{"Signatur": "FR_TC_001", "Spider": "FR_Gerichte", "Datum": "2014-12-30", "PDF": {"Datei": "FR_Gerichte/FR_TC_001_101-2014-100_2014-12-30.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.ch/fr_helper/download.php?pfad=/tribunavtplus/ServletDownload/101_2014_100_f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b6414391c860415aca290b321cc657fd24ec322c7548b1b797a214b10ffa898653169b42db9525ebc4a2c041285363a42733&path=f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b6414391c860415aca290b321cc657fd24ec322c7548b1b797a214b10ffa898653169b42db9525ebc4a2c041285363a42733&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=101_2014_100", "Checksum": "343d70e0eb4ae801a549b271cda39cfb"}, "Scrapedate": "2026-04-05", "Num": ["101 2014 100"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Zivilappellationshöfe 30.12.2014 101 2014 100"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cours d'appel civil 30.12.2014 101 2014 100"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Friburgo Kantonsgericht Zivilappellationshöfe 30.12.2014 101 2014 100"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Zivilappellationshöfe"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cours d'appel civil"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Friburgo Kantonsgericht Zivilappellationshöfe"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "I. 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Zivilappellationshof\n\nBesetzung Präsident: Hubert Bugnon\nRichter: Jérôme Delabays\nErsatzrichter: Felix Baumann\nGerichtsschreiberin: Catherine Faller\n\nParteien A.________, Berufungskläger,\n\nB.________, Berufungskläger,\n\nC.________, Berufungsklägerin,\n\nalle vertreten durch Rechtsanwalt Patrik Gruber\n\ngegen\n\nD.________ AG, Berufungsbeklagte\n\nGegenstand Herabsetzung der Entschädigung des Vertreters der\nErbengemeinschaft\n\nBerufung vom 24. April 2014 gegen den Entscheid des\nFriedensgerichts des Saanebezirks vom 6. März 2014\n\n—\nPouvoir Judiciaire PJ\nGerichtsbehörden GB\nKantonsgericht KG\nSeite 2 von 15\n\nSachverhalt\n\nA. A.________, B.________ und C.________ sind die Kinder von E.________ und\nF.________. E.________ verstarb am 10. April 2000. Am 2. Oktober 2009 reichte C.________\nbeim Zivilgericht des Saanebezirks eine Erbteilungsklage gegen F.________, A.________ und\nB.________ als Erben des E.________ ein. In der Folge fand am 7. Juni 2011 eine erste\nVerhandlung vor dem Zivilgericht statt. In Absprache mit den Parteien wurde die Verhandlung\nzwecks Vergleichsverhandlungen vertagt und die nächste Verhandlung auf den 5. Dezember 2011\nangesetzt. Am 27. September 2011 verstarb F.________.\n\nAm 12. Januar 2012 ernannte das Friedensgericht des Saanebezirks die D.________ AG zur\nErbenvertreterin der Erbengemeinschaft von F.________ sel. (act. 294). Mit Verfügung des\nPräsidenten des Zivilgerichts des Saanebezirks vom 20. Juni 2012 wurde der D.________ AG im\nRahmen des Erbteilungsprozesses der Erbschaft E.________ die Parteistellung zugesprochen.\n\nB. In der Sitzung des Zivilgerichts des Saanebezirks vom 20. November 2012 wurde die von\nden Parteien eingereichte Erbteilungsvereinbarung über die Nachlässe des E.________ und der\nF.________ zu Protokoll genommen und das Erbteilungsverfahren als erledigt abgeschrieben (act.\n361 ff.). Die Abschreibungsverfügung ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen.\n\nIn der Folge forderte der Rechtsbeistand von A.________ namens der anderen Erben die\nD.________ AG auf, dem Friedensgericht des Saanebezirks ihre Kostennote zu unterbreiten (act.\n359). Gleichzeitig bat er das Friedensgericht darum, den Erben vor Festsetzung des Honorars der\nErbenvertreterin die einzureichende Kostenliste zur Stellungnahme vorzulegen (act. 357). Am\n8. Oktober 2013 ersuchte der Rechtsbeistand das Friedensgericht erneut um Gewährung des\nrechtlichen Gehörs. Daraufhin stellte das Friedensgericht den drei Rechtsbeiständen der Erben am\n17. Oktober 2013 (act. 414) die Honorarrechnung der D.________ AG vom 11. April 2013 im\nBetrag von Fr. 49‘412.70 (act. 392 ff.) zu und teilte mit, dass es bei der D.________ AG einen\nvollständigen Schlussbericht verlangt habe und dass die Buchhaltungsabteilung erst nach Eingang\nder verlangten Dokumente die Überprüfung und Genehmigung vornehmen könne. Weitere\nSchreiben oder Mitteilungen des Friedensgerichts erfolgten nicht.\n\nC. Mit Entscheid vom 6. März 2014 genehmigte das Friedensgericht des Saanebezirks die\nHonorarnote der D.________ AG vom 11. April 2013 von Fr. 49‘412.70 betreffend ihre Tätigkeit\nvom 25. Januar 2012 bis zum 8. April 2013 für ihr Mandat als Erbengemeinschaftsvertreterin des\nNachlasses von F.________. Gerichtskosten wurden keine erhoben (act. 481 f.).\n\nD. Am 24. April 2014 haben A.________, B.________ und C.________ gegen den Entscheid\ndes Friedensgerichts vom 6. März 2014 „Beschwerde“ eingereicht. Sie schliessen unter Kostenund Entschädigungsfolge primär auf Festsetzung des Honorars der D.________ AG auf Fr. 2‘500.-\nund subsidiär auf Rückweisung der Angelegenheit an die Vor-instanz zu neuem Entscheid.\n\nDas Friedensgericht hat mit Schreiben vom 13. Mai 2014 auf Stellungnahme verzichtet.\n\nE. Am 3. Juni 2014 wurde der D.________ AG eine Frist von zehn Tagen gesetzt, um zur\nBerufung Stellung zu nehmen. In ihrer Stellungnahme vom 13. Juni 2014 schliesst die D.________\nAG auf Abweisung der Berufung, unter Kosten- und Entschädigungsfolge.\n\nF. Mit Verfügung vom 18. September 2014 wurde A.________, B.________ und C.________\n(im Folgenden: die Berufungskläger) eine Frist von zehn Tagen gesetzt, um zu replizieren,\nKantonsgericht KG\nSeite 3 von 15\n\ninsbesondere bezüglich des Inhalts der Kostenliste; dies für den Fall, dass der Hof beschliesst, das\nHonorar des Erbenvertreters selbst festzusetzen. Die Berufungskläger haben ihre Replik am 29.\nSeptember 2014 fristgerecht eingereicht. Sie halten an ihren Rechtsbegehren fest. Mit Verfügung\nvom 30. September 2014 wurde der D.________ AG (im Folgenden: die Berufungsbeklagte) eine\nFrist von zehn Tagen gesetzt, um zu duplizieren, insbesondere bezüglich des Inhalts der\nKostenliste; dies für den Fall, dass der Hof beschliesst, das Honorar des Erbenvertreters selbst\nfestzusetzen. Die Berufungsbeklagte hat ihre Duplik am 10. Oktober 2014 fristgerecht eingereicht.\nSie hält an ihren Rechtsbegehren fest.\n\nErwägungen\n\n"}