{"Signatur": "FR_TC_001", "Spider": "FR_Gerichte", "Datum": "2016-02-18", "PDF": {"Datei": "FR_Gerichte/FR_TC_001_101-2011-19_2016-02-18.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.ch/fr_helper/download.php?pfad=/tribunavtplus/ServletDownload/101_2011_19_f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b64135f1c2711a637d78c1ad5f81b76e1e8b45d05ebbf1802fc7be800f772ab71af3347b511deb5828420df7ff0a133e2998&path=f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b64135f1c2711a637d78c1ad5f81b76e1e8b45d05ebbf1802fc7be800f772ab71af3347b511deb5828420df7ff0a133e2998&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=101_2011_19", "Checksum": "8ebb15db2a27d076b0cc26260e934fdc"}, "Scrapedate": "2026-04-05", "Num": ["101 2011 19"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Zivilappellationshöfe 18.02.2016 101 2011 19"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cours d'appel civil 18.02.2016 101 2011 19"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Friburgo Kantonsgericht Zivilappellationshöfe 18.02.2016 101 2011 19"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Zivilappellationshöfe"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cours d'appel civil"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Friburgo Kantonsgericht Zivilappellationshöfe"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "I. Zivilappellationshof"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Entscheid des I. Zivilappellationshofs des Kantonsgerichts | Erbrecht"}], "ScrapyJob": "446973/26/2286", "Zeit UTC": "05.04.2026 05:14:50", "Checksum": "bbe6ad51384bc411cf5bdc4b4dfc68c9", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Freiburg Kantonsgericht Zivilappellationshöfe 18.02.2016 101 2011 19\nRegeste:\nEntscheid des I. Zivilappellationshofs des Kantonsgerichts | Erbrecht\n\n b) Zur Zuteilung äusserte sich das Zivilgericht in seinem Urteil vom 22. September 2012 wie\nfolgt: „Für die Übernahme und Anrechnung von landwirtschaftlichen Gewerben und Grundstücken\ngilt das Bundesgesetz vom 4. Oktober 1991 über das bäuerliche Bodenrecht (Art. 619 ZGB). (…)\nDas Verwaltungsgericht des Kantons Freiburg stellte in seinem Entscheid vom 13. September\n2005 fest, dass es sich bei den Grundstücken Art. mmm, nnn, ppp und ooo um landwirtschaftliche\nGrundstücke im Sinne von Art. 8 BGBB handelt. Die dagegen erhobenen Beschwerde wies das\nBundesgericht am 29. März 2006 ab (act. 129/2, 144/1). Aufgrund der obigen Ausführungen ist\ndaher festzuhalten, dass sich im Nachlass kein landwirtschaftliches Gewerbe, sondern\nausschliesslich landwirtschaftliche Grundstücke befinden, so dass für die Beurteilung der\nÜbernahme und Anrechnung grundsätzlich die BGBB-Bestimmungen betreffend\nlandwirtschaftlichen Gründstücken zur Anwendung kommen. Befindet sich in der Erbschaft ein\nlandwirtschaftliches Grundstück, das nicht zu einem landwirtschaftlichen Gewerbe gehört, so kann\nein Erbe dessen Zuweisung zum doppelten Ertragswert verlangen, wenn er Eigentümer eines\nlandwirtschaftlichen Gewerbes ist oder über ein solches wirtschaftlich verfügt und das Grundstück\nim ortsüblichen Bewirtschaftungsbereich dieses Gewerbes liegt (Art. 21 Abs. 1 BGBB). Obwohl\ndas Gesetz nur von einem landwirtschaftlichen Grundstück spricht, erstreckt sich der\nZuweisungsanspruch auf die Gesamtheit von Einzelgrundstücken, die sich in einem Nachlass\nbefinden (Studer, BGBB-Kommentar, Brugg 1995, N 5 zu Art. 21 BGBB). Verfügt der Bewerber\nüber kein landwirtschaftliches Gewerbe, besteht klarerweise kein Zuweisungsanspruch an einem\neinzelnen Grundstück (Studer, BGBB-Kommentar, N 12 zu Art. 21 BGBB). Die Bestimmungen\nüber die Erhöhung des Anrechnungswertes bei landwirtschaftlichen Gewerben und die\nBeschränkung der Verfügungsfreiheit gelten sinngemäss (Art. 21 Abs. 2 BGBB). Dem\nZuweisungsrecht an Einzelgrundstücken entspricht - wie bei landwirtschaftlichen Gewerben - eine\nBeschränkung der Verfügungsfreiheit des Erblassers. Andernfalls könnte das Zuweisungsrecht\nproblemlos umgangen werden. Die Beschränkung der Verfügungsfreiheit richtet sich nach Umfang\nund Wirkung nach Art. 19 BGBB (Studer, BGBB-Kommentar, N 24 zu Art. 21 BGBB). Da jedoch\nanders als bei der Zuweisung eines landwirtschaftlichen Gewerbes die Selbstbewirtschaftung nicht\nzu beachten ist, kann der Erblasser den pflichtteilsgeschützten Erben den Anspruch nicht zu\nGunsten eines eingesetzten Erben entziehen (Studer, Erbrecht Praxiskommentar, N 8 zu Art. 21\nBGBB). Konkurrieren mehrere Pflichteilserben miteinander können unter Einhaltung des\nKantonsgericht KG\nSeite 50 von 114\n\n"}