vom 19. März 2014 E. 1).\n\nd) Mit der Beschwerde kann die Verletzung des Rechts einschliesslich Überschreitung oder\nMissbrauch des Ermessens und die unrichtige oder unvollständige Feststellung des\nrechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden (Art. 77 VRG). Der Appellationshof wendet das\nRecht von Amtes wegen an; er überprüft von Amtes wegen oder auf Antrag die Gültigkeit der auf\nden Einzelfall anwendbaren Vorschriften und wendet als obere Behörde Vorschriften, die dem\nBundesrecht, der Kantonsverfassung oder einem höherrangigen kantonalen Erlass widersprechen,\nnicht an (Art. 10 Abs. 1 bis 3 und Abs. 4 e contrario VRG).\n\ne) Da kein entsprechender Antrag vorliegt und zudem die Erledigung der\nBeschwerdesache dies nicht erfordert, wird auf eine mündliche Verhandlung verzichtet (vgl. Art. 91\nAbs. 1 VRG).\n\n"}