{"Signatur": "FR_TC_001", "Spider": "FR_Gerichte", "Datum": "2016-02-18", "PDF": {"Datei": "FR_Gerichte/FR_TC_001_101-2011-19_2016-02-18.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.ch/fr_helper/download.php?pfad=/tribunavtplus/ServletDownload/101_2011_19_f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b64135f1c2711a637d78c1ad5f81b76e1e8b45d05ebbf1802fc7be800f772ab71af3347b511deb5828420df7ff0a133e2998&path=f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b64135f1c2711a637d78c1ad5f81b76e1e8b45d05ebbf1802fc7be800f772ab71af3347b511deb5828420df7ff0a133e2998&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=101_2011_19", "Checksum": "8ebb15db2a27d076b0cc26260e934fdc"}, "Scrapedate": "2026-04-05", "Num": ["101 2011 19"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Zivilappellationshöfe 18.02.2016 101 2011 19"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cours d'appel civil 18.02.2016 101 2011 19"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Friburgo Kantonsgericht Zivilappellationshöfe 18.02.2016 101 2011 19"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Zivilappellationshöfe"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cours d'appel civil"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Friburgo Kantonsgericht Zivilappellationshöfe"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "I. 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Bei der Berechnung sind die Schulden des\nErblassers, die Auslagen für das Begräbnis, für die Siegelung und Inventaraufnahme sowie die\nAnsprüche der Hausgenossen auf Unterhalt während eines Monats von der Erbschaft abzuziehen.\nVorliegend stellt sich nun die Frage, ob die Honorare der Erbenvertreter zu den Erbgangsschulden\nim Sinne von Art. 474 ZGB gehören. Diese Frage wird von der herrschenden Lehre sowie der\nRechtsprechung klar bejaht, die Aufzählung von Abs. 2 ist somit nicht als abschliessend zu\nqualifizieren (PraxKomm Erbrecht-CHRISTOPH NERTZ, Art. 474 N 15; BSK ZGB II-DANIEL\nSTAEHELIN, Art. 474 N 12; OGer ZH, ZR 2004, 133).\n\nAm 30. Oktober 2015 reichte der Erbenvertreter eine Aufstellung der an die Erbenvertreter bis am\n31. Dezember 2014 geleisteten Entschädigungen ein, diese belaufen sich für die Zeit vom 21. Juni\n2000 bis zum 31. Dezember 2014 auf insgesamt CHF 227'536.80 und setzen sich wie folgt\nzusammen:\n\nAJ.________ (21. Juni 2000 bis 11. Oktober 2001): CHF 41‘494.65 (inkl. Verzugszins) wurde von\nBA.________ AG gestützt auf das rechtskräftige Urteil des Bezirksgerichts der Sense vom 28. Mai\n2010 bezahlt; Fürsprecher AE.________, BB.________/AE.________ (21. März 2002 bis 31. März\n2006): Von der Gesamtforderung im Betrag von CHF 122‘212.35 wurden 5 Rechnungen im\nUmfang von CHF 102‘538.75 vom Friedensgericht BC.________ genehmigt; diesen Betrag gilt es\nzu berücksichtigen. Der Differenzbetrag von CHF 19‘673.60 ist allenfalls in der Erbteilung der\nG.________ sel. geltend zu machen. Für BA.________ AG (vom 12. Juni 2008 bis zum\n31. Dezember 2014): CHF 77‘414.25, zuzüglich Mehrwertsteuer von 7.6% resp. 8%, ausmachend\nCHF 6'089.15.\n\nDaraus folgt, dass sich die Erbgangsschulden aus dem von der Vorinstanz anerkannten Betrag\nvon CHF 23'927.35 sowie den Entschädigungen an die Erbenvertreter von insgesamt\nCHF 227'536.80 zusammensetzen, der Totalbetrag beläuft sich somit auf CHF 251'464.15.\nFolglich ist die Berufung der Berufungskläger in diesem Punkt gutzuheissen.\n\n5. Nun gilt es zu prüfen, ob die Vorinstanz den Veränderungen des Nachlasses während der\nErbteilung korrekt Rechnung getragen hat. In diesem Zusammenhang ist in einem ersten Schritt zu\nklären, ob die Vorinstanz berechtigt war, Forderungen gegenüber der AA.________ AG\ngutzuheissen, obwohl diese im vorliegenden Verfahren nicht Partei war (a). In einem zweiten\nSchritt gilt es zu prüfen, ob die Vorinstanz die von den Berufungsbeklagten gegen A.________\ngestellten Forderungen wegen der Nutzung der Einliegerwohnung AF.________ (b) und der\nAH.________ (c) zu Recht gutgeheissen hat und wie es sich mit der Nutzung des Bauernhauses\nAG.________ (d) verhält.\n\na) aa) Bezüglich der Forderungen der Erbengemeinschaft gegenüber der AA.________ AG\nmachte die Vorinstanz folgende Ausführungen: „Die Beklagten machen in ihrer ergänzenden\nRechtsschrift vom 21. April 2008 geltend, unter die Nachlassaktiven seien die Forderungen gegen\ndie AA.________ AG betreffend Miete und Nebenkosten für die Benutzung der Liegenschaft\nKantonsgericht KG\nSeite 41 von 114\n\n"}