{"Signatur": "CH_WBK_001", "Spider": "CH_WEKO", "Datum": "2011-10-31", "PDF": {"Datei": "CH_WEKO/CH_WBK_001_ASCOPA_2011-10-31.pdf", "URL": "https://www.weko.admin.ch/dam/weko/de/dokumente/2012/01/ascopa_verfuegung.pdf.download.pdf/ascopa_verfuegung.pdf", "Checksum": "b5cec4f6e62adb3bf19bbec35d68200a"}, "Scrapedate": "2026-02-13", "Num": ["ASCOPA"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Wettbewerbskommission 31.10.2011 ASCOPA"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Wettbewerbskommission 31.10.2011 ASCOPA"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Wettbewerbskommission 31.10.2011 ASCOPA"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Wettbewerbskommission "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Wettbewerbskommission "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Wettbewerbskommission "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "ASCOPA"}], "ScrapyJob": "446973/67/1907", "Zeit UTC": "13.02.2026 03:13:14", "Checksum": "3448f4f0bbfdcabcc52c68b7cf038a80", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Wettbewerbskommission 31.10.2011 ASCOPA\nRegeste:\nASCOPA\n\n688. Ähnlich verhält es sich mit den Produkten von Skincode. Skincode ist auf die Herstellung von zellgenerierenden Hautpflegeprodukten spezialisiert. Die Produkte werden nicht\nüber die üblichen Kanäle der Prestige-Produkte vertrieben. Bereits der Markenname „Skincode“, was mit „Hautkode“ übersetzt werden kann, deutet auf die Eigenschaften und das\nentsprechende Image des Produktes hin und steht im Gegensatz zum Image der Prestige-\nMarken. Skincode wirbt denn auch primär mit der Reinheit der Produkte, welche frei von\nDuftstoffen, chemischen Konservierungs- und Farbstoffen sowie Tierextrakten seien. Zudem\nstreicht das Unternehmen die schweizerische Herkunft und die intensiven Forschungstätigkeit bei der Herstellung der Produkte heraus.\n689. Yves Rocher stellt Kosmetikprodukte aller Marktsegmente her. Die Produkte werden\nnicht über die Vertriebskanäle der selektiven Kosmetik vertrieben. Vielmehr betreibt Yves\nRocher ein Franchisingsystem mit eigenen Geschäften. Yves Rocher bezeichnet sich selbst\nals „Pflanzenkosmetik.“ Das Unternehmen wirbt damit, keine Tierversuche durchzuführen,\nund mit den natürlichen Inhaltsstoffen seiner Produkte. Das Emblem des Unternehmens ist\neine Knospe. Yves Rocher ist somit nicht dem Prestigemarkt zuzuordnen.\n690. Ähnlich wie die Marke Yves Rocher stellt L’Occitane en Provence Kosmetikprodukte\nsämtlicher Marktsegmente her, zielt aber mit seinen Produkten nicht auf den Prestige-Markt.\nDie Marke Occitane versucht sich über die Attribute Wellness, Gesundheit, Bio- bzw. Natürlichkeit zu profilieren. Dieses Image wird mit eignen Boutiquen mit entsprechender Ausstattung aufrecht erhalten. L’Occitane-Produkte werden, sofern überhaupt, in Warenhäusern in\nvon den Prestige-Produkten getrennten Bereichen angeboten. Die Produkte unterscheiden\nsich äusserlich entsprechend (Design, Namensgebung). So ist beispielsweise auf der Geschenkpackung von Occitane ein Baum abgebildet. Es besteht auch keine gleich starke Verflechtung mit der Modewelt, wie dies bei vielen Produkten des Prestigebereiches der Fall ist.\n\n691. „The Body Shop“ produzierte ebenfalls Kosmetikprodukte aller Marktsegmente und gehört mittlerweile zu Coop. „The Body Shop“ betreibt eigene Boutiquen und ist nicht in den üblichen Verkaufsstellen von Kosmetikprodukten erhältlich. Auch diesem Unternehmen haftet\n\n582\nhttp://www.dr.hauschka.ch/produkte/.\n583\nhttp://www.kontrollierte-naturkosmetik.de/bdih.htm.\n584\nhttp://www.dr.hauschka.ch/service/haendlersuche/ .\n585\nhttp://www.weleda.ch/de/unternehmen/90-jaehriges-jubilaeum/.\n586\nhttp://www.weleda.ch/de/service/bezugsquellen/.\n\n22/2009/02903/COO.2101.111.5.159965 148\nein grundlegend anderes Image an als den Unternehmen des Prestige-Marktes. „The Body\nShop“ definiert sich nicht über Image von Luxus- bzw. Prestige, sondern verleiht den Anschein von Natürlichkeit und Nachhaltigkeit. Body Shop setzt sich für ethischen Geschäftspraktiken (Community Trade), Menschenrechte, Umwelt- und Tierschutz und soziale Verantwortlichkeit ein.\n692. Das Unternehmen Maria Galland stellt Pflege und Make-up-Produkte her. Die Produkte\nsind nicht über den Handel erhältlich, sondern werden in Beautysalons und von Kosmetikerinnen vertrieben. Das Unternehmen Mila D’Opiz ist ein Kleinbetrieb, dessen Produkte ebenso wenig über die für den Prestige-Markt typischen Kanäle vertrieben werden. Der Vertrieb\ngeht über die Dobi-Inter AG, einem Unternehmen, dass die Ausbildung von Schönheitsfachfrauen bzw. -männern und dergleichen, deren Weiterbildungen und Business-Unterstützung\nfür Unternehmen anbietet. Beiden Unternehmen ist somit gemein, dass ihre Produkte im\nRahmen von professionellen Kosmetik-Dienstleistungen vertrieben werden. Dies schliesst\nzwar nicht kategorisch aus, dass sie nicht auch dem Bereich der Luxus- und Prestigekosmetik zugerechnet werden könnten. Diese Qualifikation vermöchte jedoch nichts am Verfahrensausgang zu ändern.\n\n693. Selbst wenn man davon ausgehen würde, dass nicht sämtliche Hersteller- und Distributoren der Luxus- und Prestige-Segmentes bei ASCOPA vertreten sind, steht fest, dass\nsämtliche umsatzstarken Marken im Verband vertreten sind, so dass allfällige Nichtmitglieder\nkeinen spürbaren disziplinierenden Einfluss auf die ASCOPA-Mitglieder hätten. Dies folgt bereits aus den Marktanalysen von European Forecasts, worin keine der soeben genannten\nMarken, bei den Topsellern aufgeführt wurde.587\n\nEntwicklungen der Marktgrösse und Marktanteile\n\n− Darstellung des Sekretariats\n694. Gemäss Angaben von European Forecasts handelt es sich beim Markt für Luxus-\nParfüms- und Kosmetikprodukte um einen allenfalls leicht wachsenden aber wohl eher stagnierenden Markt.588 Diese Angaben werden von zwei von den Parteien eingereichten Studien\nbestätigt. In einer von Puig eingereichten Studie von KPMG wird das Parfümerie-Segment in\nWest-Europa ausdrücklich als gesättigt bezeichnet mit einem tiefen CAGR (Compound Annual Growth Rate) von 2,3%.589 Ferner geht eine von Sisley eingereichte Studie über die europäische Kosmetik Industrie aus dem Jahre 2007 von einem CAGR für die gesamte Kosmetikindustrie in der Schweiz von 0,2% zwischen den Jahren 2000-2006 aus.590\n\n695. Die Untersuchungen des Sekretariats, untermauern das Bild eines stagnierenden und\nhöchstens leicht wachsenden Marktes. Abbildung 29 basiert auf den im Rahmen von\nASCOPA ausgetauschten Angaben zwischen 2004-2007. Da der Informationsaustausch im\nAugust 2008 eingestellt wurde, und sich nicht mehr sämtliche Unternehmen am Informationsaustausch beteiligten, wurde das Jahr 2008 in der Darstellung nicht berücksichtigt.\n\nAbbildung 29:\n\n"}