{"Signatur": "CH_WBK_001", "Spider": "CH_WEKO", "Datum": "2011-10-31", "PDF": {"Datei": "CH_WEKO/CH_WBK_001_ASCOPA_2011-10-31.pdf", "URL": "https://www.weko.admin.ch/dam/weko/de/dokumente/2012/01/ascopa_verfuegung.pdf.download.pdf/ascopa_verfuegung.pdf", "Checksum": "b5cec4f6e62adb3bf19bbec35d68200a"}, "Scrapedate": "2026-02-13", "Num": ["ASCOPA"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Wettbewerbskommission 31.10.2011 ASCOPA"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Wettbewerbskommission 31.10.2011 ASCOPA"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Wettbewerbskommission 31.10.2011 ASCOPA"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Wettbewerbskommission "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Wettbewerbskommission "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Wettbewerbskommission "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "ASCOPA"}], "ScrapyJob": "446973/67/1907", "Zeit UTC": "13.02.2026 03:13:14", "Checksum": "3448f4f0bbfdcabcc52c68b7cf038a80", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Wettbewerbskommission 31.10.2011 ASCOPA\nRegeste:\nASCOPA\n\n22/2009/02903/COO.2101.111.5.159965 122\nAbbildung 24:\n\n548. Die Marktanteils- und Preisentwicklungen sind aus den genannten Gründen zusammenhängend zu betrachten (vgl. Rz 536). Die Marktanteile haben sich nur minim verändert,\nwährend sich die Preise teilweise erheblich erhöhten (vgl. Abbildung 25).\n\nAbbildung 25:\n\n549. Während die Marktanteile von Dior (2004: […]%, 2005: […]%, 2006: […]%, 2007:\n[…]%), Juvena/La Prairie (2004: 5.2%+2.9% = 8.1%, 2005: 5%+2.8% = 7.8%, 2006:\n5.3%+2.4% = 7.7%, 2007: 6%+2.2% = 8.8%), L’Oréal (2004: 15.9%, 2005: 15.9%, 2006:\n15.3%, 2007: 15.4%) und Wodma (2004: […]%, 2005: […]%, 2006: […]%, 2007: […]%) weitgehend stagnierten, ergaben sich augenfällige Marktanteilsänderungen für Estée Lauder und\nClarins. Bei näherer Betrachtung fällt aber auf, dass auch diese Marktanteilsveränderungen\nmoderat ausgefallen sind. Clarins hielt 2004 […]%, 2005 […]%, 2006 […]% und 2007 […]%\n\n22/2009/02903/COO.2101.111.5.159965 123\ndes Marktes. Das ergibt eine Differenz von […] Prozentpunkten. Dabei fällt auf, dass dieses\nmoderate Wachstum möglich war, obwohl Clarins seine Preiserhöhungen zwischen 2004-\n2007 deutlich über der Teuerung angesetzt hatte. Estée Lauder hielt 2004 23.9%, 2005\n25.4%, 2006 26.5% und 2007 26.6% des Marktes. Dies ergibt eine Differenz von 2.7 Prozentpunkten. Auch dieses Wachstum war möglich, obwohl die Preiserhöhungen wie aufgezeigt verlaufen sind.\n\n550. Es steht also auch mit Bezug auf den Markt für Pflegeprodukte fest, dass die Preise in\nder betrachteten Periode konstant anstiegen, wesentlich über dem LIK für Toilettenartikel lagen und sich die Marktanteile nicht substanziell veränderten. Auch dieses Ergebnis ist ein\nzusätzliches starkes Indiz dafür, dass Kollusion im Sinne einer erheblichen Wettbewerbsbeschränkung vorliegt.\n\nErgebnisse Make-up\n551. Vorab ist bei den Make-up Produkten darauf hinzuweisen, dass den Wettbewerbsbehörden keine Daten über Verkaufsmengen der Produkte für 2010 vorliegen. Aus diesem\nGrund ist das Basisjahr für die Indexberechnungen das Jahr 2009 anstelle des Jahres 2010,\nwelches vom Sekretariat für die Berechnung der beiden anderen Indizes für die Parfüm- und\nPflegeprodukte herangezogen wurde. Die Linien in Abbildung 26 gehen deshalb über den\nWert von 100 hinaus.\n\n552. Wie bei den Parfüm- und Pflegeprodukten ergab die Auswertung der Preisindizes bei\nden Make-up-Produkten, dass sich die Preise zwischen 2004 bis 2010 ausschliesslich erhöhten. Dieser Umstand steht im Gegensatz zu den Entwicklungen der LIK, welche teilweise\nstagnierten oder gar negativ verliefen.\n\nAbbildung 26:\n\n553. Die Preiserhöhungen (vgl. Abbildung 26) sämtlicher Indizes liegen über dem LIK-Total,\ndem LIK-Körperpflege und dem LIK-Toilettenartikel. Der Umstand, dass die Indexpunkte des\nLIK-Total und des LIK-Körperpflege mit zwei Kurvenpunkten von Estée Lauder zusammenfallen hat keine Bedeutung in Bezug auf die Preisentwicklungen, wie aus der nachstehenden\nDarstellung folgt.\n\n22/2009/02903/COO.2101.111.5.159965 124\nAbbildung 27:\n\n554. Beim Vergleich der durchschnittlichen Wachstumsrate der Preise im Bereich Make-up\n(vgl. Abbildung 27) fällt auf, dass sämtliche Preiserhöhungen wesentlich über der durchschnittlichen Teuerung liegen. Selbst Estée Lauder, welche sich mit ihren Preiserhöhungen\nnoch am nächsten beim LIK-Total befindet, erhöhte ihre Preise im doppelten Umfang. Dabei\nmuss der Umstand in Betracht gezogen werden, dass der Vergleich mit dem LIK-Total, das\nfür die Parteien vorteilhafteste Bild ergibt. Der Vergleich mit den LIK-Körperpflege zeigt, dass\ndie Preiserhöhungen von Estée Lauder mehr als das Dreifache betragen und von YSL gar\ndas Sechsfache. Der LIK-Toilettenartikel, der dem verglichenen Warenkorb am ehesten entspricht, verläuft negativ und zeigt den Umfang der Preiserhöhungen am deutlichsten auf.\n555. Schliesslich sind die Preisentwicklungen wiederum mit den Marktanteilsentwicklungen\nin Beziehung zu setzen (vgl. Abbildung 28).\n\n22/2009/02903/COO.2101.111.5.159965 125\nAbbildung 28:\n\n556. Wie aus Abbildung 28 ersichtlich ist, haben sich die Marktanteile, trotz der erheblichen\nPreiserhöhungen kaum verändert. Die grösste Differenz an Marktanteilen zwischen 2004\nund 2007 weist YSL mit 3 Prozentpunkten (2004: 5.3%, 2005: 5.8%, 2006: 6.8%, 2007:\n8.3%) auf. Dabei fällt auf, dass YSL gleichzeitig die höchsten Preiserhöhungen durchgesetzt\nhat. Die Differenzen der Marktanteile der übrigen Unternehmen betragen: Chanel: 2.4 Prozentpunkte (2004: 8.2%, 2005: 8.6%, 2006: 10%, 2007: 10.6%), Estée Lauder: 2.1 Prozentpunkte (2004: 26.8%, 2005: 29.1%, 2006: 28.5%, 2007: 28.9%), L’Oréal: -0.9 Prozentpunkte\n(2004: 16.7%, 2005: 17%, 2006: 16.5%, 2007: 15.8%) und Dior: […] Prozentpunkte (2004:\n[…]%, 2005: […]%, 2006: […]%, 2007: […]%).\n557. Auch diese Resultate zeigen auf, dass Marktanteile der Parteien weitgehend stabil\nblieben, obwohl sie ihre Preise stetig anhoben und zwar in einem Umfang, der wesentlich\nüber dem LIK liegt. Dieses Resultat ist ein starkes Indiz, dass Kollusion im Sinne einer erheblichen Wettbewerbsbeschränkung vorliegt.\n\nParteivorbringen in der ersten Stellungnahme und deren Würdigung\n\n"}