{"Signatur": "FR_TC_001", "Spider": "FR_Gerichte", "Datum": "2016-02-18", "PDF": {"Datei": "FR_Gerichte/FR_TC_001_101-2011-19_2016-02-18.pdf", "URL": "https://entscheidsuche.ch/fr_helper/download.php?pfad=/tribunavtplus/ServletDownload/101_2011_19_f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b64135f1c2711a637d78c1ad5f81b76e1e8b45d05ebbf1802fc7be800f772ab71af3347b511deb5828420df7ff0a133e2998&path=f18a529ee8848b75abde07209eae3fd7a9c7a11cf75c501d10a9f97e42c6b64135f1c2711a637d78c1ad5f81b76e1e8b45d05ebbf1802fc7be800f772ab71af3347b511deb5828420df7ff0a133e2998&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=101_2011_19", "Checksum": "8ebb15db2a27d076b0cc26260e934fdc"}, "Scrapedate": "2026-04-05", "Num": ["101 2011 19"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Zivilappellationshöfe 18.02.2016 101 2011 19"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cours d'appel civil 18.02.2016 101 2011 19"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Friburgo Kantonsgericht Zivilappellationshöfe 18.02.2016 101 2011 19"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Freiburg Kantonsgericht Zivilappellationshöfe"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Fribourg Tribunal cantonal Cours d'appel civil"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Friburgo Kantonsgericht Zivilappellationshöfe"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "I. 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Zivilappellationshof\n\nBesetzung Präsident: Jérôme Delabays\nRichter: Adrian Urwyler, Hubert Bugnon\nGerichtsschreiberin-\nBerichterstatterin: Rahel Brühwiler\n\nParteien A.________, Klägerin, Widerbeklagte, Berufungsklägerin und\nAnschlussberufungsbeklagte\n\nB.________, Kläger, Widerbeklagter, Berufungskläger und\nAnschlussberufungsbeklagter\n\nC.________, Kläger, Widerbeklagter, Berufungskläger und\nAnschlussberufungsbeklagter\n\nalle vertreten durch Rechtsanwalt Pius Koller\n\ngegen\n\nD.________, Beklagte, Widerklägerin, Berufungsbeklagte und\nAnschlussberufungsklägerin\n\nE.________, Beklagter, Widerkläger, Berufungsbeklagter und\nAnschlussberufungskläger\n\nbeide vertreten durch Rechtsanwalt Christoph Joller\n\nGegenstand Erbteilungs- und Herabsetzungsklage\n\nBerufungen vom 15. und 16. Februar 2011 und Anschlussberufung\nvom 4. Mai 2011 gegen das Urteil des Zivilgerichts des Sensebezirks\nvom 22. September 2010\n\n—\nPouvoir Judiciaire PJ\nGerichtsbehörden GB\nKantonsgericht KG\nSeite 2 von 114\n\nSachverhalt\n\nA. F.________ sel. starb im Jahr 2000. Er hinterliess seine Ehefrau, G.________, seine zwei\nTöchter, D.________ und A.________, sowie seine drei Söhne E.________, B.________ und\nC.________. Die Testamentseröffnung fand am 14. März 2000 vor dem Friedensrichter statt.\n\nAm 7. August 2000 reichten G.________ und ihre Kinder A.________, B.________ und\nC.________ eine Erbteilungsklage gegen die beiden gesetzlichen Erben D.________ und\nE.________ ein (act. 1).\n\nVerbunden mit der Klageantwort reichten D.________ und E.________ am 15. Januar 2001\nwiderklageweise eine Ungültigkeits- und Herabsetzungsklage ein. Sie beantragten primär, die\nletztwillige Verfügung des F.________ sel. vom 14. September 1999 sei ungültig zu erklären, und\nes sei festzustellen, dass die gesetzlichen Erben von F.________ sel. alle zu gleichen Teilen\nerbberechtigt seien. Subsidiär beantragten sie, es sei festzustellen, dass die letztwillige Verfügung\ndes F.________ sel. vom 14. September 1999 die Pflichtteilsrechte der Beklagten verletze und\ndass die in der letztwilligen Verfügung des F.________ sel. vom 14. September 1999 enthaltenen\nAnordnungen unter Wahrung der Pflichtteilsrechte auf das erlaubte Mass herabgesetzt werden\n(act. 15).\n\nB. Nach erfolgtem Schriftenwechsel verfügte der Präsident des Zivilgerichts am 28. September\n2001, das Verfahren sei vorerst auf die Frage der Gültigkeit des Testaments zu beschränken (act.\n51). Zu entscheiden war dabei namentlich die Frage, ob F.________ sel. bei der Errichtung des\nTestaments seinen letzten Willen frei zum Ausdruck gebracht hatte oder ob er von einzelnen\nErben so stark beeinflusst worden war, dass er dazu nicht mehr in der Lage war.\n\nDas Zivilgericht des Sensebezirks verhandelte die Angelegenheit in seinen öffentlichen\nVerhandlungen vom 13. Dezember 2001 (act. 60), 15. Januar 2002 (act. 72) und 16. April 2002\n(act. 82). Es hörte die Parteien und insgesamt sieben Zeugen an. Mit Urteil vom 1. Juli 2002 wies\ndas Zivilgericht die Ungültigkeitsklage ab, die Kosten wurden vorbehalten (act. 86). Es kam zum\nSchluss, ihm liege ein öffentlich beurkundetes, von zwei Zeugen unterzeichnetes Testament des\nErblassers vor, welches alle Erben auf den Pflichtteil setze und den Nachlass des Erblassers\nregle. Notar H.________ habe dem Gericht klar bestätigt, dass das Testament dem freien und\neigenen Willen des Erblassers entspreche. Selbst wenn verschiedene Anzeichen die Errichtung\ndes Testaments suspekt erscheinen liessen und ein gewisser Einfluss der Kläger, insbesondere\nvon B.________, nicht vollständig auszuschliessen sei, könne festgehalten werden, dass die\nBeklagten nicht genügend Beweise vorzubringen vermochten, welche es dem Gericht erlauben\nwürden, das Testament für ungültig zu erklären.\n\nDie von D.________ und E.________ gegen diesen Teilentscheid eingereichte Berufung wies der\nI. Zivilappellationshof am 22. März 2004 ab, und das Bundesgericht wies deren Beschwerde am\n16. September 2004 ab (act. 92 und 94).\n\nC. Am 11. November 2003, d.h. während des hängigen Verfahrens, verstarb G.________,\nEhefrau des Erblassers und Mutter der am Prozess beteiligten Nachkommen. Das Friedensgericht\ndes Sensebezirks teilte am 26. Mai 2008 mit, dass I.________ als Generalerbenvertreter der\nErbengemeinschaft F.________ und G.________ sel. ernannt worden sei (act. 215).\n\nAm 8. November 2004 setzte das Zivilgericht das Verfahren betreffend die Herabsetzungs- bzw.\nErbteilungsklage fort. Die einzelnen Verfahrensschritte sind im erstinstanzlichen Urteil unter\nKantonsgericht KG\nSeite 3 von 114\n\n"}