579. Wie bereits dargelegt (Rz 564), kann der Informationsaustausch nicht weggedacht werden, um die festgestellten Preisentwicklungen zu erklären. Dies wurde anhand des Vergleichs mit den verschiedenen LIKs gezeigt. Alternative Erklärungsmodelle (Steigen der Rohstoffpreise oder der Nachfrage) überzeugen nicht. Der Informationsaustausch setzte also ohne weiteres die conditio sine qua non des festgestellten Marktresultates im Sinne der Bundesrechtsprechung. Die einschlägige ökonomische Literatur geht davon aus, dass der Austausch von individualisierten Preis- und Mengenangaben eine wettbewerbsschädigende Auswirkung hat.