{"Signatur": "CH_WBK_001", "Spider": "CH_WEKO", "Datum": "2012-12-10", "PDF": {"Datei": "CH_WEKO/CH_WBK_001_Abrede-im-Speditions_2012-12-10.pdf", "URL": "https://www.weko.admin.ch/dam/weko/de/dokumente/2013/04/spedition_verfuegung.pdf.download.pdf/spedition_verfuegung.pdf", "Checksum": "75f18e98ef07c1b5f8b1cd8eb24643f6"}, "Scrapedate": "2026-02-13", "Num": ["Abrede im Speditionsbereich"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Wettbewerbskommission 10.12.2012 Abrede im Speditionsbereich"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Wettbewerbskommission 10.12.2012 Abrede im Speditionsbereich"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Wettbewerbskommission 10.12.2012 Abrede im Speditionsbereich"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Wettbewerbskommission "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Wettbewerbskommission "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Wettbewerbskommission "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Abrede im Speditionsbereich"}], "ScrapyJob": "446973/67/1907", "Zeit UTC": "13.02.2026 03:13:13", "Checksum": "2d8c5c5cb297af43c3b8937a69c7ee50", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Wettbewerbskommission 10.12.2012 Abrede im Speditionsbereich\nRegeste:\nAbrede im Speditionsbereich\n\n155. An diesem Zirkular ist beachtlich, dass die SFA mit CHF 0.03/kg deutlich höher liegt als\ndie durch die Handlingagenten belasteten Kosten, welche ursprünglich in der Höhe von CHF\n0.016/kg veranschlagt wurden. Die Höhe der SFA ist gemäss Zirkular die Folge von „intensiven internen Kostenkalkulationen“, für die sich allerdings in den Untersuchungsakten keinerlei Belege finden lassen. 69 Umgekehrt haben die Wettbewerbsbehörden aufgrund des Abschlusses der einvernehmlichen Regelung auf eine weitere Untersuchung allfälliger Kostenkalkulationen verzichtet.\n156. Die SFA wurde durch die Luftfrachtspediteure im Markt implementiert, teilweise auch\nnach weiteren bilateralen Kontakten, wie aus folgendem E-Mailverkehr hervorgeht:\n\n• E-Mail vom 27. April 2007 von [Name], [Luftfrachtspediteurin], an [Name], [Luftfrachtspediteurin]:\n\n69\nIm Anschluss an das Zirkular von Spedlogswiss ist es nochmals zu Diskussionen mit den Handlingagenten gekommen, da diese ihrerseits die Kundschaft über die Erhebung einer SFA von CHF 0.025\ninformierten. Dies war der Anlass für das in Abbildung 33 wiedergegebene E-Mail der Zürcher Spediteur Vereinigung an die Handlingagenten. Die Luftfrachtspediteure waren sehr unzufrieden mit der für\ndie Kunden verwirrenden Kommunikation der Handling Agenten. Sie weigerten sich zudem, die erhöhte Gebühr von CHF 0.025 zu bezahlen (vgl. weiterer Auszug aus dem in Abbildung 29 wiedergegebene E-Mail: Wir verstehen nun nicht, warum Sie wiederum mit einem Schreiben an Ihre Kundschaft gehen und die Einführung Ihrerseits von einer SFA ankünden, nota-bene mit 0.025 CHF per kg. Die\nausgelöste Verwirrung durch das Schreiben CFS von 24.04.2007 (warum erst am 24.04.2007 / wir\nhaben doch bereits am 12.04.2007 die Positionen beschrieben) ist bereits spürbar. Die SFA ist klar\nSache der Spedition und deren Umsetzung am Markt.“).\n\n22/2009/03287/COO.2101.111.5.266529 43\n• [Luftfrachtspediteurin]-internes E-Mail vom 30. April 2007 zur eigenen Umsetzung der\nSFA mit folgender Frage:\n\n• Auf diese Frage haben zwei [Luftfrachtspediteurin]-Mitarbeiter geantwortet. Die eine\nAntwort vom 30. April 2007 lautete:\n\n• Die zweite Antwort vom gleichen Tag:\n\n• [Luftfrachtspediteurin]-internes E-Mail vom 2. Mai 2007 zur eigenen Umsetzung der\nSFA:\n\nAbbildung 36\n\n157. Dass auf die Umsetzung durch die Konkurrenz geachtet wurde, zeigen folgende Auszüge aus einem [Luftfrachtspediteurin]-internen E-Mailverkehr:\n\n• [Luftfrachtspediteurin]-internes E-Mail vom 11. Mai 2007 bezüglich einer Kundeninformation über das Verhalten der Konkurrenz:\n\n• Antwortmail vom gleichen Tag:\n\nAbbildung 37\n\n158. Die SFA wurde durch alle Verfahrensadressaten umgesetzt. Die Akzeptanz der Gebühr auf dem Markt wurde anlässlich einer Sitzung der Luftfrachtkommission (LFK) der Zürcher Speditionsvereinigung (ZSV) vom 18. Juni 2007 festgestellt: 70\n\nAbbildung 38\n\n159. Anlässlich der nächsten Sitzung der LFK-ZSV vom 8. August 2007 wurde konstatiert:\n\n70\n„SSC“ ist die Abkürzung für „Swiss Shippers Council“, einer Organisation der Schweizer Verladerschaft, d.h. der Kunden der Spediteure (vgl. www.swiss-shippers.ch; 10.08.2012).\n\n22/2009/03287/COO.2101.111.5.266529 44\nAbbildung 39\n\n3. Zwischenergebnis betreffend SFA\n\n160. Auslöser für die SFA war der gestiegene Sicherheitsaufwand am Flughafen Zürich. Da\nes sich um einen rein schweizerischen Kostenfaktor handelte, fand die Koordination der Luftfrachtspediteure auf nationaler Ebene statt, teilweise auch auf regionaler Ebene im Rahmen\nder ZSV. Gemeinsamer Nenner mit den oben dargestellten Gebühren bildet der Umstand,\ndass es auch bei der SFA darum ging, eine koordinierte Lösung für einen gemeinsamen\nKostenfaktor zu finden. Dies sollte – wie bereits bei den anderen, oben erwähnten Gebühren\n– hauptsächlich dazu dienen, die Akzeptanz bei den Kunden für die neue Gebühr bzw. für\ndie Preiserhöhung zu erhöhen.\n\nB.3.1.3.4 Weitere schweizspezifische Gebühren\n\n1. E-dec-Gebühr\n\n161. E-dec ist die Bezeichnung für die elektronische Zollerklärung, die ab dem 1. Januar\n2006 für die Verzollung von Waren, die Kontingenten unterliegen, und ab dem 1. Juli 2006\nfür Verzollungen aller Art obligatorisch wurde. E-dec löste das Zollmodell 90 ab und machte\nu.a. gewisse Investitionen in Software Programme seitens der Spediteure erforderlich.\n162. Im Rahmen der Kommission Zoll von Spedlogswiss wurde beschlossen, die entstandenen Kosten an die Kunden weiterzuleiten, diese Aufwendungen dürften nicht „an der\nBranche hängen bleiben“, wie folgender Auszug aus dem Protokoll der Kommission Zoll vom\n24. November 2005 belegt:\n\nAbbildung 40\n\n"}