{"Signatur": "CH_WBK_001", "Spider": "CH_WEKO", "Datum": "2012-12-10", "PDF": {"Datei": "CH_WEKO/CH_WBK_001_Abrede-im-Speditions_2012-12-10.pdf", "URL": "https://www.weko.admin.ch/dam/weko/de/dokumente/2013/04/spedition_verfuegung.pdf.download.pdf/spedition_verfuegung.pdf", "Checksum": "75f18e98ef07c1b5f8b1cd8eb24643f6"}, "Scrapedate": "2026-02-13", "Num": ["Abrede im Speditionsbereich"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Wettbewerbskommission 10.12.2012 Abrede im Speditionsbereich"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Wettbewerbskommission 10.12.2012 Abrede im Speditionsbereich"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Wettbewerbskommission 10.12.2012 Abrede im Speditionsbereich"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Wettbewerbskommission "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Wettbewerbskommission "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Wettbewerbskommission "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Abrede im Speditionsbereich"}], "ScrapyJob": "446973/67/1907", "Zeit UTC": "13.02.2026 03:13:13", "Checksum": "2d8c5c5cb297af43c3b8937a69c7ee50", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Wettbewerbskommission 10.12.2012 Abrede im Speditionsbereich\nRegeste:\nAbrede im Speditionsbereich\n\n152\nBotschaft vom 7. November 2001 über die Änderung des Kartellgesetzes, BBl 2001 2022, 2034.\n153\nVgl. Urteil des BVGer, RPW 2010/2, 363 E. 8.2.2.1, Publigroupe.\n154\nRPW 2006/1, 169 ff. Rz 197 ff., Flughafen Zürich AG (Unique) – Valet Parking.\n155\nUrteil des BVGer, RPW 2007/4, 672 E. 4.2.6, Flughafen Zürich AG (Unique)/WEKO.\n156\nSiehe die Nachweise in RPW 2011/1, 189 Rz 557, Fn 546, SIX/Terminals DCC.\n157\nUrteil des BVGer, RPW 2010/2, 363 E. 8.2.2.1, Publigroupe.\n158\nStatt anderer etwa RPW 2011/1, 189 Rz 557, SIX/Terminals DCC.\n159\nVgl. CHRISTOPH TAGMANN, Die direkten Sanktionen nach Art. 49a Abs. 1 Kartellgesetz, 2008, 285;\nvgl. auch Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 18. Juni 2004 über die Sammlungen des Bundesrechts und das Bundesblatt (Publikationsgesetz, PublG; SR 170.512).\n160\nIn dem Sinn bereits RPW 2009/3, 212 Rz 106, Elektroinstallationsbetriebe Bern.\n161\nVgl. RPW 2011/1, 189 Rz 557 m.w.H., SIX/Terminals mit DCC.\n\n22/2009/03287/COO.2101.111.5.266529 77\nB.4.2.4 Bemessung\n\n291. Rechtsfolge einer Verletzung von Art. 49a Abs. 1 KG ist die Belastung des fehlbaren\nUnternehmens mit einem Betrag bis zu 10 % des in den letzten drei Geschäftsjahren in der\nSchweiz erzielten Umsatzes. 162\n292. Der Betrag bemisst sich nach der Dauer und der Schwere des unzulässigen Verhaltens, wobei der mutmassliche Gewinn, den das Unternehmen dadurch erzielt hat, angemessen zu berücksichtigen ist.\n\nB.4.2.4.1 Maximalsanktion\n\n293. Die Obergrenze des Sanktionsrahmens und somit die Maximalsanktion liegt bei 10 %\ndes vom Unternehmen in den letzten drei Geschäftsjahren in der Schweiz erzielten Gesamtumsatzes. Der Unternehmensumsatz i.S.v. Art. 49a Abs. 1 KG berechnet sich dabei sinngemäss nach den Kriterien der Umsatzberechnung bei Unternehmenszusammenschlüssen,\nArt. 4 und 5 VKU 163 finden analoge Anwendung. Der Unternehmensumsatz bestimmt sich\nentsprechend auf Konzernebene, wobei gemäss Art. 5 Abs. 2 VKU konzerninterne Umsätze\nnicht zu berücksichtigen sind. 164\n294. Die in den letzten drei Geschäftsjahren in der Schweiz erzielten Gesamtumsätze der\nUntersuchungsadressaten gehen aus folgender Übersicht hervor:\n\nTabelle 4: Konzernumsätze der Untersuchungsadressaten in CHF\n\nUnternehmen 2009 2010 2011 Total\nAgility [100–200] Mio. [100–200] Mio. [100–200] Mio. [500–600] Mio.\nDeutsche Bahn [100–200] Mio. [100–200] Mio. [100–200] Mio. [400–500] Mio.\nDeutsche Post [500–600] Mio. [500–600] Mio. [500–600] Mio. [1‘500–1‘700] Mio.\nKühne + Nagel [100–200] Mio. [200–300] Mio. [200–300] Mio. [500–600] Mio.\nPanalpina [200–300] Mio. [300–400] Mio. [300–400] Mio. [800–900] Mio.\n\n295. Aufgrund der in der obigen Tabelle gemachten Angaben ergeben sich im vorliegenden\nFall für die Untersuchungsadressaten folgende Maximalsanktionen:\nTabelle 5: Maximalsanktion pro Unternehmen in CHF\n\nUnternehmen Maximalsanktion\nAgility [50–60] Mio.\nDeutsche Bahn [40–50] Mio.\nDeutsche Post [150–170] Mio.\nKühne + Nagel [50–60] Mio.\nPanalpina [80–90] Mio.\n\n162\nVgl. RPW 2011/1, 191 Rz 567, SIX/Terminals mit DCC; SHK-REINERT (Fn 148), Art. 49a N 10;\nCHRISTOPH TAGMANN/BEAT ZIRLICK, in: Basler Kommentar zum Kartellgesetz, Marc Amstutz/Mani\nReinert (Hrsg.), Basel 2010, Art. 49a N 48; TAGMANN (Fn 159), 229.\n163\nVerordnung vom 17.6.1996 über die Kontrolle von Unternehmenszusammenschlüssen (VKU; SR\n251.4).\n164\nVgl. RPW 2011/1, 191 Rz 570, SIX/Terminals mit DCC; RPW 2009/3, 121, Rz 113, Elektroinstallationsbetriebe Bern.\n\n22/2009/03287/COO.2101.111.5.266529 78\nB.4.2.4.2 Konkrete Sanktionsberechnung\n\n296. Nach Art. 49a Abs. 1 KG ist bei der Bemessung des konkreten Sanktionsbetrags die\nDauer und Schwere des unzulässigen Verhaltens und der durch das unzulässige Verhalten\nerzielte mutmassliche Gewinn angemessen zu berücksichtigen. Die KG-Sanktions-\nverordnung geht für die konkrete Sanktionsbemessung zunächst von einem Basisbetrag aus,\nder in einem zweiten Schritt an die Dauer des Verstosses anzupassen ist, bevor in einem\ndritten Schritt erschwerenden und mildernden Umständen Rechnung getragen werden kann.\n\n1. Basisbetrag\n\n297. Der Basisbetrag beträgt je nach Art und Schwere des Verstosses bis zu 10 % des Umsatzes, den das betreffende Unternehmen in den letzten 3 Geschäftsjahren auf den relevanten Märkten in der Schweiz erzielt hat (Art. 3 SVKG).\n\n"}