{"Signatur": "CH_WBK_001", "Spider": "CH_WEKO", "Datum": "2012-12-10", "PDF": {"Datei": "CH_WEKO/CH_WBK_001_Abrede-im-Speditions_2012-12-10.pdf", "URL": "https://www.weko.admin.ch/dam/weko/de/dokumente/2013/04/spedition_verfuegung.pdf.download.pdf/spedition_verfuegung.pdf", "Checksum": "75f18e98ef07c1b5f8b1cd8eb24643f6"}, "Scrapedate": "2026-02-13", "Num": ["Abrede im Speditionsbereich"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Wettbewerbskommission 10.12.2012 Abrede im Speditionsbereich"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Wettbewerbskommission 10.12.2012 Abrede im Speditionsbereich"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Wettbewerbskommission 10.12.2012 Abrede im Speditionsbereich"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Wettbewerbskommission "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Wettbewerbskommission "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Wettbewerbskommission "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Abrede im Speditionsbereich"}], "ScrapyJob": "446973/67/1907", "Zeit UTC": "13.02.2026 03:13:13", "Checksum": "2d8c5c5cb297af43c3b8937a69c7ee50", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Wettbewerbskommission 10.12.2012 Abrede im Speditionsbereich\nRegeste:\nAbrede im Speditionsbereich\n\n „Die Akzeptanz der Ende 2005 eingeführten SCF im Markt ist gut, denn sie konnte sauber und nachvollziehbar begründet werden.“ 116\n247. Schliesslich bestätigt die folgende Aussage von Herrn [Name] (damaliger Vizepräsident und Mitglied des Vorstandes von Spedlogswiss), dass die Umsetzung der Einfuhrsteuerabfertigungsgebühr (exemplarisch für andere Gebühren und Zuschläge) den Unternehmen\n„marktunübliche“ Gewinne ermöglicht hat:\n„Nebst grosser administrativer Hilfe, guter Schulung und einem klaren Konzept, haben\nein paar sehr gescheite Köpfe die Einfuhrsteuerabfertigungsgebühr von CHF 10.-- erfunden. Diese Gebühr hat sich bis jetzt, also 11 ½ Jahre lang erstaunlich gut gehalten.\nDas ist rekordverdächtig! Ein kleines Rechenbeispiel: Unsere Branche fertigt mehr als 5\nMio. Einfuhren pro Jahr ab. Nehmen wir an, dass auf Grund von Lieferkonditionen nur\ndie Hälfte aller Sendungen mit diesen CHF 10.-- belastet werden können. Das macht 2,5\nMio. x 10 = CHF 25 Mio. Das mal 11 ½ - das gibt eine Zahl, da komme ich nicht mehr\nmit dem Rechnen mit. Für diesen Betrag müsste sogar Herr Ospel mehrere Jahre arbeiten. Jedem von uns sind auf diesem Weg Hunderttausende, wenn nicht Millionen in die\nKassen geflossen. Wenn das keine notwendige und gute Erfindung war!“ 117\n248. Der in Rz 188 und 242 beschriebene Mechanismus, wonach durch ein einheitliches\nAuftreten und glaubhafte Kommunikation die Akzeptanz von Gebühren erhöht und damit der\nWettbewerb generell abgeschwächt werden kann, lässt sich auch mit ökonomischer Theorie\nuntermauern: Zunächst ist festzuhalten, dass in casu im relevanten Markt eine gewisse\nPreisintransparenz herrscht, da es für die Marktgegenseite nicht so einfach möglich ist, über\ndie aktuellen Preise eines Spediteurs im Bilde zu sein und Preise zu vergleichen. Insbesondere werden keine aktuellen und öffentlich zugänglichen Preislisten oder Preisvergleichsmöglickeiten bereitgestellt. 118 Preisvergleiche sind somit nur über das Einholen von konkreten Offerten möglich. Die damit verbundenen Kosten für verlorene Zeit, für Telefonanrufe etc.\nwerden in der ökonomischen Literatur gemeinhin als Suchkosten bezeichnet: „Search costs\nin these studies consist of consumers opportunity cost of time in searching for lower prices\n(so-called shoe-leather costs), plus other costs associated with obtaining price quotes from\ncompeting firms (such as the incremental cost of the postage stamps or phone calls used in\nacquiring price information from firms)”. 119\n249. Da die Preise im vorliegend Markt auch sehr volatil sind, bilden Erfahrungswerte nur\neine ungefähre Orientierungshilfe bezüglich der aktuellen Preise. Die erwähnte Volatilität resultiert einerseits aus der Volatilität der Preisbestandteile sowie aus der Volatilität des Basispreises 120 selber. Konkret können z.B. die Treibstoffzuschläge erwähnt werden, welche einen bedeutenden Teil des Preises ausmachen und relativ starken Schwankungen ausge-\n\n115\nVgl. Fn 70.\n116\nVgl. oben Abbildung 24.\n117\nAuszug Rede 86. ordentliche GV; vgl. auch schon oben Abbildung 43.\n118\nDass keine aktuellen Preislisten bereitgestellt werden liegt u.a. daran, dass die Preise in der Luft-\nfracht-Spedition sehr volatil sind und sich kurzfristig ändern (vgl. Rz 249).\n119\nMICHAEL BAYE/JOHN MORGAN/PATRICK SCHOLTEN, Information, Search and Price Dispersion, in:\nHandbook in Economics and Information Systems Volume 1, Hendershott (Hrsg.), Amsterdam 2006,\nChapter 6.\n120\nVgl. Fn 111.\n\n"}